{"id":172202,"date":"2018-03-08T03:28:35","date_gmt":"2018-03-08T02:28:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=172202"},"modified":"2018-03-08T03:28:35","modified_gmt":"2018-03-08T02:28:35","slug":"eichhof-stiftung-lauterbach-und-vogelsberger-lebensraeume-realisieren-jugend-und-familienhaus-in-lauterbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=172202","title":{"rendered":"Eichhof-Stiftung Lauterbach und Vogelsberger Lebensr\u00e4ume realisieren Jugend- und Familienhaus in Lauterbach"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem Areal der ehemaligen \u201eAlten G\u00e4rtnerei\u201c an der Wascherde in Lauterbach-Blitzenrod wird ein inklusives Jugend- und Familienzentrum der Vogelsberger Lebensr\u00e4ume entstehen. In Kooperation mit dem Jugendamt in Lauterbach ist ein Ort des Zusammenwachsens und der Begegnung geplant, der im Rahmen von \u201eHueD &#8211; Hilfen unter einem Dach\u201c 12 station\u00e4re, 6 teilstation\u00e4re und 27 ambulante Pl\u00e4tze anbietet. Investor und Tr\u00e4ger des 2,5 Mio. EUR teuren Projektes ist die Eichhof-Stiftung Lauterbach.<\/p>\n<p>Nachdem der Magistrat der Stadt Lauterbach gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Verkauf des Grundst\u00fccks gegeben hat, der Umzug des Personals der Stadtg\u00e4rtnerei in den st\u00e4dtischen Betriebshof bereits vollzogen ist und in den n\u00e4chsten 6 Monaten die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, soll auf dem ca. 4.000 Quadratmeter gro\u00dfen Gel\u00e4nde ein Geb\u00e4ude mit 1.200 Quadratmetern Nutzraum entstehen sowie eine Au\u00dfenanlage mit Terrasse und Garten angelegt werden. Hier wird ein wohnortnahes Jugend- und Familienzentrum entwickelt, das alle Hilfen f\u00fcr Familien, Eltern, Jugendliche und Kinder \u2013 von der Beratung \u00fcber ambulante und teilstation\u00e4re bis zu station\u00e4ren Leistungen \u2013 personenbezogen anbieten kann. Geplant ist ein Haus f\u00fcr 12 Kinder bzw. Jugendliche und ihre Familien, die den Schutz des Daches auch \u00fcber Nacht ben\u00f6tigen, f\u00fcr 6 Kinder bzw. Jugendliche und ihre Familien, mit denen der Tag gestaltet wird, und f\u00fcr 27 Kinder und Jugendliche und ihre Familien, die in ihrer h\u00e4uslichen Umgebung unterst\u00fctzt werden sollen. Die Lage des Grundst\u00fccks mit der N\u00e4he zur Schule, zu den Freizeitanlagen und zum Stadtzentrum ist ideal, sind sich die Verantwortlichen der Eichhof-Stiftung Lauterbach, der Vogelsberger Lebensr\u00e4ume und des Jugendamtes Lauterbach einig.<\/p>\n<p>Seit mehreren Jahren l\u00e4uft der Umbau in der Jugendhilfe im Vogelsbergkreis hin zu mehr Sozialraumorientierung. Dabei wird vermehrt auf die Zusammenarbeit zwischen Jugend\u00e4mtern und freien Tr\u00e4gern gesetzt. \u201eEs ist eine einmalige Chance, die famili\u00e4re Lebenswirklichkeit einer ganzen Region mitzugestalten. Ziel ist es, mit p\u00e4dagogischer Unterst\u00fctzung und Hilfestellung Familien, deren Verbund aus den Fugen geraten ist, wieder zusammenzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt der Leiter der Vogelsberger Lebensr\u00e4ume Harry Bernardis. Das Jugendamt des Vogelsbergkreises ist Partner der Einrichtung und finanziert als Leistungstr\u00e4ger den laufenden Betrieb \u00fcber ein pauschales Entgelt. Ein Team von 20 bis 25 ausgebildeten Sozialp\u00e4dagogen in Voll- und Teilzeit soll die Begleitung und Unterst\u00fctzung der Familien \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Bernardis will das Jugend- und Familienhaus nicht als Betreuungseinrichtung verstanden wissen. \u201eWenn Eltern ihre Erziehungsleistung nicht mehr selbstst\u00e4ndig erbringen k\u00f6nnen, Kinder und Jugendliche in Not Hilfe suchen oder das Jugendamt Bedarf zur Unterst\u00fctzung sieht, dann sind wir gefordert, gemeinsam mit allen Beteiligten nach L\u00f6sungen zu suchen, wie das famili\u00e4re Miteinander, das Verst\u00e4ndnis f\u00fcreinander und Liebe als Basis von Wertsch\u00e4tzung und Vers\u00f6hnung behutsam wieder aufgebaut werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Um den hohen inhaltlichen Anspr\u00fcchen des Projektes gerecht zu werden, haben sich die Verantwortlichen der Vogelsberger Lebensr\u00e4ume gemeinsam mit dem in Fulda lebenden Philosophen, Theologen und Religionswissenschaftler Dr. Christoph Quarch der Frage gewidmet, was die Wesensmerkmale des Wohnens sind und versucht, die Bedeutsamkeit f\u00fcr die soziale Arbeit und die architektonische Umsetzung zu formulieren. \u201eEs gilt einen Raum zu gestalten, der offen und geschlossen zugleich ist, der sch\u00fctzt und zu Begegnung einl\u00e4dt und dabei so viel Normalit\u00e4t wie m\u00f6glich zul\u00e4sst. Dazu geh\u00f6rt auch, dass Freunde und G\u00e4ste der Heranwachsenden jederzeit zu Besuch kommen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Harry Bernardis. In seinem Vorhaben hat der erfahrene Sozialp\u00e4dagoge mit dem Architekturb\u00fcro Dominique Tzschoppe aus Frankfurt am Main einen Partner gefunden, der \u00fcber ein gro\u00dfes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr derlei inhaltliche Ansatzpunkte verf\u00fcgt und bereits an anderer Stelle erfolgreich in \u00e4hnlichen Projekten t\u00e4tig war.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung bekommen die Vogelsberger Lebensr\u00e4ume auch vom F\u00f6rderverein Psychiatrie Vogelsberg e. V., deren Vorsitzende Dr. Britta von Molo sich aktiv der Mittelakquisition \u2013 neudeutsch Fundraising \u2013 widmen will. \u201eWir wollen daf\u00fcr Sorge tragen, dass neben der Regelversorgung dar\u00fcber hinausgehende Projekte m\u00f6glich sind. Dazu geh\u00f6rt die Anschaffung von besonders haltbaren Spielger\u00e4ten, Fahrr\u00e4dern oder die Einrichtung eines Basketballplatzes. Auch in der Ausstattung des Geb\u00e4udes wollen wir mehr Wertigkeit zum Beispiel mit Holzm\u00f6beln schaffen\u201c, erkl\u00e4rt die Vorsitzende. Ihrer Erfahrung nach w\u00fcrden hochwertige Gegenst\u00e4nde mehr wertgesch\u00e4tzt, da sich diese Wertewahrnehmung auch auf die Menschen \u00fcbertrage.<\/p>\n<p>Ein weiteres Anliegen ist es dem F\u00f6rderverein auch, ein Nachbarschaftscaf\u00e9 einzurichten, damit Freunde, Nachbarn oder G\u00e4ste des Jugend- und Familienhauses bewirtet werden k\u00f6nnen und einen Ort vorfinden, an dem eine zwanglose Begegnung stattfinden kann. Zu diesem Zweck sucht der F\u00f6rderverein private Sponsoren und Unternehmen, die bereit sind, mit kleinen und gro\u00dfen Spenden das einmalige Vorhaben in Lauterbach zu unterst\u00fctzen. \u201eWir werden in den kommenden Wochen mit einem Anschreiben an Unternehmen in der Region f\u00fcr unser Projekt werben\u201c, sagt Dr. Britta von Molo. Aber auch Kleinspenden seien dem F\u00f6rderverein sehr willkommen. Selbstverst\u00e4ndlich werde der F\u00f6rderverein daf\u00fcr Sorge tragen, dass die Gelder zweckgebunden eingesetzt werden. Auf einer Tafel sollen die Sponsoren genannt werden und sie k\u00f6nnen sich \u2013 wenn alles nach Plan verl\u00e4uft \u2013 ab Herbst dieses Jahres von der Umsetzung selbst ein Bild machen, denn dann soll die \u201eAlte G\u00e4rtnerei\u201c den Betrieb aufnehmen.<\/p>\n<p>BU: Der Architektenplan zum Projekt soll bis zum Herbst dieses Jahres umgesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Auf dem Areal der ehemaligen \u201eAlten G\u00e4rtnerei\u201c an der Wascherde in Lauterbach-Blitzenrod wird ein inklusives Jugend- und Familienzentrum der Vogelsberger Lebensr\u00e4ume entstehen. 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