{"id":172211,"date":"2018-03-08T03:32:22","date_gmt":"2018-03-08T02:32:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=172211"},"modified":"2018-03-08T03:32:22","modified_gmt":"2018-03-08T02:32:22","slug":"immer-mehr-job-pendler-kommen-nach-hessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=172211","title":{"rendered":"Immer mehr Job-Pendler kommen nach Hessen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Arbeitnehmer in Hessen gilt immer mehr: Arbeitsort und Wohnort sind nicht identisch und liegen oftmals in unterschiedlichen Bundesl\u00e4ndern. Hessen und insbesondere das Rhein-Main-Gebiet sehen sich seit mehreren Jahren mit den Folgen steigender Ein- und Auspendlerzahlen konfrontiert.<\/p>\n<p>Die Konzentration auf die Ballungsr\u00e4ume ist nicht nur eine verkehrstechnische Herausforderung, sondern hat auch Konsequenzen f\u00fcr die Infrastruktur der l\u00e4ndlichen Gebiete, findet Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen:<br \/>\n\u201eBesonders Frankfurt als Verkehrsknotenpunkt mit Bahnhof, Flughafen und Autobahnanbindung hat eine enorme Anziehungskraft auf Unternehmen, die wiederum Besch\u00e4ftigte suchen. Da Wohnraum knapp und teuer ist, werden Arbeitnehmer mobiler und flexibler. Es ist mehr los auf den Stra\u00dfen und in den Bahnen. Wohnorte werden teilweise zu Schlafst\u00e4tten, an denen sonst nicht mehr viel los ist. Gerade f\u00fcr Auszubildende wird es zunehmend schwieriger vom Land in die Stadt zu wechseln, um mit einem Lehrlingsgehalt das Leben zu bestreiten. Die Konsequenz: Gerade in Frankfurt bleiben Ausbildungspl\u00e4tze unbesetzt.\u201c<\/p>\n<p>Binnen eines Jahres (Stand 30.06.2017)erh\u00f6hte sich die Zahl der Einpendler, die in einem sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis stehen, von 353.395 auf 370.985 Menschen. Das waren 5,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. 14,7 Prozent der insgesamt 2.524.156 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten mit Arbeitsort in Hessen kamen so aus einem anderen Bundesland oder dem Ausland.<\/p>\n<p>Die Zahl der Auspendler stieg ebenfalls an: 246.633 Menschen verlie\u00dfen ihren hessischen Wohnort, um au\u00dferhalb der Landesgrenze zu arbeiten, 3,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Hessen pendelten beruflich mehrheitlich in die benachbarten Bundesl\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg (58.275), Rheinland-Pfalz (52.660), Nordrhein-Westfalen (45.160) und Bayern (43.570).<\/p>\n<p>Einpendler, die ihre sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung in Hessen aus\u00fcben, kamen \u00fcberwiegend aus Rheinland-Pfalz (103.789), Bayern (62.528) und Nordrhein-Westfalen (60.402). An vierter Stelle stehen die Einpendler aus Baden-W\u00fcrttemberg (48.867). Wie bereits im letzten Jahr pendeln mehr Hessen nach Baden-W\u00fcrttemberg als umgekehrt. Bei allen anderen Bundesl\u00e4ndern weist Hessen hingegen einen Einpendler\u00fcberschuss auf.<\/p>\n<p>Auf den Weg zur Arbeit nach Hessen machen sich besonders Besch\u00e4ftigte aus der Unternehmensf\u00fchrung und -organisation, dem Bereich Verkehr und Logistik, den Einkaufs-, Vertriebs- und Handelsberufen, dem Finanzdienstleistungssektor sowie aus Informatikberufen. Allein aus diesen Berufsgruppen kamen rund 159.597 Besch\u00e4ftigte ins Bundesland und machten einen Anteil von 43,0 Prozent aller Einpendler aus.<\/p>\n<p>Mainmetropole auch weiterhin f\u00fcr Job-Pendler attraktiv<br \/>\nFrankfurt war auch 2017 f\u00fcr Pendler attraktiv: Von den insgesamt 564.826 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten lebten lediglich 201.970 Personen in der Mainmetropole. Dies entspricht einem Anteil von 35,8 Prozent. Allerdings hat sich die Zahl der Besch\u00e4ftigten mit Wohnsitz in Frankfurt am Main im Vergleich zum Vorjahr um 5.553 Menschen erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Woher kommen die Job-Pendler? 263.745 Personen (46,7 Prozent), der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Teil, kommt aus anderen hessischen Regionen in die Mainmetropole. Im Vorjahr waren es mit 259.391 Berufst\u00e4tigen noch 47,1 Prozent. 97.014 Menschen (2016: 93.338) arbeiteten in Frankfurt, wohnen aber in einem anderen Bundesland, 1.691 kommen aus dem Ausland (2016: 1.668). Der Anteil an Einpendlern liegt damit bei 64,2 Prozent und ist gegen\u00fcber dem Vorjahr (64,4 Prozent) leicht zur\u00fcckgegangen.<br \/>\nDer Anteil nichthessischer Einpendler an allen sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in das Stadtgebiet Frankfurt ist mit 17,5 Prozent weiterhin deutlich h\u00f6her als im landesweiten Durchschnitt, der bei 14,7 Prozent liegt.<\/p>\n<p>Rund 363.000 Besch\u00e4ftigte pendeln regelm\u00e4\u00dfig zur Arbeit in die Mainmetropole, etwa 8.000 mehr als vor einem Jahr. Ihren Wohnort Frankfurt verlassen 95.074 Berufspendler, um au\u00dferhalb der Stadt ihren beruflichen T\u00e4tigkeiten nachzugehen. Davon arbeiten 69.651 Menschen in Hessen und 25.423 in einem anderen Bundesland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>F\u00fcr viele Arbeitnehmer in Hessen gilt immer mehr: Arbeitsort und Wohnort sind nicht identisch und liegen oftmals in unterschiedlichen Bundesl\u00e4ndern. 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