{"id":171321,"date":"2018-02-03T14:23:41","date_gmt":"2018-02-03T13:23:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=171321"},"modified":"2018-02-03T14:23:41","modified_gmt":"2018-02-03T13:23:41","slug":"kreis-verzichtet-auf-gebuehren-fuer-trichinenuntersuchung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=171321","title":{"rendered":"Kreis verzichtet auf Geb\u00fchren f\u00fcr Trichinenuntersuchung"},"content":{"rendered":"<p>Der Kreisausschuss des Landkreises Fulda hat in seiner Sitzung am 31. Januar beschlossen, ab sofort und bis zum 31. Dezember dieses Jahres auf die Geb\u00fchr f\u00fcr die Trichinenuntersuchung bei Wildschweinen zu verzichten. Diese amtliche Untersuchung muss nach der T\u00f6tung durchgef\u00fchrt werden, wenn die Tiere f\u00fcr den Verzehr bestimmt sind. Hintergrund ist vor allem der Preisverfall f\u00fcr Wildschweinfleisch wegen des \u00dcberangebots angesichts der Afrikanischen Schweinepest. \u201eDie Geb\u00fchr betr\u00e4gt zwar lediglich 2,87 Euro pro Tier \u00fcber 20 Kilogramm. Doch unser Verzicht soll ein Ansto\u00df daf\u00fcr sein, dass Wildschweine, die geschossen werden, auch in den Verzehr gelangen sollen und nicht beim Abdecker enden\u201c, erl\u00e4utert Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.<br \/>\nHintergrund ist auch die Entscheidung des Hessischen Ministeriums f\u00fcr Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die Schonzeit f\u00fcr Keiler und Bachen f\u00fcr das Jahr 2018 komplett aufzuheben. Urspr\u00fcnglich h\u00e4tte sie ab 1. Februar bis 15. Juni gegolten. Doch um das \u00dcbertragungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest, die sich derzeit in Osteuropa ausbreitet, auf Wild- und Hausschweine in Deutschland zu reduzieren, soll die Wildschweinpopulation durch eine verst\u00e4rkte Bejagung deutlich verkleinert werden. Daher sei zu bef\u00fcrchten, dass durch das wachsende \u00dcberangebot der Preis f\u00fcr Wildschweinfleisch noch weiter sinke und viele der geschossenen Tiere nicht f\u00fcr den Verzehr vermarktet w\u00fcrden, sondern zunehmend beim Abdecker landeten. \u201eDer Geb\u00fchrenverzicht f\u00fcr die Trichinenuntersuchung soll ein Anreiz f\u00fcr die J\u00e4ger sein, die Tiere trotz schlechter Vermarktungssituation zu verwerten\u201c, sagt Schmitt.<\/p>\n<p>Voraussetzung f\u00fcr den Wegfall der Geb\u00fchr f\u00fcr die Trichinenuntersuchung in H\u00f6he von 2,87 Euro ist, dass der Jagdaus\u00fcbungsberechtigte die Probe selbst entnimmt und bei der zust\u00e4ndigen Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde abgibt. Wenn die Probe durch einen amtlichen Tierarzt oder amtlichen Fachassistenten entnommen wird, betr\u00e4gt die Geb\u00fchr daf\u00fcr 12,74 Euro beziehungsweise 7,49 Euro f\u00fcr gewerbliche Betriebe und wird weiterhin erhoben.<\/p>\n<p>Im Jahr 2017 wurden im Landkreis Fulda insgesamt 3076 Wildschweine erlegt, 393 davon wogen weniger als 20 Kilogramm und waren damit ohnehin geb\u00fchrenfrei. 2729 Proben waren von J\u00e4gern selbst entnommen worden. Die Geb\u00fchreneinnahme belief sich im vergangenen Jahr auf 6704,32 Euro.<\/p>\n<p>Die Afrikanische Schweinpest breitet sich derzeit in den Wildschweinbest\u00e4nden Osteuropas (Polen, Baltikum, Moldawien, Rum\u00e4nien und Tschechien) immer weiter aus. Bef\u00fcrchtet wird ein \u00dcbergreifen auf Wildschweine in Deutschland und damit auch auf Hausschweinbest\u00e4nde. Derzeit gibt es keinen Impfstoff.<br \/>\nBejagt werden d\u00fcrfen in Hessen Keiler und Bachen. Muttertiere, die Frischlinge mit sich f\u00fchren, sind weiterhin gesch\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der Kreisausschuss des Landkreises Fulda hat in seiner Sitzung am 31. Januar beschlossen, ab sofort und bis zum 31. Dezember dieses Jahres auf die Geb\u00fchr f\u00fcr die Trichinenuntersuchung bei Wildschweinen zu verzichten. Diese amtliche Untersuchung muss nach der T\u00f6tung durchgef\u00fchrt werden, wenn die Tiere f\u00fcr den Verzehr bestimmt sind. 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