{"id":172787,"date":"2018-03-28T17:08:52","date_gmt":"2018-03-28T15:08:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=172787"},"modified":"2018-03-28T17:08:52","modified_gmt":"2018-03-28T15:08:52","slug":"zu-fruehe-geburten-wirksam-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=172787","title":{"rendered":"Zu fr\u00fche Geburten wirksam verhindern"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland lag die so genannte \u201eFr\u00fchgeburtlichkeit\u201c, also Geburten vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche, im Jahr 2014 bei 7,9 Prozent. Gleichzeitig ist die S\u00e4uglingssterblichkeit von Kindern, die bei ihrer Geburt weniger als 1.500 Gramm wogen, fast f\u00fcnfmal so hoch wie im Durchschnitt. Damit stellen zu fr\u00fche Geburten eine erhebliche Herausforderung f\u00fcr das Gesundheitswesen dar. Hier setzt ein neuer Vertrag nach \u00c2\u00a7 140a SGB V an, den die AOK Hessen mit der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung (KV) Hessen sowie dem Berufsverband der Frauen\u00e4rzte abgeschlossen hat und der am 1. April in Kraft tritt.<\/p>\n<p>\u201eDie \u00dcberlebenschancen f\u00fcr Fr\u00fchgeborene sind in den letzten Jahrzehnten dank des medizinischen Fortschrittes zwar gestiegen. Heute werden Kinder in hoch spezialisierten Einrichtungen \u2013 so genannten Perinatalzentren \u2013 versorgt und haben somit deutlich bessere Chancen, den Start ins Leben zu schaffen. Dennoch ist die Sterblichkeit bei Fr\u00fchgeburten insgesamt noch immer erh\u00f6ht und die Kinder haben oft, teilweise ein Leben lang, mit gesundheitlichen Beeintr\u00e4chtigungen zu k\u00e4mpfen\u201c, erkl\u00e4rt Frank Dastych, der Vorstandsvorsitzende der KV Hessen.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliches Beratungsgespr\u00e4ch<br \/>\nMit \u201eAOK-Priomed zur Pr\u00e4vention von Fr\u00fchgeburten\u201c sollen Risikofaktoren so fr\u00fch wie m\u00f6glich erkannt und gezielt behandelt werden. Zu den Risikofaktoren geh\u00f6ren u.a. Rauchen und Alkoholkonsum, chronische Krankheiten, Scheiden- und Harnwegsinfektionen, vorausgegangene gyn\u00e4kologische Komplikationen und Behandlungen, \u00dcber- und Untergewicht sowie psychische und soziale Belastungen. \u201eDurch eine umfassende Anamnese und Diagnostik lassen sich viele Fr\u00fchgeburten wirksam verhindern. Wichtigstes Element des Vertrages ist deshalb ein ausf\u00fchrliches \u00e4rztliches Beratungsgespr\u00e4ch anhand eines vorab definierten Leitfadens\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Roland Strasheim, der Krankenhauschef der AOK Hessen.<\/p>\n<p>Wenige Voraussetzungen<br \/>\nDas best\u00e4tigt auch Dr. Klaus Doubek, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauen\u00e4rzte in Hessen: \u201eIm Rahmen dieser Vereinbarung werden Regelungen f\u00fcr die Verbesserung der Versorgungsqualit\u00e4t Schwangerer getroffen. Durch regelm\u00e4\u00dfige Vorsorgeuntersuchungen, das ausf\u00fchrliche \u00e4rztliche Beratungsgespr\u00e4ch und die zus\u00e4tzlichen qualifizierten Ultraschalluntersuchungen ist es m\u00f6glich, in einem fr\u00fchen Stadium eine drohende Fr\u00fchgeburtlichkeit zu erkennen und wirksame Gegenma\u00dfnahmen zu ergreifen.\u201c Im Einzelnen beinhaltet der Vertrag einen Fr\u00fchultraschall, die L\u00e4ngenmessung des Geb\u00e4rmutterhalses, Untersuchungen auf vaginale Infektionen, die Bestimmung der Schilddr\u00fcsenwerte sowie die Messung des Eisenspeichers im Blut. Es gibt nur zwei Voraussetzungen f\u00fcr die Teilnahme an dem Vertrag: Eine Mitgliedschaft bei der AOK Hessen und nat\u00fcrlich eine bestehende Schwangerschaft. Anmeldungen sind bis zur 20. Schwangerschaftswoche m\u00f6glich, die Einschreibung erfolgt direkt bei der behandelnden Frauen\u00e4rztin oder dem behandelnden Frauenarzt. Am Vertrag teilnehmende Medizinerinnen und Mediziner findet man ab dem 1. April unter www.arztsuchehessen.de (Auswahlfeld \u201eGenehmigungen\u201c).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>In Deutschland lag die so genannte \u201eFr\u00fchgeburtlichkeit\u201c, also Geburten vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche, im Jahr 2014 bei 7,9 Prozent. Gleichzeitig ist die S\u00e4uglingssterblichkeit von Kindern, die bei ihrer Geburt weniger als 1.500 Gramm wogen, fast f\u00fcnfmal so hoch wie im Durchschnitt. Damit stellen zu fr\u00fche Geburten eine erhebliche Herausforderung f\u00fcr das Gesundheitswesen dar. 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