{"id":171094,"date":"2018-01-29T08:35:35","date_gmt":"2018-01-29T07:35:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=171094"},"modified":"2018-01-29T08:35:35","modified_gmt":"2018-01-29T07:35:35","slug":"gewaesserschutzberatung-des-fachdienstes-landwirtschaft-zur-umsetzung-der-eu-wasserrahmenrichtlinie%e2%80%a8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=171094","title":{"rendered":"Gew\u00e4sserschutzberatung des Fachdienstes Landwirtschaft zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie\u00e2\u20ac\u00a8"},"content":{"rendered":"<p>Zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 setzt der Landkreis Fulda unter anderem auf eine grundwasserschutzorientierte landwirtschaftliche Beratung. Damit soll die Nitratbelastung weiter vermindert werden und der gute Zustand der Grund- und Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser erhalten bleiben. Ein Schwerpunkt stellt landschaftsbedingt die Gr\u00fcnlandbewirtschaftung dar.<br \/>\n Nitrat entsteht in der Regel durch den Einsatz organischer und mineralischer D\u00fcngemittel in der Landwirtschaft, die zur Ern\u00e4hrung der Kulturpflanzen mit Stickstoff dienen. Neben den Bewirtschaftungsma\u00dfnahmen der Landwirte wirken sich Faktoren wie Witterung, Wachstum der Pflanzen, aber auch Pflanzenkrankheiten und Sch\u00e4dlinge sowie grunds\u00e4tzlich die spezifischen Bodeneigenschaften auf die Nitratgehalte von Boden und Wasser aus. Landwirte k\u00f6nnen die Stickstoffdynamik mit ihren Ma\u00dfnahmen zwar beeinflussen, aber im eigentlichen Sinn nicht steuern. <\/p>\n<p>Um Landwirten in der Region noch mehr Kenntnisse \u00fcber diese Dynamik zu vermitteln und die Wasserrahmenrichtlinie zu erf\u00fcllen, wurde vor mehr als 15 Jahren eine grundwasserschutzorientierte, landwirtschaftliche Beratung im Ma\u00dfnahmenraum Ebersburg-Eichenzell-Gersfeld-Poppenhausen ins Leben gerufen, die gesetzliche Bestimmungen wie D\u00fcngegesetz und D\u00fcngeverordnung praxisnah erg\u00e4nzt. Das Konzept beruht auf einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen den Landwirten, dem Landkreis Fulda als Ma\u00dfnahmentr\u00e4ger und dem Ingenieurb\u00fcro Schnittstelle Boden.<\/p>\n<p>Im Untersuchungsgebiet werden Daten zu Umweltparametern wie Niederschlag und Temperatur, aber auch zu Boden- und Pflanzenwerten wie Chlorophyllgehalte in Pflanzen und Reststickstoffgehalte im Boden gesammelt, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Landwirtschaft abzuleiten. Zudem \u00fcbermitteln ausgew\u00e4hlte Leitbetriebe ihre kompletten D\u00fcnge- und Produktdaten an das Ingenieurb\u00fcro, das daraus genaue, auf die Region bezogene Vorhersagen und Empfehlungen f\u00fcr eine grundwasserschonende Landbewirtschaftung anderer landwirtschaftlicher Betriebe ableitet. <\/p>\n<p>Das Projekt zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft gut funktionieren kann. Nach Angaben des beratenden Ingenieurb\u00fcros ist schon jetzt festzustellen, dass die N\u00e4hrstoff-Bilanzsalden der Betriebe und die Reststickstoffgehalte der im Herbst beprobten B\u00f6den sinken, was sich langfristig auch auf das Grundwasser auswirken wird. N\u00e4here Informationen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Ma\u00dfnahmenraum Ebersburg-Eichenzell-Gersfeld-Poppenhausen unter www.schnittstelle-boden-wrrl-hessen.de\/mr_rhoen.html.<\/p>\n<p>Infoabend<br \/>\nIm Ma\u00dfnahmenraum nimmt landschaftsbedingt das Gr\u00fcnland einen besonderen Stellenwert ein. Aus diesem Grund fand im Sp\u00e4therbst in Steinwand ein Informationsabend speziell zur Gr\u00fcnlandbewirtschaftung statt. Die Fachvortr\u00e4ge \u00fcber die Anforderungen der neuen D\u00fcngeverordnung und die Einsparung mineralischer Stickstoffd\u00fcnger trafen bei den Landwirten auf gro\u00dfes Interesse. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 setzt der Landkreis Fulda unter anderem auf eine grundwasserschutzorientierte landwirtschaftliche Beratung. Damit soll die Nitratbelastung weiter vermindert werden und der gute Zustand der Grund- und Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser erhalten bleiben. Ein Schwerpunkt stellt landschaftsbedingt die Gr\u00fcnlandbewirtschaftung dar. 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