{"id":172819,"date":"2018-03-29T15:04:19","date_gmt":"2018-03-29T13:04:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=172819"},"modified":"2018-03-29T15:04:19","modified_gmt":"2018-03-29T13:04:19","slug":"der-arbeitsmarkt-im-maerz-niedrigste-arbeitslosenquote-seit-37-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=172819","title":{"rendered":"Der Arbeitsmarkt im M\u00e4rz &#8211; Niedrigste Arbeitslosenquote seit 37 Jahren"},"content":{"rendered":"<div>Mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in einem M\u00e4rz seit 37 Jahren schloss der hessische Arbeitsmarkt das erste Quartal des Jahres 2018 ab. Die gute konjunkturelle Entwicklung, die mit steigenden Besch\u00e4ftigungszahlen und einer stabilen Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften einherging, bef\u00f6rderte den Aufw\u00e4rtstrend am hessischen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig wurden weniger Menschen aus einer Erwerbst\u00e4tigkeit arbeitslos als noch im Vormonat.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Von der guten Entwicklung konnten bis auf eine Ausnahme alle betrachteten Personengruppen profitieren, so dass die Arbeitslosigkeit ebenfalls bei Langzeitarbeitslosen, Ausl\u00e4ndern und \u00c4lteren ab 50 Jahren im Vormonats- und Vorjahresvergleich zur\u00fcckging. Schwierig blieb die Situation weiterhin f\u00fcr Menschen ohne Berufsausbildung. In Hessen wurden im letzten Monat rund 90.000 Arbeitslose ohne Berufsabschluss gez\u00e4hlt und somit 6,0 Prozent mehr als im Vorjahr.<\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div>F\u00fcr Dr. Bettina Wolf, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Operativ der Regionaldirektion Hessen, haben Rekordergebnisse und Besch\u00e4ftigungsbooms auch eine Kehrseite:<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\u201eDer konstant hohe Bestand an offenen Stellen macht deutlich, dass es f\u00fcr die Betriebe in Hessen immer schwieriger wird, offene Fachkraft-Stellen zu besetzen. Wir laufen langsam auf eine Fachkr\u00e4ftel\u00fccke zu, die wir aus dem Bestand der Arbeitsagenturen und Jobcentern ohne weiteres nicht decken k\u00f6nnen. Der Bedarf an Hilfskr\u00e4ften ohne Ausbildung ist relativ gering. \u00dcber 90.000 Arbeitslose ohne Berufsausbildung sind ein deutliches Zeichen.\u201c<\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div>Deshalb setze die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit weiterhin auf gezielte Qualifizierung, das Nachholen von Berufsabschl\u00fcssen und die Berufsberatung f\u00fcr Schulabg\u00e4nger:<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\u201eDass eine abgeschlossene Berufsausbildung vor Arbeitslosigkeit sch\u00fctzt, ist mittlerweile bekannt und spiegelt sich in der Arbeitslosenstruktur wieder. Deshalb setzen wir zum Beispiel mit dem Programm Zukunftsstarter auf die Ausbildung von Menschen, die das klassische Ausbildungsalter bereits verlassen haben. Der Arbeitsmarkt ist derzeit sehr aufnahmef\u00e4hig f\u00fcr qualifizierte Arbeitnehmer. Auch f\u00fcr Schulabg\u00e4nger waren die Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden noch nie so gut wie heute\u201c, so die Arbeitsmarktexpertin.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><b>Arbeitslosigkeit in Hessen: Entwicklung im M\u00e4rz<\/b><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div>Im M\u00e4rz 2018 waren 160.997 Frauen und M\u00e4nner in Hessen arbeitslos gemeldet. Das waren 5.031 weniger (-3,0 Prozent) als im Februar und 10.837 Menschen weniger (-6,3 Prozent) als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote noch bei 5,2 Prozent.<\/div>\n<div>Saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit gegen\u00fcber dem Vormonat um 1.000 zur\u00fcck, gegen\u00fcber dem Vorjahr um 10.000.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit gegen\u00fcber dem Vormonat und dem Vorjahr betraf fast alle betrachteten Personengruppen. Gegen\u00fcber dem Vormonat: Unter 25-J\u00e4hrige: -4,4 Prozent; M\u00e4nner: -3,6 Prozent; \u00c4ltere ab 50 Jahre: -2,5 Prozent; Frauen: -2,3 Prozent; Ausl\u00e4nder: -2,5 Prozent;. Langzeitarbeitslose: -1,5 Prozent.<\/div>\n<div>Entwicklung gegen\u00fcber dem Vorjahr: Langzeitarbeitslose: -9,6 Prozent; Jugendliche unter 25 Jahren: -6,7 Prozent; Frauen: -6,4 Prozent; \u00c4ltere ab 50 Jahren: -6,3 Prozent; M\u00e4nner: -6,2 Prozent; Ausl\u00e4nder: -1,3 Prozent.<\/div>\n<div>Eine Ausnahme bildet die Gruppe der arbeitslosen Menschen ohne Berufsabschlu\u00df. Ihre Zahl stieg gegen\u00fcber dem Vorjahr um 6,2 Prozent.<\/div>\n<div>Die Unterbesch\u00e4ftigung, die auch Personen in arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunf\u00e4higkeit mitz\u00e4hlt, belief sich im M\u00e4rz 2018 auf 227.498 Personen, rund 8.970 weniger (-3,8 Prozent) als vor einem Jahr.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><b>Entwicklung in den Rechtskreisen: Im 1. Quartal mehr R\u00fcckg\u00e4nge im SGB III<\/b><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div>Die Fr\u00fchjahrsbelebung wirkte sich besonders auf den Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) aus. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der Arbeitslosen um -6,1 Prozent. Im Bereich des SGB II (Grundsicherung) gab es lediglich einen R\u00fcckgang von -1,4 Prozent.<\/div>\n<div>Im Vergleich zum Vorjahr konnten beide Rechtskreise R\u00fcckg\u00e4nge verzeichnen: -6,1 Prozent (SGB III) sowie &#8211; 6,4 Prozent (SGB II). Insgesamt entfielen 34,1 Prozent (54.892) aller Arbeitslosen in Hessen auf den Rechtskreis SGB III. 65,9 Prozent (106.105) aller Arbeitslosen waren dem Rechtskreis SGB II zugeordnet.<\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div><b>Sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung: Aufw\u00e4rtstrend geht weiter<\/b><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div>Der hochgerechnete, vorl\u00e4ufige Wert der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung f\u00fcr den Monat Januar 2018 belief sich auf 2.558.900 Personen. Dies war ein Anstieg um 2,6 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Hessen lag damit mit seiner Entwicklung vor dem Bund und Westdeutschland mit einem Anstieg von +2,4 Prozent.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Im Vorjahresvergleich konnte Hessen in nahezu allen Branchen sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung aufbauen. St\u00e4rkste Branche ist mit einem Plus von 21.000 (+15,6 Prozent) sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen ohne Arbeitnehmer\u00fcberlassung. Der Abbau in der Metall-\/Elektro- und Stahlindustrie des verarbeitenden Gewerbes hat auch im Januar 2018 angehalten: -12.300 (-4,6 Prozent).<\/div>\n<div>Die gr\u00f6\u00dften Besch\u00e4ftigtenzahlen gab es mit 436.900 Menschen weiterhin in Hessen im verarbeitenden Gewerbe sowie mit 348.100 Besch\u00e4ftigungen im Handel und 232.600 Besch\u00e4ftigten im Bereich Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen.<\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div><b>Offene Stellen: Lagerwirtschaft, Verkauf, Altenpflege melden die meisten Stellen<\/b><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div>Insgesamt waren im M\u00e4rz 53.958 freie Stellen bei den hessischen Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.<\/div>\n<div>Der Zugang offener Stellen ging im Berichtsmonat um -13,4 Prozent auf 14.404 zur\u00fcck.<\/div>\n<div>Am h\u00e4ufigsten wurden Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr die Bereiche Lagerwirtschaft, Verkauf, Altenpflege, B\u00fcro und Sekretariat sowie Berufskraftfahrer gesucht.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><b>Regionen: In sechs hessischen Kreisen Quote unter 4 Prozent<\/b><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Der Landkreis Fulda kann weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Hessen verzeichnen: 2,9 Prozent. Unter der 4-Prozent-Marke lagen auch der Main-Taunus-Kreis (3,5 Prozent), der Hochtaunuskreis (3,5 Prozent), der Kreis Waldeck-Frankenberg (3,7 Prozent), der Kreis Vogelsberg (3,9 Prozent) und die Bergstra\u00dfe (3,9 Prozent). Die h\u00f6chste Arbeitslosenquote fiel mit 9,5 Prozent auf die Stadt Offenbach.<\/div>\n<div>Die Arbeitslosenquoten der Regierungsbezirke Kassel, Gie\u00dfen und Darmstadt verteilten sich wie folgt: Kassel 4,5 Prozent, Gie\u00dfen 4,7 Prozent, Darmstadt 4,9 Prozent.<\/div>\n<div>Im Vergleich der 26 Kreise und kreisfreien St\u00e4dte stieg die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr lediglich in drei Kreisen an: Landkreis Bergstra\u00dfe (+4,0 Prozent), Landeshauptstadt Wiesbaden (+1,2 Prozent), Kreis Marburg-Biedenkopf (+0,3 Prozent). Den deutlichsten R\u00fcckgang gab es im Schwalm-Eder-Kreis (-18,4 Prozent).<\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div><b>Ausbildung: Aktuell mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahr<\/b><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div>Bis jetzt meldeten die hessischen Betriebe 1.219 Lehrstellen (+4,1 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum und somit 31.105. Die Zahl der Bewerber sank im Vergleich zum Vorjahr um 555 (-1,8 Prozent) auf 30.791. Die Anzahl der ausl\u00e4ndischen Bewerber stieg zum Vorjahr um 9,0 Prozent auf 6.254. Jeder f\u00fcnfte Bewerber auf einen Ausbildungsplatz in Hessen hat somit keinen deutschen Pass.<\/div>\n<div>Als unversorgt z\u00e4hlten zum Stichtag 18.119 Bewerber und Bewerberinnen. Das waren 308 (-1,7 Prozent) weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der unbesetzten Lehrstellen um 871 (+4,5 Prozent) auf 20.129.<\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div>Der Appel von Dr. Bettina Wolf geht an junge Menschen: \u201eLassen Sie keine Chancen verstreichen und melden Sie sich unbedingt jetzt bei den Agenturen f\u00fcr Arbeit, um sich bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz von unseren Berufsberaterinnen und \u2013beratern unterst\u00fctzen zu lassen.\u201c<\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div><b>Fl\u00fcchtlinge: Gro\u00dfteil ist auf dem Arbeitsmarkt angekommen<\/b><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Im M\u00e4rz 2018 waren in Hessen 14.129 Menschen mit einem Fluchthintergrund arbeitslos gemeldet, davon 13.245 im Rechtskreis SGB II. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen in Hessen betrug fast 9,0 Prozent. Als arbeitsuchend wurden rund 36.460 Menschen mit einem Fluchthintergrund erfasst.<\/div>\n<div>Etwa 3.000 Menschen nahmen im M\u00e4rz an einer F\u00f6rderma\u00dfnahme teil oder begannen eine Ausbildung.<\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: medium;\">\u00c2\u00a0<\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in einem M\u00e4rz seit 37 Jahren schloss der hessische Arbeitsmarkt das erste Quartal des Jahres 2018 ab. Die gute konjunkturelle Entwicklung, die mit steigenden Besch\u00e4ftigungszahlen und einer stabilen Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften einherging, bef\u00f6rderte den Aufw\u00e4rtstrend am hessischen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig wurden weniger Menschen aus einer Erwerbst\u00e4tigkeit arbeitslos als noch im Vormonat. 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