{"id":171681,"date":"2018-02-15T17:01:33","date_gmt":"2018-02-15T16:01:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=171681"},"modified":"2018-02-15T17:13:14","modified_gmt":"2018-02-15T16:13:14","slug":"autofasten-mit-gewinn-ev-dekanat-alsfeld-sucht-mitmacher-kirchen-laden-auch-in-diesem-jahr-wieder-zum-autofasten-ein-einer-weiss-wie-es-geht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=171681","title":{"rendered":"Autofasten mit Gewinn \u2013 Ev. Dekanat Alsfeld sucht Mitmacher!  Kirchen laden auch in diesem Jahr wieder zum Autofasten ein \u2013 Einer wei\u00df, wie es geht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2-bernbeck.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-171684\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2-bernbeck-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2-bernbeck-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2-bernbeck-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2-bernbeck-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2-bernbeck.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Nachdem die guten Vors\u00e4tze der Neujahrsnacht schon wieder vergessen sind, bietet sich die kommende Fastenzeit geradezu an, \u00fcber alte Gewohnheiten nachzudenken, Verzicht zu \u00fcben und damit vielleicht sogar sich und dem Rest der Welt etwas Gutes zu tun. Fasten kann man inzwischen vieles: Nicht nur Essen und Trinken, Rauchen oder S\u00fc\u00dfigkeiten, sondern auch Handy- oder Computerfasten sind immer wieder ein Thema. Die Evangelischen Landeskirchen und die Katholischen Bist\u00fcmer in Deutschland und Luxemburg rufen in diesem Jahr wieder auf zum Autofasten. Sie laden dazu ein, das Auto zu ersetzen durch Radfahren, Busse und Bahnen oder einfach zu Fu\u00df gehen. Und wenn das Auto nicht zu ersetzen ist, dann: spritsparend zu fahren, E-Fahrzeuge auszuprobieren, Fahrgemeinschaften zu bilden oder das Auto, etwa im Rahmen von Car-Sharing, mit anderen zu teilen. Auch die Ev. Kirche in Hessen und Nassau ist wieder mit dabei.<br \/>\nHintergrund der Idee: Jede und jeder kann dar\u00fcber nachdenken, ob die Entscheidung, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, die wirklich einzige M\u00f6glichkeit ist. Gerade wenn man an die verstopften Stra\u00dfen in den Ballungsgebieten denkt. Die Staul\u00e4nge in Hessen betrug laut ADAC im Jahr 2017 126.000 km. Das entspricht einer L\u00e4nge von drei \u00c4quatorumrundungen. \u00d6ffentliche Verkehrsmittel sind oft bequemer, stressfreier und auch Fahrr\u00e4der k\u00f6nnen mitgenommen werden. Zudem ersparen sie der Atmosph\u00e4re viel Kohlendioxid. Das ist eine gute Sache f\u00fcr das Klima und eine Chance, auch f\u00fcr nachfolgende Generationen eine lebenswerte Umgebung zu bieten. Das Ev. Dekanat Alsfeld schlie\u00dft sich dieser Aktion an und l\u00e4dt auch im Vogelsberg dazu ein, das Auto immer mal stehen zu lassen. Dabei geht es nicht um einen generellen Verzicht auf das Fahren mit dem Auto. Es geht um eine kritische Hinterfragung der Menge, der Art und der Notwendigkeit der einzelnen Autofahrten. Es ist ein Selbstversuch, bei dem auch die Erkenntnis, dass der Verzicht auf das Auto doch immer wieder unm\u00f6glich ist, ein legitimes Resultat ist. Diese Erkenntnis dann zu kommunizieren und &#8211; wo m\u00f6glich &#8211; daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen, dass sich an den Bedingungen, die daf\u00fcr im Einzelfall verantwortlich sind, etwas \u00e4ndert, geh\u00f6rt auch zu der Aktion, mit der der oder die Einzelne vielleicht nicht nur sportlicher wird und Sprit spart, sondern auch noch etwas gewinnen kann: Neben vielen lokalen Verkehrsverb\u00fcnden stellt auch der RMV zehn Wochen- und f\u00fcnf Monats-Tickets f\u00fcr eine Verlosung unter allen Teilnehmenden zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nAnmelden kann man sich unter: www.autofasten.de. Hier gibt es auch weitere Information zu der Aktion.<br \/>\nDas Ev. Dekanat Alsfeld m\u00f6chte gerne \u00fcber die Aktion im Einzugsgebiet berichten. \u201eWir w\u00fcrden uns freuen, wenn sich einige Menschen von der Aktion angesprochen f\u00fchlten und noch mehr, wenn sie ihre Erfahrungen mit uns teilen w\u00fcrden und wir sie auf unserer Website ver\u00f6ffentlichen d\u00fcrften\u201c, l\u00e4dt Traudi Schlitt von Ev. Dekanat Mitmacher ein, sich bei ihr zu melden (schlitt@alsfeld-evangelisch.de).<br \/>\nEiner, den man bei Wind und Wetter auf dem Fahrrad sieht, ist Pfarrer Walter Bernbeck. Er wohnt in Billertshausen und legt seine beruflichen Termine \u2013 sei es eine Beerdigung im Nachbarort oder eine abendliche Versammlung in Lauterbach \u2013 gerne mit dem Fahrrad zur\u00fcck. Und hat dabei ganz erstaunliche Zugewinne:<\/p>\n<p>Pfarrer Bernbeck, man sieht Sie fast nur auf dem Fahrrad und fast nie im Auto. Ist Ihre Liebe zum Sport der Grund daf\u00fcr oder eher doch die pers\u00f6nliche Verantwortung f\u00fcr die Umwelt?<br \/>\nBeides spielt eine Rolle: Ich betreibe das Radfahren nicht als Sport, aber ich bewege mich gerne an der frischen Luft; der Schutz der Natur und m\u00f6glichst wenig Auto ist mir genauso wichtig, es passt also gut zusammen. Entscheidend f\u00fcr mich ist aber, dass ich beim Fahrradfahren Ruhe habe, Eindr\u00fccke aus dem letzten Gespr\u00e4ch zu verarbeiten oder mich in Ruhe auf das, was kommt, zu konzentrieren. Das geht im Auto gar nicht, aber auf dem Fahrrad wie von selbst.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcssen Sie sich zum Radfahren \u00fcberwinden oder macht es Ihnen auch Spa\u00df?<\/strong>Es macht mir vor allem Spa\u00df. Ich muss mich eher zum Autofahren \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><strong>Sind Sie der Meinung, dass es genug Fahrradwege im Vogelsberg gibt und Radfahrer sich entsprechend sicher bewegen k\u00f6nnen?<\/strong>Mir w\u00e4ren mehr stra\u00dfenunabh\u00e4ngige Radwege wichtig. Da ich mich inzwischen auskenne, nutze ich Feld- und Waldwege lieber als einen Teerstreifen neben der Bundesstra\u00dfe. F\u00fcr die Sicherheit m\u00fcsste man vor allem innerhalb der Ortschaften genauer hinschauen, auch die Beschilderung ist noch verbesserungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie eigentlich ein E-Bike?<\/strong>Und was halten Sie davon?Ich fahre eben oft mit dem E-Bike; es hilft bei Strecken \u00fcber 5 km sehr und erweitert den Kreis, der f\u00fcr mich per Fahrrad erreichbar ist; es fordert aber nat\u00fcrlich auch h\u00f6here Konzentration aufs Fahren. Auch f\u00fcr mein zunehmendes Alter ist es sehr angenehm.<\/p>\n<p><strong>Was raten Sie Sch\u00f6nwetter-Radfahrern, um sich zu motivieren, auch mal bei kaltem oder regnerischen Wetter zu fahren? Welche Ausr\u00fcstung halten Sie f\u00fcr unbedingt erforderlich?<\/strong>Es gibt nur wenige Wetterlagen, wo das Radfahren schwierig ist. Wetterfeste Kleidung ist n\u00f6tig, aber ich habe keinerlei besondere Ausr\u00fcstung f\u00fcrs Fahrradfahren au\u00dfer Warnwesten f\u00fcr die dunkle Jahreszeit.<\/p>\n<p><strong>Was ist das Sch\u00f6ne am Radfahren \u2013 neben dem sportlichen und \u00f6kologischen Effekt?<\/strong>Man kommt gut und ausgeruht ans Ziel; es l\u00e4sst sich mit der Bahn kombinieren. Es klingelt kein Telefon, da ich auch kein Handy habe. Ich bin Teil der Natur, verursache keinen Verkehrsl\u00e4rm, brauche keinen Parkplatz, fahre fast \u00fcberall bis vor die T\u00fcr. Ich sehe aus der N\u00e4he, was w\u00e4chst und bl\u00fcht, rieche Jahreszeit und Klima \u2013 es macht Spa\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Nachdem die guten Vors\u00e4tze der Neujahrsnacht schon wieder vergessen sind, bietet sich die kommende Fastenzeit geradezu an, \u00fcber alte Gewohnheiten nachzudenken, Verzicht zu \u00fcben und damit vielleicht sogar sich und dem Rest der Welt etwas Gutes zu tun. 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