{"id":169862,"date":"2017-11-30T08:49:49","date_gmt":"2017-11-30T07:49:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=169862"},"modified":"2017-11-30T08:49:49","modified_gmt":"2017-11-30T07:49:49","slug":"fuldaer-zdk-mitglieder-im-gespraech-mit-bundesumweltministerin-dr-barbara-hendricks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=169862","title":{"rendered":"Fuldaer ZdK-Mitglieder im Gespr\u00e4ch mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks"},"content":{"rendered":"<p>Mit gro\u00dfer Mehrheit wurde ZdK-Pr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Sternberg f\u00fcr vier weitere Jahre von der Herbst-Vollversammlung in Bonn wiedergew\u00e4hlt. Die ZdK-Mitglieder aus dem Bistum Fulda, Katholikenratsvorsitzender Steffen Flicker (Fulda), Marcus Leitschuh (Kassel) und Bettina Faber- Ruffing (Flieden) begl\u00fcckw\u00fcnschten den wiedergew\u00e4hlten ZdK-Pr\u00e4sidenten und w\u00fcnschten ihm f\u00fcr die neue Amtsperiode Gottes Segen.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrlich wurde das Ergebnis der Bundestagswahlen und die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung besprochen. Besonders besorgt zeigten sich die ZdK-Delegierten \u00fcber den hohen Anteil an Protestw\u00e4hlern. &#8220;Wenn Menschen sich unter Druck gesetzt f\u00fchlen und zugewanderte Menschen als Konkurrenz und Bedrohung wahrnehmen, wenn \u00c4ngste vor dem Fremden und Ungewohnten aufkommen, muss das von den gew\u00e4hlten Parlamentariern ernst genommen werden&#8221;, mahnte der Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Fulda und ZdK-Mitglied Steffen Flicker.<\/p>\n<p>Das ZdK forderte dazu auf, in Tarifverhandlungen, im Wohnungsbau, in der Familienf\u00f6rderung und mit Bildungsinvestitionen mehr daf\u00fcr zu tun, dass die soziale Ungleichheit nicht weiter zunehme. Die Schere zwischen den einfachen Einkommen und den Spitzeneinkommen sei zu weit auseinander gegangen. Hier m\u00fcssten die Parteien tatkr\u00e4ftig und programmatisch ansetzen, betonte Marcus Leitschuh (Kassel).<\/p>\n<p>Auch mit dem Thema &#8220;Bioethik&#8221; besch\u00e4ftigte sich das ZdK, das sich gemeinsam mit den Bisch\u00f6fen verst\u00e4rkt in bioethischen Debatten einbringen wird, die das deutsche Embryonenschutzgesetz unter Druck setzen. &#8220;Ob als Embryo, durch Krankheit und Behinderung eingeschr\u00e4nkt oder im Sterben \u2013 in keiner Phase darf das menschliche Leben verzweckt, nach seiner N\u00fctzlichkeit bemessen und unter Optimierungszwang gestellt werden&#8221;, unterstreicht Steffen Flicker. &#8220;Wir verstehen uns als Anwalt f\u00fcr das Leben in allen seinen Stadien, und das werden wir ganz sicher auch bleiben&#8221;, so Bettina Faber-Ruffing (Flieden).<\/p>\n<p>ZdK-Pr\u00e4sident Sternberg k\u00fcndigte an, dass die Kompetenzen der Unterkommission Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz und des ZdK-Sachbereichs Politische und ethische Grundfragen geb\u00fcndelt werden sollen.<br \/>\nVor dem Hintergrund der ebenfalls in Bonn gerade zu Ende gegangenen Weltklimakonferenz forderte Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks vor der ZdK-Vollversammlung, dass bei der Bek\u00e4mpfung von Fluchtursachen insbesondere Verbesserungen zum Klimaschutz erreicht werden m\u00fcssten. Wenn Menschen in zerst\u00f6rter und bedrohter Umwelt leben m\u00fcssten, dann w\u00fcrden sie sich auf die Flucht begeben.<\/p>\n<p>Am Rande der ZdK-Vollversammlung tauschten sich die Fuldaer Delegierten mit der Bundesumweltministerin \u00fcber den Zusammenhang von Flucht und Umweltschutz aus.<\/p>\n<p>Aus aktuellem Anlass sprach sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gegen eine \u00d6ffnung der Gesch\u00e4fte am Heiligen Abend in diesem Jahr aus. Das ZdK warnte zudem grunds\u00e4tzlich vor einer weiteren Liberalisierung des Ladenschlusses am Sonntag, insbesondere, da derzeit in mehreren Bundesl\u00e4ndern Gesetzesinitiativen diskutiert werden.<br \/>\n&#8220;Gemeinsame freie Zeit ist f\u00fcr das gesellschaftliche Leben besonders wertvoll. Sie gibt den Menschen Gelegenheit f\u00fcr famili\u00e4ren und freundschaftlichen Austausch, gemeinsame Aktivit\u00e4ten, Feste und Begegnungen&#8221;, argumentierte Steffen Flicker. Hierin liegt die Bedeutung des Wochenendes, an dem f\u00fcr die meisten der eng getaktete Alltag unterbrochen wird, und insbesondere des Sonntags. Diese gemeinsame Zeit sei unerl\u00e4sslich f\u00fcr Familien, Freundeskreise und Verb\u00e4nde, f\u00fcr Kirchengemeinden und andere religi\u00f6se Vereinigungen, betonte Bettina Faber-Ruffing (Flieden). Die Menschen brauchten verl\u00e4ssliche und gesch\u00fctzte Ruhephasen, in denen sie zu sich selbst finden und wieder Kraft tanken k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Informations- und Kommunikationstechnologie erm\u00f6glicht eine r\u00e4umliche und zeitliche Flexibilisierung der Erwerbsarbeit. Hier liegen auch gro\u00dfe Chancen f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten. Angesichts zunehmend individualisierter Zeiten f\u00fcr Erwerbsarbeit, Sorgearbeit und Freizeit kann aber aus dem Blick geraten, wie wichtig f\u00fcr eine Gesellschaft Zeiten sind, in denen fast alle von Erwerbsarbeit freigestellt sind und deshalb Zeit f\u00fcr gemeinsames Leben und Erleben haben.<\/p>\n<p>(Foto 1, von links: Bettina Faber-Ruffing, Steffen Flicker und Marcus Leitschuh; Foto 2 Bettina Faber-Ruffing, Steffen Flicker, Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Marcus Leitschuh).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mit gro\u00dfer Mehrheit wurde ZdK-Pr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Sternberg f\u00fcr vier weitere Jahre von der Herbst-Vollversammlung in Bonn wiedergew\u00e4hlt. 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