{"id":169955,"date":"2017-12-04T07:57:16","date_gmt":"2017-12-04T06:57:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=169955"},"modified":"2017-12-04T07:57:16","modified_gmt":"2017-12-04T06:57:16","slug":"6-gemeinden-auf-dem-weg-zu-einem-zukunftsfaehigen-lebensraumkonzept","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=169955","title":{"rendered":"6 Gemeinden auf dem Weg zu einem zukunftsf\u00e4higen Lebensraumkonzept"},"content":{"rendered":"<p>Die Hochrh\u00f6n-Gemeinden Ehrenberg, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Poppenhausen und Tann nehmen aus Anlass ihrer im kommenden Jahr 10j\u00e4hrigen Kooperation als Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) ihre touristische Zukunft noch konsequenter in die eigene Hand. Im ersten Halbjahr 2018 ist zur Wahrnehmung gemeinsamer Vertriebs- und Marketingaufgaben die Gr\u00fcndung einer GmbH geplant. <\/p>\n<p>\u201eDie Rh\u00f6ner GmbH\u201c (vorl\u00e4ufiger Arbeitstitel) wird alle f\u00fcr den Marktauftritt, f\u00fcr den Vertrieb buchbarer Produkte und f\u00fcr gemeinsame tourismuspolitische Strategien notwendigen Aufgaben einer\/einem neuen Manager \/in \u00fcbertragen und damit eine zentrale Kommunikationsstruktur aufstellen. Mit dieser erweiterten Organisationsstruktur ziehen die sechs Tourismusgemeinden die Konsequenz aus der Tatsache, dass es endlich Fortschritte beim Aufbau einer funktionsf\u00e4higen Tourismusstruktur auf der Ebene der sechs Gemeinden und ihres sehr speziellen Lebensraums bedarf. Es wird aber auch anerkannt, dass seit nunmehr 25 Jahren Anstrengungen unternommen werden, um eine funktionsf\u00e4hige Tourismus-Struktur auf der Ebene der drei Bundesl\u00e4nder Bayern, Hessen und Th\u00fcringens aufzubauen. <\/p>\n<p>Die sechs Rh\u00f6ner Tourismusgemeinden wenden sich damit nicht von der Marke Rh\u00f6n und einem umfassenden Vermarktungspotenzial dieses einzigartigen Naturraums in den drei Bundesl\u00e4ndern ab. Sie wollen aber nicht mehr warten, bis es auf dieser schwierigen Ebene tats\u00e4chlich zu funktionsf\u00e4higen und an den Erfordernissen der Rh\u00f6ner Bev\u00f6lkerung, ihrer G\u00e4ste und zeitgem\u00e4\u00dfen Markterfordernissen orientierten L\u00f6sung kommt.<br \/>\nUm der Weiterentwicklung der gesamten Rh\u00f6n einen kr\u00e4ftigen Impuls zu verleihen, werden Ehrenberg, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Poppenhausen und Tann mit der neuen GmbH eine f\u00fcr sie \u00fcberf\u00e4llige und ihren Interessen angemessene Zwischenl\u00f6sung etablieren. <\/p>\n<p>Damit wird weder die weitere Zusammenarbeit mit der ja nach wie vor bestehenden \u201eRh\u00f6n GmbH\u201c als Instrument der drei Bundesl\u00e4nder in Frage gestellt, noch einer sp\u00e4teren voll inhaltlichen Wiedereingliederung in deren Kommunikationsprozess der Weg verbaut. Die sechs Gemeinden k\u00f6nnen es aber nicht weiter verantworten, dass die Marktposition des Tourismus in der Rh\u00f6n durch schwierige Kommunikations- und Marketingstrukturen nicht bestm\u00f6glich genutzt wird und dadurch die gew\u00fcnschte Weiterentwicklung gehemmt ist.<\/p>\n<p>Es wird auch aus Anlass des bevorstehenden Jubil\u00e4umsjahrs f\u00fcr diesen Teilbereich der Rh\u00f6n ein zukunftsweisendes Lebensraumkonzept aufgestellt. Die sechs B\u00fcrgermeister sehen eine zukunftsf\u00e4hige Herausforderung f\u00fcr ihre Gemeinden darin, das eine Ausrichtung auf wettbewerbsf\u00e4hige regionale Infrastrukturen die Lebensqualit\u00e4t der hier lebenden Menschen einerseits sichert und den G\u00e4sten eine von hoher Alleinstellung gepr\u00e4gte Aufenthaltsqualit\u00e4t andererseits bietet. Mit dieser Win-Win-Situation f\u00fcr Einheimische und G\u00e4ste soll auch deutlich werden, dass es gerade der Tourismus mit seinen Arbeitspl\u00e4tzen in der Rh\u00f6n ist, der hier viele Arbeits- und Ausbildungspl\u00e4tze sichert. Und dies ist zudem eine der wenigen Branchen, die ihren Standort nicht beliebig verlagern kann. Tourismus findet nur vor Ort statt und tr\u00e4gt damit zu einer unverzichtbaren regionalen Wertsch\u00f6pfung als \u00f6konomische Leitbranche der Region bei.<br \/>\nNeben der Etablierung eines Managements f\u00fcr die neue GmbH mit der \u00dcbernahme von Aufgaben, die auf der interkommunalen Ebene besser koordiniert und umgesetzt werden k\u00f6nnen, werden die sechs \u00f6rtlichen Tourismus-Informationsb\u00fcros nicht entbehrlich. Es werden sich aber die Aufgabenbereiche ver\u00e4ndern. Dabei k\u00f6nnen sich die sechs Tourist-Infos vor Ort k\u00fcnftig sehr viel st\u00e4rker der Entwicklung buchbarer Angebote, der Qualit\u00e4ts-Entwicklung und -Sicherung bei den Leistungstr\u00e4gern und den heimischen Veranstaltungsangeboten widmen. Die Beratung vor Ort soll k\u00fcnftig auch deutlich st\u00e4rker als ein Dienstleistungsangebot f\u00fcr die Rh\u00f6ner Bev\u00f6lkerung in das Bewusstsein gehoben und entsprechend kommuniziert werden. <\/p>\n<p>Denn alle f\u00fcr Touristen zur Verf\u00fcgung stehenden Angebote, Infrastrukturen und Veranstaltungen sind gleicherma\u00dfen wichtige Bausteine der lokalen und regionalen Lebensqualit\u00e4t.<br \/>\nDie Finanzierung der neuen Infrastruktur sowie der mit ihr verbundenen weiteren Aktivit\u00e4ten wird \u00fcber eine Tourismus-Abgabe oder eine sog. Bettensteuer erfolgen, die vom Gast zu entrichten ist. Hier werden zwischen 250.000 und 400.000 EUR an Einnahmen erwartet, die f\u00fcr diesen Zweck zur Verf\u00fcgung stehen sollen.<br \/>\nGegebenenfalls sind auch die \u00dcbernahme und der Betrieb einer zentral und prominent auf Hessens h\u00f6chstem Berg gelegenen Tourist-Information vorstellbar.<\/p>\n<p>Es ist den B\u00fcrgermeistern als politische Mandatstr\u00e4gern und den Mitarbeitern\/innen in den Tourist-Infos als Fachleuten klar, dass sich diese potenziellen Einnahmen nur dann auch in vollem Umfang erschlie\u00dfen lassen, wenn es dazu entsprechende Attraktionen f\u00fcr tats\u00e4chlich gemeldete G\u00e4ste geben wird. Daher ist die Einf\u00fchrung einer entsprechenden Dienstleistungs-Card vorgesehen, die sehr attraktive Vorteile f\u00fcr G\u00e4ste bietet und die sich aber in ihrer Nutzung an die Rh\u00f6ner Bev\u00f6lkerung richten soll, die von diesen Vorz\u00fcgen in gleicher Weise profitieren m\u00fcssen.<br \/>\nIn diesem Sinne stehen den Verantwortlichen in den sechs Gemeinden noch einige sehr arbeitsaufwendige Wochen bevor, um all diese Baustellen abzuarbeiten. Daf\u00fcr winkt aber die lange ersehnte Perspektive, endlich ein Handlungsinstrument verf\u00fcgbar zu haben, mit dem die sehr hohe Qualit\u00e4t der Rh\u00f6n auch umfassend kommuniziert und entsprechend genutzt werden kann.\u00e2\u20ac\u00a8Dies wird auch bei den hier lebenden Menschen dazu beitragen, dass diese hochwertige Rh\u00f6n als ihr vortrefflicher Lebensraum genau so verstanden wird, wie er sich als begehrenswertes Ziel einer an hoher Erlebnisqualit\u00e4t interessierter G\u00e4ste etabliert. <\/p>\n<p>Ansprechpartner: Die B\u00fcrgermeister der TAG \u201eDie Rh\u00f6ner\u201c<br \/>\nManfred Helfrich, Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe)<br \/>\nHubert Blum, Gemeinde Hilders (Rh\u00f6n)<br \/>\nMario D\u00e4nner, Stadt Tann (Rh\u00f6n)<br \/>\nThomas Schreiner, Gemeinde Ehrenberg<br \/>\nDr. Steffen Korell, Stadt Gersfeld (Rh\u00f6n)<br \/>\nMarkus R\u00f6der, Gemeinde Hofbieber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Hochrh\u00f6n-Gemeinden Ehrenberg, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Poppenhausen und Tann nehmen aus Anlass ihrer im kommenden Jahr 10j\u00e4hrigen Kooperation als Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) ihre touristische Zukunft noch konsequenter in die eigene Hand. 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