{"id":170259,"date":"2017-12-12T19:39:29","date_gmt":"2017-12-12T18:39:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=170259"},"modified":"2017-12-12T19:39:29","modified_gmt":"2017-12-12T18:39:29","slug":"verbraucherzentralen-testen-vegetarische-und-vegane-ersatzprodukte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=170259","title":{"rendered":"Verbraucherzentralen testen vegetarische und vegane Ersatzprodukte"},"content":{"rendered":"<p>Getreidebratling, Lupinen-Bratwurst oder Soja-Eis \u2013 vegetarische und vegane Ersatzprodukte haben die Regale deutscher Superm\u00e4rkte erobert. Doch wie steht es um die Kennzeichnung und den Gesundheitswert dieser Produkte? Diesen Fragen gingen die Verbraucherzentralen in einem bundesweiten Marktcheck nach. Insgesamt untersuchten sie 50 Fleisch-, 51 Wurstersatzprodukte und 26 Alternativen f\u00fcr Milchprodukte. Das Ergebnis: Die Kennzeichnung ist oft mangelhaft. Auch der von vielen Verbrauchern erwartete Gesundheitswert im Vergleich zum tierischen Original wird l\u00e4ngst nicht von allen Produkten erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>KENNZEICHNUNG MANGELHAFT<br \/>\nDer Produktname weist nur etwa die H\u00e4lfte der getesteten Lebensmittel als \u201evegetarisch\u201c oder \u201evegan\u201c aus. Stattdessen verwenden die Herstelle verschiedene, nicht gesetzlich definierte Begriffe wie \u201eveggie\u201c, \u201epflanzlich\u201c oder \u201e100 % pflanzlich\u201c. Weitere M\u00e4ngel: Ein Hinweis, welche Lebensmittel das Fleisch- oder Milcheiwei\u00df ersetzen \u2013 etwa Soja, Weizen, Gem\u00fcse oder Eier \u2013 steht nur bei einem Drittel der Produkte vorne auf der Verpackung.<\/p>\n<p>SIEGEL BIETEN KAUM ORIENTIERUNG<br \/>\n31 der 127 getesteten Produkte tragen das Siegel \u201evegetarisch\u201c- und 47 das Siegel \u201evegan\u201c des ProVeg (ehemals VEBU \u2013 Vegetarierbund Deutschland). Mit der \u201eVegan-Blume\u201c der Vegan Society sind 20 Produkte gelabelt. Hinzu kommen mehr als 15 verschiedene, herstellereigene Label-Kreationen. \u201eDie Vielzahl von Labeln mit den Verbrauchern meist unbekannten Kriterien verwirrt anstatt Sicherheit beim Einkauf zu bieten\u201c, so Wiebke Franz, Ern\u00e4hrungsexpertin der Verbraucherzentrale Hessen. Die Auslobung eines Lebensmittels als \u201evegan\u201c oder \u201evegetarisch\u201c ist bisher rechtlich nicht geregelt. Eine gesetzliche Definition dieser Begriffe k\u00f6nnte Verbrauchern mehr Klarheit und eine leichtere Orientierung bieten\u201c, sagt Franz.<\/p>\n<p>GESUNDHEITSWERT TEILWEISE FRAGW\u00dcRDIG<\/p>\n<p>Etwa 40 Prozent der Verbraucher erwarten, dass Ersatzprodukte eine ges\u00fcndere Alternative sind. Tats\u00e4chlich sind die Ersatzprodukte f\u00fcr Wurst und Fleisch zwar durchschnittlich kalorien\u00e4rmer und enthalten weniger ges\u00e4ttigte Fette als die Originalprodukte. In 80 Prozent der untersuchten pflanzlichen Alternativen steckt jedoch zu viel Salz. Sie sind daher nicht empfehlenswert. Hinzu kommt, dass manche Ersatzprodukte bis zu acht Zusatzstoffe enthalten. Manche beinhalten sogar mehr als das zum Vergleich herangezogene Originalprodukt, andere weniger. \u201eVerbraucher sollten daher genau hinschauen und jedes Produkt anhand der Zutatenliste bewerten\u201c, r\u00e4t Franz.<\/p>\n<p>HINTERGRUND<br \/>\nDetaillierte Ergebnisse des Marktchecks im Untersuchungsbericht.<br \/>\nLaut einer Umfrage der Verbraucherzentralen aus dem M\u00e4rz 2017 haben rund 90 Prozent der 6.000 Teilnehmer Ersatzprodukte f\u00fcr Fleisch, Wurst und Milcherzeugnisse schon einmal probiert. Als Beweggr\u00fcnde f\u00fcr den Kauf stehen Tierschutz, ethische und gesundheitliche Aspekte an erster Stelle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Getreidebratling, Lupinen-Bratwurst oder Soja-Eis \u2013 vegetarische und vegane Ersatzprodukte haben die Regale deutscher Superm\u00e4rkte erobert. Doch wie steht es um die Kennzeichnung und den Gesundheitswert dieser Produkte? Diesen Fragen gingen die Verbraucherzentralen in einem bundesweiten Marktcheck nach. Insgesamt untersuchten sie 50 Fleisch-, 51 Wurstersatzprodukte und 26 Alternativen f\u00fcr Milchprodukte. 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