{"id":171712,"date":"2018-02-15T17:10:35","date_gmt":"2018-02-15T16:10:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=171712"},"modified":"2018-02-15T17:10:35","modified_gmt":"2018-02-15T16:10:35","slug":"coach-fuer-den-sprung-ins-berufsleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=171712","title":{"rendered":"Coach f\u00fcr den Sprung ins Berufsleben"},"content":{"rendered":"<p>Keine Idee, kein Vitamin B, mittelpr\u00e4chtige Noten oder eine Krise beim Erwachsenwerden: Die Phase zwischen dem Ende der Schulzeit und dem Start ins Berufsleben ist f\u00fcr viele junge Menschen ein besonders schwieriger Abschnitt. Hilfe verspricht und liefert an 17 F\u00f6rder-, Haupt- und Realschulen in Stadt und Kreis ein Programm des Landkreises Fulda \u2013 und das seit zehn Jahren. \u201eMit aktuell 15 Arbeitscoaches unterst\u00fctzen wir Jugendliche ab der siebten Klasse dabei, f\u00fcr sich eine gute Zukunft zu finden. Das Projekt ist eine freiwillige Leistung des Kreises \u2013 und ein Erfolgskonzept\u201c, sagt Landrat Bernd Woide.<\/p>\n<p>Vor zehn Jahren sah der Arbeitsmarkt noch anders aus: Ausbildungsstellen waren knapp, Jugendliche hatten es schwer, eine Lehrstelle zu finden. Diese Situation war damals f\u00fcr den Landkreis Anlass, neue Wege zu gehen und Arbeitscoaches einzustellen, die vor allem M\u00e4dchen und Jungs in Haupt- und F\u00f6rderschulen unterst\u00fctzen sollten &#8211; bei Bewerbungen, in Gespr\u00e4chen mit Eltern, bei der Suche nach Praktikumspl\u00e4tzen und Ausbildungsstellen. \u201eGestartet sind wir mit Coaches in sieben Schulen in Stadt und Kreis, und das Projekt lief von Anfang an gut\u201c, sagt Ulrich Nesemann, Fachdienstleiter im Kreisjobcenter Fulda, und erg\u00e4nzt: \u201eAuch heute blicken noch andere Landkreise interessiert und anerkennend auf Fulda. Wir stehen im Hessen-Vergleich sehr gut da.\u201c<\/p>\n<p>Denn auch in den letzten Jahren, in denen sich der Arbeitsmarkt gedreht hat und es nun die Unternehmen sind, die Not haben, ausreichend Auszubildende zu finden, bew\u00e4hrt sich das Konzept und entwickelt sich weiter. Mittlerweile sind auch Realschulen ab Klasse acht dabei, und die Angebote der Arbeitscoaches sind noch vielf\u00e4ltiger geworden: Neben den Bewerbertrainings und der Vermittlung von Praktika, F\u00f6rderma\u00dfnahmen und Lehrstellen initiieren und begleiten sie zahlreiche Veranstaltungen. Beispiele gibt es jede Menge: Arbeitsgruppen, um Handwerksberufe kennenzulernen, Elternabende mit Experten, gemeinsame Besuche der Trendmesse, die Organisation von Berufsorientierungswochen, Erkundungstage in heimischen Unternehmen, Praxistage mit Berufsschulen \u2013 und nicht zuletzt die Pflege der wichtigen Kontakte und Kooperationen mit Organisationen, Verb\u00e4nden und Betrieben.<\/p>\n<p>Denn trotz der zahlreichen offenen Ausbildungsstellen sei die Situation etlicher junger Menschen nicht einfacher, sagt Nesemann \u201eWir stellen fest, dass die individuelle Beratung und Begleitung zunehmend wichtiger geworden ist, vor allem bei Jugendlichen, die beeintr\u00e4chtigt sind, unentschlossen oder orientierungslos angesichts der Vielfalt der M\u00f6glichkeiten\u201c erkl\u00e4rt der Fachdienstleiter, der j\u00fcngst dem Ausschuss des Kreistags f\u00fcr Arbeit, Soziales und Gesundheit beeindruckende Zahlen f\u00fcr das Schuljahr 2016\/2017 vorgelegt hat. Demnach sind von den 417 Sch\u00fclern, die aus diesem Programm im Sommer 2017 die Schule abgeschlossen haben, gut die H\u00e4lfte in eine Ausbildung oder eine Arbeit gewechselt. Die anderen 50 Prozent gehen weiterhin zur Schule oder sind jetzt in einer F\u00f6rderma\u00dfnahme. \u201eDas ist eine gute Quote\u201c, befindet Nesemann.<\/p>\n<p>Info<br \/>\n15 Arbeitscoaches sind f\u00fcr 17 Schulen in Stadt und Landkreis Fulda zust\u00e4ndig. Sie arbeiten halbe Tage in diesem Bereich und sind Sozialp\u00e4dagogen, Kaufleute, Handwerker und aus der Krankenpflege. Sie haben ihre B\u00fcros in den Schulen vor Ort und beraten dort Sch\u00fcler, Lehrer und Eltern. Au\u00dferdem initiieren und begleiten sie Projekte, um den \u00dcbergang von Schule zum Beruf \u00fcgig zu gestalten. Das Programm wird vom Landkreis finanziert.<br \/>\nIm Schuljahr 2016\/2017 unterst\u00fctzten die Coaches 275 Sch\u00fcler bei Bewerbungen, 99 bei Vorstellungsgespr\u00e4chen, 196 bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle. 244 Sch\u00fcler erhielten einen Praktikumsplatz vermittelt, 484 f\u00fchrten Gespr\u00e4che zur Berufsorientierung. 2379 Sch\u00fcler nahmen an Infoveranstaltungen im Klassenverband teil, 1132 an 43 Workshops und 1726 an 23 Schulveranstaltungen. An 34 Elternabenden wurden 660 Eltern \u00fcber die beruflichen Perspektiven ihrer Kinder informiert. 393 Sch\u00fcler nahmen an 23 Betriebserkundungen teil. Die Arbeitscoaches akquirierten 102 Praktikumspl\u00e4tze neu und pflegten Kontakt zu 425 Betrieben, die bereits Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stellten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Keine Idee, kein Vitamin B, mittelpr\u00e4chtige Noten oder eine Krise beim Erwachsenwerden: Die Phase zwischen dem Ende der Schulzeit und dem Start ins Berufsleben ist f\u00fcr viele junge Menschen ein besonders schwieriger Abschnitt. 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