{"id":169907,"date":"2017-12-04T07:46:11","date_gmt":"2017-12-04T06:46:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=169907"},"modified":"2017-12-04T07:46:11","modified_gmt":"2017-12-04T06:46:11","slug":"der-arbeitsmarkt-im-november-weiterhin-positive-signale-vom-hessischen-arbeitsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=169907","title":{"rendered":"Der Arbeitsmarkt im November Weiterhin positive Signale vom hessischen Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Mit rund 156.440 arbeitslosen Menschen sowie einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent pr\u00e4sentierte sich der hessische Arbeitsmarkt unver\u00e4ndert robust und ohne Anzeichen auf eine Abschw\u00e4chung. Die Stellenzug\u00e4nge steigen, die Besch\u00e4ftigtenzahl w\u00e4chst konstant und die Arbeitslosigkeit sinkt. Die Arbeitslosenzahl erreichte ihren niedrigsten Wert in einem November seit 25 Jahren.<\/p>\n<p>Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, blickt zuversichtlich auf das Jahresende:<\/p>\n<p>\u201eDie Prognoseziele werden wir erreichen. Wir rechnen f\u00fcr 2017 mit etwa 166.000 Arbeitslosen im Jahresdurschnitt. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent ist der hessische Arbeitsmarkt gut ger\u00fcstet f\u00fcr die bevorstehenden Wintermonate, in welchen ein saison\u00fcblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit zu erwarten ist. Es herrscht immer noch eine ungebremst hohe Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften. Die Prognosen des IAB zeigen deutlich, dass der Besch\u00e4ftigungszuwachs und der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit in Hessen im n\u00e4chsten Jahr weitergehen kann.\u201c<\/p>\n<p>Trotz Hochstimmung und positiven Konjunkturprognosen sieht Martin weiterhin einige Hausaufgaben, die auf alle Arbeitsmarktakteure zukommen: \u201eDie Integration von Fl\u00fcchtlingen, die hohe Zahl an Langzeitarbeitslosen, ein schrumpfendendes Erwerbspersonenpotential und Umbr\u00fcche in der Arbeitswelt durch Digitalisierung sind die gro\u00dfen Aufgaben, die bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Arbeitslosigkeit in Hessen: Entwicklung im November<\/p>\n<p>Im November 2017 waren in Hessen 156.441 Frauen und M\u00e4nner arbeitslos gemeldet. Das waren 2.593 weniger (-1,6 Prozent) als im Oktober und 7.350 Menschen weniger (-4,5 Prozent) als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank nochmals um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent. Im November 2016 lag die Quote bei 5,0 Prozent. Saisonbereinigt ergab sich zum Vormonat ein R\u00fcckgang um 1.000, zum Vorjahr ging die Zahl um 7.000 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit machte sich bei allen Personengruppen bemerkbar: Jugendliche unter 25 Jahren: -4,4 Prozent; Frauen: -2,1 Prozent, M\u00e4nner: -1,2 Prozent; Ausl\u00e4nder: -1,2 Prozent; Langzeitarbeitslose: -1,1 Prozent Menschen ab 50 Jahre: -1,0 Prozent.<br \/>\nGegen\u00fcber dem Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass (+3,7 Prozent) sowie Jugendlichen unter 25 Jahren (+0,1 Prozent) an. Bei allen weiteren betrachteten Personengruppen kam es zu R\u00fcckg\u00e4ngen: Langzeitarbeitslose: -9,8Prozent; Menschen ab 50 Jahren: -7,5 Prozent; Frauen: -5,2 Prozent; M\u00e4nner: -3,9 Prozent.<\/p>\n<p>Die Unterbesch\u00e4ftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunf\u00e4higkeit mitz\u00e4hlt, belief sich im November 2017 auf 222.082 Personen. Das waren 500 weniger (-0,2 Prozent) als vor einem Jahr.<\/p>\n<p>Entwicklung in den Rechtskreisen: R\u00fcckg\u00e4nge in beiden Rechtskreisen<\/p>\n<p>Im November ging die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosen-versicherung) im Vergleich zum Vormonat weiter zur\u00fcck (-2,2 Prozent). Im Bereich des Rechtskreises SGB II (Grundsicherung) sank die Zahl um -1,4 Prozent.<br \/>\nInsgesamt entfielen im November 31,3 Prozent (48.912) aller arbeitslosen Menschen in Hessen auf den Rechtskreis SGB III. 68,7 Prozent (107.529) aller Arbeitslosen waren dem Rechtskreis SGB II zugeordnet.<\/p>\n<p>Sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung: Stabiles Wachstum<\/p>\n<p>Der hochgerechnete, vorl\u00e4ufige Wert der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung f\u00fcr den Monat September 2017 belief sich auf 2.570.700. Mit einem Anstieg um 2,5 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr liegt Hessen somit weiterhin \u00fcber dem Niveau des Bundes und Westdeutschlands (+2,3 Prozent). Starke Anstiege gab es zuletzt unter anderem in den  Wirtschaftszweigen Information und Kommunikation sowie Bau und Logistik.<br \/>\nIn Hessen arbeiteten im September die meisten Besch\u00e4ftigten im Verarbeitenden Gewerbe (439.500) und im Handel (350.200).<\/p>\n<p>Offene Stellen: Bestand offener Stellen konstant hoch<\/p>\n<p>Im November 2017 waren bei den hessischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 55.419 offene Stellen gemeldet. Das waren 5.450 Stellen (+10,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Der monatliche Zugang offener Stellen lag mit 15.226 +7,2 Prozent h\u00f6her als im Vorjahresmonat.<br \/>\nDen gr\u00f6\u00dften Anteil an allen Stellenzug\u00e4ngen im letzten Monat hatten die Branchen Arbeitnehmer\u00fcberlassung, Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen, die damit \u00fcber 50,0 Prozent der Zug\u00e4nge abdeckten.<\/p>\n<p>Regionen: Arbeitslosenquote im Landkreis Fulda weiter gesunken<\/p>\n<p>Mit einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent blieb der Landkreis Fulda an der Spitze der hessischen Kreise und kreisfreien St\u00e4dte. Die h\u00f6chste Arbeitslosenquote verzeichnete weiterhin die Stadt Offenbach: 9,5 Prozent.<br \/>\nDie Arbeitslosenquoten der Regierungsbezirke Kassel, Gie\u00dfen und Darmstadt verteilten sich wie folgt: Kassel 4,2 Prozent, Gie\u00dfen 4,5 Prozent, Darmstadt 4,9 Prozent.<br \/>\nIm Vergleich der 26 Kreise und kreisfreien St\u00e4dte stieg die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr in sieben Kreisen an. Der h\u00f6chste Anstieg entfiel mit 8,5 Prozent auf den Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die gr\u00f6\u00dften R\u00fcckg\u00e4nge konnten die Kreise Gro\u00df-Gerau und Schwalm-Eder verzeichnen (-17,8 Prozent).<\/p>\n<p>Fl\u00fcchtlinge: Leichter R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit<\/p>\n<p>Im November 2017 hatten 14.899 arbeitslos gemeldete Menschen in Hessen einen Fluchthintergrund. Insgesamt sank der Bestand im Vergleich zum Vormonat um 360 Personen. Gegen\u00fcber dem Vorjahr sind rund 4.900 mehr arbeitslose Gefl\u00fcchtete gemeldet. Der Anteil an allen arbeitslosen Menschen in Hessen lag damit bei 9,5 Prozent.<br \/>\nDie Mehrzahl (14.020) erhielt Leistungen aus der Grundsicherung durch die Jobcenter.<br \/>\nBinnen eines Jahres (September 2016 bis August 2017) konnten in Hessen rund 35.000 Eintritte in arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen f\u00fcr diese Personengruppe realisiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mit rund 156.440 arbeitslosen Menschen sowie einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent pr\u00e4sentierte sich der hessische Arbeitsmarkt unver\u00e4ndert robust und ohne Anzeichen auf eine Abschw\u00e4chung. Die Stellenzug\u00e4nge steigen, die Besch\u00e4ftigtenzahl w\u00e4chst konstant und die Arbeitslosigkeit sinkt. Die Arbeitslosenzahl erreichte ihren niedrigsten Wert in einem November seit 25 Jahren. 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