{"id":170193,"date":"2017-12-12T10:12:15","date_gmt":"2017-12-12T09:12:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=170193"},"modified":"2017-12-12T10:12:15","modified_gmt":"2017-12-12T09:12:15","slug":"auszubildende-aus-chasseneuil-an-der-eduard-stieler-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=170193","title":{"rendered":"Auszubildende aus Chasseneuil an der Eduard-Stieler-Schule"},"content":{"rendered":"<p>Am Montag, den 20. November konnte der Schulleiter der Eduard-Stieler-Schule, J\u00f6rg Demuth, gemeinsam mit der f\u00fcr die schulische Ausbildung im Friseurhandwerk zust\u00e4ndigen Abteilungsleiterin Anke Bischof eine Gruppe franz\u00f6sischer Friseur-Auszubildender begr\u00fc\u00dfen. Die acht jungen Frauen blieben f\u00fcr insgesamt drei Wochen in Fulda und wurden von drei Lehrerinnen begleitet, die jeweils eine Woche vor Ort blieben. Au\u00dferdem blieb eine Sprachlehrerin f\u00fcr eine Woche in Fulda, um mit den acht Franz\u00f6sinnen und ihren acht Fuldaer Austausch-Partnerinnen einen Tandem-Sprachkurs von 20 Zeitstunden durchzuf\u00fchren, wobei die jungen Frauen elementares Wissen in der jeweils anderen Sprache spielerisch, aber in beeindruckender Progression vermittelt bekamen. Dabei wurde immer wieder darauf geachtet, dass sich keine deutschen oder franz\u00f6sischen Gruppen bildeten, sondern, dass man sich auf die jeweilige Austauschpartnerin fokussierte. An den Wochenenden wohnten die G\u00e4ste auch bei ihren Austauschfamilien, w\u00e4hrend der Woche in der Jugendherberge. Eine deutsch-franz\u00f6sische Sprachbegleiterin stand den jungen Leuten w\u00e4hrend der gesamten drei Wochen zur Seite. Sie hat sich um die Organisation der Besuche in den Betrieben gek\u00fcmmert, die Tagesabl\u00e4ufe mit den M\u00e4dchen besprochen und viele Probleme gemanagt.<\/p>\n<p>Unter dem Aspekt des europ\u00e4ischen Gedankens wurde dar\u00fcber hinaus noch ein soziokulturelles Programm geboten, welches unter anderem aus einer F\u00fchrung durch Fuldas Altstadt, einem Besuch der Gedenkst\u00e4tte Point Alpha, einer Rh\u00f6n-Wanderung und einem Besuch der Enzian-H\u00fctte bestand. In der zweiten und dritten Woche befanden sich die jungen Frauen in der Berufsschule und in den jeweiligen Betrieben.  Freizeit-Anteile waren ebenfalls eingeplant. Besonders beeindruckend war f\u00fcr die vom Atlantik-Klima verw\u00f6hnten G\u00e4ste das schneereiche erste Dezember-Wochenende.<br \/>\nDie Initiative f\u00fcr das Austausch-Programm ging von Studienrat Joachim Jost aus, der bereits \u00fcber langj\u00e4hrige Erfahrungen im franz\u00f6sischsprachigen Ausland verf\u00fcgt. Gemeinsam mit Abteilungsleiterin Anke Bischof stellte man einen Antrag beim Deutsch-Franz\u00f6sischen Sekretariat f\u00fcr den Austausch in der beruflichen Bildung, welches dieses Programm finanziell f\u00f6rderte. Jost stellte sich dabei auch immer wieder als Dolmetscher und Begleiter der Gruppe zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Aus Fulda nehmen die Friseur-Auszubildenden Lea Krattner und Leonie D\u00fccker (Haare und Sch\u00f6nheit), Michelle Schellenberg und Esther Ebama Mumba (Weber &#038; Weber), Leonie Schepp (Frisurenstudio Horas), Lena Schleicher (Haargalerie), Magdalena Stolz (C &#038; C Cutting Crew) sowie Saskia Speicher (Salon di Lorenzi) an dem Austauschprogramm teil. Ein besonderer Dank gilt den genannten Betrieben daf\u00fcr, dass sie ihren Auszubildenden nicht nur die M\u00f6glichkeit gegeben haben, an dem Programm teilzunehmen, sondern auch f\u00fcr praktische Hilfsbereitschaft der jeweiligen Salon-Betreiber, beispielsweise bei Fahrdiensten. Im beruflichen Unterricht und auch bei den Ausfl\u00fcgen wurden die deutschen und franz\u00f6sischen Auszubildenden von Oberstudienr\u00e4tin Anne Dore Staubach-Pfeifer, Fachlehrerin Judith Kremer und Studienrat Ronald Gustke betreut.<\/p>\n<p>Sowohl f\u00fcr die Lehrerinnen als auch f\u00fcr die Auszubildenden interessant ist die unterschiedliche Art der Ausbildung. So erfahren franz\u00f6sische Friseure eine zweij\u00e4hrige vollschulische Ausbildung mit Praktikums-Anteilen, wohingegen eine dreij\u00e4hrige Ausbildung im deutschen Friseur-Handwerk dual aufgebaut ist, das hei\u00dft mit betrieblichen und schulischen Anteilen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die angehenden jungen Friseurinnen war der erste Teil des Austausches eine wunderbare Erfahrung, konnten sie doch ihren Horizont erweitern, nette Kontakte kn\u00fcpfen und neue Impulse f\u00fcr ihre Arbeit bekommen, aber auch eine einmalige Chance erhalten, sich pers\u00f6nlich weiter zu entwickeln. Am vergangenen Freitag hie\u00df es nun \u201eAuf Wiedersehen\u201c zu sagen. Das tat man bei einem gem\u00fctlichen Abendessen im Restaurant pura vida und Schulleiter J\u00f6rg Demuth res\u00fcmierte die vergangenen drei Wochen. Um die gesammelten Eindr\u00fccke zu vertiefen, wird die deutsche Gruppe der Eduard-Stieler-Schule im M\u00e4rz 2018 f\u00fcr drei Wochen zum Gegenbesuch nach Chasseneuil fahren, um das franz\u00f6sische Ausbildungssystem und die franz\u00f6sische Lebensart kennenzulernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Am Montag, den 20. November konnte der Schulleiter der Eduard-Stieler-Schule, J\u00f6rg Demuth, gemeinsam mit der f\u00fcr die schulische Ausbildung im Friseurhandwerk zust\u00e4ndigen Abteilungsleiterin Anke Bischof eine Gruppe franz\u00f6sischer Friseur-Auszubildender begr\u00fc\u00dfen. 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