{"id":170680,"date":"2018-01-05T09:32:24","date_gmt":"2018-01-05T08:32:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=170680"},"modified":"2018-01-05T09:32:24","modified_gmt":"2018-01-05T08:32:24","slug":"freiwilligendienste-sind-angesagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=170680","title":{"rendered":"Freiwilligendienste sind angesagt"},"content":{"rendered":"<p>In seiner langj\u00e4hrigen Erfahrung hat der BDKJ Fulda als Tr\u00e4ger des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Bistum Fulda, und seit 2011 in Kooperation mit dem Caritasverband f\u00fcr die Di\u00f6zese Fulda als Tr\u00e4ger des Bundesfreiwilligendienstes (BFD), die Freiwilligendienste mitgestaltet und weiterentwickelt. Die stetig steigende Zahl an Freiwilligen zeigt, dass Freiwilligendienste kein \u201eAuslaufmodell\u201c sind, sondern gefragter denn je.<\/p>\n<p>Ein Freiwilligendienst ist ein in freiwilliger Selbstverpflichtung eingegangener Dienst f\u00fcr die Gesellschaft, welcher Solidarit\u00e4t lebendig gestaltet. Freiwillige \u00fcbernehmen durch ihr Engagement Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erf\u00fcllung gesellschaftlicher Aufgaben.<\/p>\n<p>Ein Freiwilligendienst bietet die M\u00f6glichkeit wichtige soziale Kompetenzen zu erwerben und sich pers\u00f6nlich und beruflich zu orientieren. Neben der praktischen T\u00e4tigkeit in den Einsatzstellen werden die Freiwilligen von den Referentinnen p\u00e4dagogisch begleitet. Die insgesamt f\u00fcnf Seminarwochen verleihen dem Freiwilligendienst einen besonderen Bildungscharakter.<\/p>\n<p>Die Basis, um Bildung im Freiwilligendienst zu erm\u00f6glichen, ist ein Bildungsansatz, der auf Partizipation beruht und sich an den Interessen und Bed\u00fcrfnissen der Freiwilligen orientiert.<\/p>\n<p>Im August\/September 2017 starteten 130 Freiwillige ihren Freiwilligendienst im Bistum Fulda.<br \/>\nDie Bandbreite der Einsatzfelder im Freiwilligendienst reicht dabei von Krippen und Kindertagesst\u00e4tten \u00fcber Schulen, Bildungsst\u00e4tten und Jugendhilfeeinrichtungen bis zu Seniorenheimen, Krankenh\u00e4usern, Behinderteneinrichtungen und Pfarrgemeinden.<\/p>\n<p>Jonas Bericht<\/p>\n<p>\u201eMeinen Bundesfreiwilligendienst absolviere ich bei der Caritas in einer Tagesbetreuung f\u00fcr Menschen mit k\u00f6rperlicher und geistiger Behinderung.<\/p>\n<p>Ich habe mich auf einen Freiwilligendienst beworben, da ich Zweifel hatte, welcher Beruf wirklich zu mir passt. Mein Arbeitscoach in der Schule, hat mir daraufhin vorgeschlagen, doch erstmal einen Freiwilligendienst zu machen, um auszuprobieren, ob denn nicht vielleicht die soziale Richtung zu mir passen w\u00fcrde. Da auch mein Bruder einen Freiwilligendienst absolvierte und dies mir auch empfohlen hat, habe ich mich dar\u00fcber informiert. Ich habe mich dazu entschieden, weil mir der Freiwilligendienst die M\u00f6glichkeit bietet, zu lernen mit besonderen Situationen umzugehen, unheimlich viel f\u00fcrs Leben mitzunehmen und dadurch menschlich zu reifen.<\/p>\n<p>Meine Hauptaufgaben sind die Betreuung und Pflege, das hei\u00dft beispielsweise ich belege Brote, spiele mit den Menschen, die betreut werden, lese die Zeitung vor und unterst\u00fctze bei Toiletteng\u00e4ngen. Au\u00dferdem gehe ich mit den Menschen spazieren, helfe beim Einkaufen und begleite die Gruppe auf Ausfl\u00fcgen. Oft gehen wir in Caf\u00e9s, trinken dort Kaffee und essen Kuchen, letztens aber machten wir zum Beispiel einen Ausflug zum Fr\u00fcchteteppich in Eichenzell.<br \/>\nEs macht mir sehr viel Spa\u00df, weil ich die Chance bekomme, die Leute n\u00e4her kennen zu lernen. Sie schenken mir ein Vertrauen, dass ich gar nicht beschreiben kann. Am Anfang wollte sich eine der zu Betreuenden gar nicht von mir helfen lassen, jetzt fragt sie t\u00e4glich nach mir. Es macht mir Spa\u00df, den Menschen helfen zu k\u00f6nnen, am Leben teilzuhaben, besonders, wenn ich daf\u00fcr ein strahlendes L\u00e4cheln von ihnen erhalte.<\/p>\n<p>Die Bildungsseminare machen mir viel Spa\u00df und unterst\u00fctzen im Gro\u00dfen, das, was ich mit dem Begriff &#8220;reifen&#8221; verbinde.<br \/>\nAuf den Seminaren kann man viel lernen. Vor allem kommen teilweise auch Themen auf den Tisch, die man so im Alltag nicht behandelt oder freiwillig behandeln w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Des Weiteren kann man sich nat\u00fcrlich jeder Zeit beim Seminar beteiligen und z.B. einen Abendimpuls oder Morgenimpuls gestalten. Au\u00dferdem kann man sich w\u00e4hrend jeder Gruppenarbeit in der Gruppe mit einbringen und die Arbeit in der Gruppe so vorantreiben.<\/p>\n<p>Ein ganz wichtiger Aspekt f\u00fcr die Seminare sind f\u00fcr mich die anderen Seminarteilnehmer*innen. Es ist sch\u00f6n mal raus zu kommen und mal komplett fremde Menschen kennen zu lernen. <\/p>\n<p>Am Anfang hatte ich meine Zweifel, ob mir der Freiwilligendienst wirklich Spa\u00df machen w\u00fcrde. An den zwei Tagen, an denen ich in der Tagesbetreuung hospitiert habe, schien es mir, als ginge alles drunter und dr\u00fcber und sei sehr chaotisch. Dadurch war ich erstmal sehr skeptisch. Meine Sicht darauf hat sich jedoch um 180 Grad gedreht. Morgens f\u00e4llt es mir nicht mehr schwer fr\u00fch aufzustehen und an die Arbeit zu gehen, da ich mich so sehr auf die Tagesbetreuung freue.\u201c<br \/>\nWer sich f\u00fcr einen Freiwilligendienst interessiert, kann sich gerne bewerben. Der n\u00e4chste Einstiegstermin ist im Fr\u00fchjahr 2018. Mehr Infos gibt es unter www.freiwilligendienste-bistum-fulda.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>In seiner langj\u00e4hrigen Erfahrung hat der BDKJ Fulda als Tr\u00e4ger des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Bistum Fulda, und seit 2011 in Kooperation mit dem Caritasverband f\u00fcr die Di\u00f6zese Fulda als Tr\u00e4ger des Bundesfreiwilligendienstes (BFD), die Freiwilligendienste mitgestaltet und weiterentwickelt. 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