{"id":170939,"date":"2018-01-18T07:35:16","date_gmt":"2018-01-18T06:35:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=170939"},"modified":"2018-01-18T07:35:16","modified_gmt":"2018-01-18T06:35:16","slug":"der-erste-mensch-buehnenmonolog-nach-albert-camus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=170939","title":{"rendered":"Der erste Mensch &#8211; B\u00fchnenmonolog nach Albert Camus"},"content":{"rendered":"<p>Vom Analphabeten zum Nobelpreistr\u00e4ger: Albert Camus hat mit Der erste Mensch ein Werk geschaffen, das zeigt, dass mit Mut, Kraft und Bildung nahezu alles m\u00f6glich sein kann. Der bekannte Schauspieler Joachim Kr\u00c3\u00b3l pr\u00e4sentiert am 23.01.2018 um 20:00 Uhr den ergreifenden und mitrei\u00dfenden B\u00fchnenmonolog, der musikalisch vom Orchestre du Soleil abgerundet wird. In Kooperation mit dem Bundesministerium f\u00fcr Bildung dreht sich die Produktion um die zentrale Bedeutung von Bildung und macht darauf aufmerksam, dass die Problematik des Analphabetismus noch immer brandaktuell ist. <\/p>\n<p>Die Schule ein Ort, der einem den Blick auf das Leben \u00f6ffnet? Ein junger Sch\u00fcler, f\u00fcr den das Lernen ein wildes Abenteuer ist, bei dem ihm t\u00e4glich neue Welten erschlossen werden? Der kleine Albert Camus hat das so erlebt. Moderne Bildungspolitiker und P\u00e4dagogen m\u00fcssen sich irritiert die Augen reiben, wenn sie seine Geschichte h\u00f6ren. In einem sensationellen  erz\u00e4hlerischen Parforceritt entf\u00fchrt Joachim Kr\u00c3\u00b3l sein Publikum in dieser emotionalen Theaterproduktion als Ich-Erz\u00e4hler  in eine Welt voller Armut, Lebensfreude und \u201enat\u00fcrlicher Sch\u00f6nheit\u201c. Die Musik des \u201eOrchestre du Soleil\u201c liefert den mitrei\u00dfenden Soundtrack zu diesem hochaktuellen St\u00fcck \u00fcber das \u201eAbenteuer Bildung\u201c.  <\/p>\n<p>Es ist die Kindheits-Geschichte des Literaturnobelpreistr\u00e4gers Albert Camus. In dessen autobiografischem Roman \u201eDer erste Mensch\u201c begibt sich der Protagonist auf die Suche nach seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist und den er nie kennengelernt hat. Damit beginnt f\u00fcr den Erz\u00e4hler eine Reise zur\u00fcck in seine Kindheit. Er kehrt heim in die Hitze Algiers, in die Armut und die Unschuld.<br \/>\nEr l\u00e4sst seine Kindheit Revue passieren, beschreibt \u2013 so humorvoll wie ber\u00fchrend und in einer Sprache von poetischer Sch\u00f6nheit \u2013 die freie Schwerelosigkeit am Strand, in der Sonne, im Meer. Er erinnert sich an die Rebhuhn-Jagd in der W\u00fcste, zu der er mit seinem Onkel oft am fr\u00fchen Morgen aufbricht \u2013 und vor allem: an das Abenteuer Schule, das ihm eine v\u00f6llig neue Welt er\u00f6ffnet. Er erz\u00e4hlt von seiner schweigsamen Mutter im Armenviertel Algiers und der dominanten Gro\u00dfmutter, die nur durch die Unterst\u00fctzung seines Volksschul-Lehrers davon \u00fcberzeugt werden kann, dass der Junge ins Gymnasium geh\u00f6rt. Dort, \u201egeworfen in eine unbekannte Welt\u201c, der \u201eunschuldigen Welt entrissen\u201c, begreift er, \u201edass ich alles, was ich wollte, erreichen w\u00fcrde, und dass nichts, was von dieser Welt ist, mir jemals unm\u00f6glich sein w\u00fcrde\u201c. <\/p>\n<p>Albert Camus\u00e2\u20ac\u02dc Geschichte, in der ein Mann in einer Familie von Analphabeten aufw\u00e4chst und am Ende mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wird, regt zum Nachdenken an und ist nach wie vor absolut aktuell: Mehr als jeder zehnte Berufst\u00e4tige in Deutschland kann nicht richtig lesen und schreiben. Auch wenn es kaum zu glauben ist, gelten in Deutschland etwa 7,5 Millionen Menschen als sogenannte funktionale Analphabeten. Das hei\u00dft, dass sie zwar Buchstaben, W\u00f6rter und einzelne S\u00e4tze lesen und schreiben, aber kaum einen l\u00e4ngeren zusammenh\u00e4ngenden Text verstehen k\u00f6nnen. Das Bundesbildungsministerium hat aus diesem Anlass die \u201eNationale Dekade f\u00fcr Alphabetisierung und Grundbildung (2016 \u2013 2026)\u201c ins Leben gerufen und f\u00f6rdert innovative Projekte, die auf diese Thematik aufmerksam machen. <\/p>\n<p>Tickets sind erh\u00e4ltlich im Theaterb\u00fcro, Schlossstr. 5, Telefon: 0661 102-1483. Online-Buchungen k\u00f6nnen unter www.eventim.de vorgenommen werden. <\/p>\n<p>Schlosstheater Fulda<br \/>\n23. Januar 2018, 20:00 Uhr<\/p>\n<p>Spieldauer: ca. 2 Stunden inkl. Pause<br \/>\nTickets: 9 \u2013 24 \u00e2\u201a\u00ac<\/p>\n<p>Der erste Mensch<br \/>\nB\u00fchnenmonolog nach Albert Camus<\/p>\n<p>Rezitation \tJoachim Kr\u00c3\u00b3l<\/p>\n<p>Musik\tl&#8217;Orchestre du Soleil<br \/>\nKost\u00fcme &#038; B\u00fchnenbild,<br \/>\nTextbearbeitung,<br \/>\nProduktion, Inszenierung  \tMartin M\u00fchleis<br \/>\nLichtdesign\tBirte Horst<br \/>\nKomposition\tChristoph Dangelmaier <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vom Analphabeten zum Nobelpreistr\u00e4ger: Albert Camus hat mit Der erste Mensch ein Werk geschaffen, das zeigt, dass mit Mut, Kraft und Bildung nahezu alles m\u00f6glich sein kann. Der bekannte Schauspieler Joachim Kr\u00c3\u00b3l pr\u00e4sentiert am 23.01.2018 um 20:00 Uhr den ergreifenden und mitrei\u00dfenden B\u00fchnenmonolog, der musikalisch vom Orchestre du Soleil abgerundet wird. 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