{"id":172791,"date":"2018-03-28T17:41:21","date_gmt":"2018-03-28T15:41:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=172791"},"modified":"2018-03-28T17:41:52","modified_gmt":"2018-03-28T15:41:52","slug":"neue-hinweisschilder-informieren-ueber-die-massnahmen-in-der-kernzone-fichtenentnahme-waldumbau-im-biosphaerenreservat-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=172791","title":{"rendered":"Neue Hinweisschilder informieren \u00fcber die Ma\u00dfnahmen in der Kernzone &#8211; Fichtenentnahme: Waldumbau im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p>Wer in den kommenden Wochen rund um das W\u00fcrzburger Karl-Straub-Haus im bayerischen Teil des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n unterwegs ist, dem werden an verschiedenen Stellen neue Hinweistafeln zum Thema \u201eWaldumbau\u201c auffallen. Die Tafeln informieren \u00fcber gro\u00dfangelegte Waldarbeiten innerhalb der streng gesch\u00fctzten Kernzone. Anders als schwere Forstmaschinen auf den ersten Blick vermuten lassen, soll damit langfristig der f\u00fcr die Rh\u00f6n typische naturnahe Laubwald wiederhergestellt werden.<\/p>\n<p>Seit der Erweiterung 2014 verf\u00fcgt das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n im bayerischen Teil \u00fcber 3.889 Hektar Kernzonen, in denen sich die Natur auf Dauer unbeeinflusst von menschlicher Nutzung entwickeln kann. Einige durch die Erweiterung neu ausgewiesenen Kernzonen wurden jedoch im letzten Jahrhundert gro\u00dffl\u00e4chig mit standortfremden Fichten aufgeforstet. Um diese Fichtenforste wieder in den f\u00fcr die Rh\u00f6n typischen Laubwald zu \u00fcberf\u00fchren, wurden bereits seit 2015 umfassende Ma\u00dfnahmen zum Waldumbau durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, dass sich nach der Entnahme der Fichten zun\u00e4chst Pionierarten wie Vogelbeere, Weide und Birke ansiedeln, um im Anschluss der nat\u00fcrlichen Wiederansiedlung anspruchsvoller Laubb\u00e4ume wie Buche, Esche, Ulme und Kirsche in der Kernzone den Weg zu bereiten\u201c, erkl\u00e4rt Wolfram Zeller, Betriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten das Waldumbau-Programm. \u201eAktiv aufgeforstet wird dabei nicht ein einziger Baum, wir setzen ganz bewusst darauf, dass sich gem\u00e4\u00df der Strategie des Prozessschutzes alles von allein so entwickelt.\u201c<\/p>\n<p>Die Entnahme der Fichten und anderer standortfremder Baumarten erfolgt entsprechend einer Einteilung der betroffenen Kernzonenfl\u00e4chen in unterschiedliche Kategorien. Je nach vorhandenem Fichtenbestand soll der Waldumbau in f\u00fcnf bis zehn Jahren abgeschlossen sein. Das hier geschlagene Holz wird \u00fcber die normalen Vertriebswege der Bayerischen Staatsforsten vermarktet.<\/p>\n<p>\u201eDer Anblick schwerer Forstmaschinen und fl\u00e4chiger Baumernte in den besonders gesch\u00fctzten Kernzonen des Biosph\u00e4renreservates ist f\u00fcr die Besucher auf den ersten Blick nur schwer nachvollziehbar\u201c, wei\u00df Joachim Urban, Revierleiter des Forstamtes Oberbach. \u201eAber nur indem wir B\u00e4ume entnehmen und lockere Strukturen schaffen, k\u00f6nnen wir dem Wald wieder eine nat\u00fcrliche Entwicklung erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p>Neben dem Standort \u201eFarnsberg und Totnansberg\u201c ist auch der nahegelegene Feuerberg schwerpunktm\u00e4\u00dfig von Waldumbauma\u00dfnahmen betroffen. In diesen Bereichen informieren entsprechende Hinweistafeln die Besucher des Biosph\u00e4renreservates.<\/p>\n<p>\u201eMit den Tafeln m\u00f6chten wir den Besuchern begreiflich machen, dass die oft mit schweren Maschinen durchgef\u00fchrte Waldumbau im ausdr\u00fccklichen Interesse des Naturschutzes durchgef\u00fchrt wird und eine gro\u00dfe \u00f6kologische Chance bietet\u201c, sagt Dr. Tobias Gerlach, der auf der bayerischen Seite des Biosph\u00e4renreservates die Waldentwicklung dokumentiert. \u201eSie helfen letztlich auch, bedrohten Lichtwaldarten und seltenen Totholzbewohnern langfristig neuen Lebensraum zu schaffen.\u201c<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten gr\u00f6\u00dferen Waldumbauma\u00dfnahmen im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n sind f\u00fcr Ende Juli, Anfang August vorgesehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wer in den kommenden Wochen rund um das W\u00fcrzburger Karl-Straub-Haus im bayerischen Teil des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n unterwegs ist, dem werden an verschiedenen Stellen neue Hinweistafeln zum Thema \u201eWaldumbau\u201c auffallen. 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