{"id":169590,"date":"2017-11-20T07:51:00","date_gmt":"2017-11-20T06:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=169590"},"modified":"2017-11-20T07:51:00","modified_gmt":"2017-11-20T06:51:00","slug":"zwei-preistraeger-teilen-sich-den-elisabeth-preis-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=169590","title":{"rendered":"Zwei Preistr\u00e4ger teilen sich den Elisabeth-Preis 2017"},"content":{"rendered":"<p>Ein rundum gelungene Veranstaltung zu Ehren der zwei Preistr\u00e4ger des Elisabeth-Preises 2017: Gemeinsam feierte man im gut gef\u00fcllten Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses bei einem Festakt die Gewinner und ihre herausragenden Hilfsprojekte. Dem Festakt vorausgegangen war ein Gottesdienst mit Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke in der Stadtpfarrkirche, und im Anschluss an die Feierstunde lud man die gesamte Festgemeinde im Schloss zu Gespr\u00e4chen in lockerer Runde bei Imbiss und Getr\u00e4nken. Das Catering daf\u00fcr  hatte  die Hauswirtschaftsgruppe der Carisma Werkstatt in Maberzell \u00fcbernommen, und  ein  Team vom Jugendhilfeverbund St. Elisabeth in Gestalt einer kompletten Wohngruppe unbegleiteter minderj\u00e4hriger  Ausl\u00e4nder sorgte f\u00fcr den guten Service an der Theke. F\u00fcr den feierlichen Rahmen in Gottesdienst und beim Festakt stand wiederum der CaritasChor 65+ bereit, der seit der ersten Ausschreibung die Elisabeth-Preisverleihungen stets musikalisch begleitet hat. <\/p>\n<p>Bei der nun erfolgten achten Preisverleihung des Sozialpreises der Caritas im Bistum Fulda unter dem Motto des aktuellen Caritas-Jahresthemas \u201eZusammen sind wir Heimat\u201c hatte die Jury zwei Projekte zu Gewinnern erkl\u00e4rt, die beide auf die Integration von Fl\u00fcchtlingen unter Einbeziehung von deutschen Ehrenamtlichen abzielen. Dabei bewies die Jury \u201eein H\u00e4ndchen\u201c f\u00fcr Ausgewogenheit: Der erste Preis mit 2.000 Euro Preisgeld ging an ein katholisches Projekt f\u00fcr Fl\u00fcchtlingsfrauen in Bad Orb im S\u00fcden des Bistums, den zweiten Preis mit 1.000 Euro erhielt ein M\u00e4nnerprojekt der evangelischen Kirche im nordhessischen Niedenstein-Wichdorf.   Nach der Laudatio, die Di\u00f6zesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, Generalvikar Stanke und der Caritas-Aufsichtsratsvorsitzende Msgr. Elmar Gurk gemeinsam vorgenommen hatten, stellten die Projekt-Initiatoren bzw. -Verantwortlichen ihre preisgekr\u00f6nten Aktivit\u00e4ten vor: Die K\u00fcnstlerin und Diplomdesignerin Simone Nu\u00df sprach f\u00fcr den ersten Preistr\u00e4ger \u201eKunst von Frauen\u201c in Tr\u00e4gerschaft des Caritas-Verbandes Main-Kinzig-Kreis: \u00dcber die Kunst k\u00f6nnten die teilnehmenden Frauen etwa aus den Fluchtl\u00e4ndern Syrien, Iran und Irak, sich gemeinsam mit  deutschen Frauen \u00fcber die Kultur und das Leben in Deutschland austauschen, die Sprachkenntnisse verbessern, sich untereinander bekannt machen und Freundschaft schlie\u00dfen. Zudem b\u00f6te die k\u00fcnstlerische Arbeit den Fl\u00fcchtlingsfrauen auch eine M\u00f6glichkeit,  \u00fcber das Malen die Vergangenheit zu verarbeiteten und etwas \u00fcber sich mitzuteilen. \u00dcber die Bilder erf\u00fchren die Frauen zudem Aufmerksamkeit und Wertsch\u00e4tzung. <\/p>\n<p>F\u00fcr den zweiten Gewinner sprach Pfarrer Johannes B\u00f6ttner, der sich dankbar und erfreut dar\u00fcber zeigte, dass der Arbeit in seiner evangelischen Gemeinde von katholischer Seite ein Preis zuerkannt worden war. Im nordhessischen Projekt wollte man ausdr\u00fccklich den Fl\u00fcchtlingsm\u00e4nnern eine Hilfe zur Integration bieten: Mit deutschen m\u00e4nnlichen Mentroren an der Seite sollten sie die M\u00f6glichkeit erhalten, \u00fcber Deutschland und die Rolle der M\u00e4nner sowie auch das Verh\u00e4ltnis von M\u00e4nnern und Frauen und ihrem Umgang miteinander  mehr zu erfahren. Zugleich sollten sie im neuen Lebensumfeld Unterst\u00fctzung darin erfahren, ihre eigene Rolle neu zu bestimmen und \u2013 nat\u00fcrlich auch \u2013 Kontakte zu den Deutschen aufzubauen und zu festigen.<\/p>\n<p>Aus beiden Pr\u00e4sentationen wurde deutlich: So verschieden die zwei Gewinner-Projekte auch  sind, so sind sie sich doch darin gleich, dass sie den Begriff der Heimat ins Auge genommen haben, die Alteingesessene und Hinzugekommene gemeinsam zum Wohle aller ausgestalten sollen. Den Heimat-Begriff thematisierte dementsprechend auch die Festrednerin Prof. Dr. Beate Mitzscherlich von der Wests\u00e4chsischen Hochschule Zwickau in ihrer Rede \u00fcber \u201eHeimat und soziale Verantwortung\u201c. Die Professorin, die sich mit der Thematik seit den neunziger Jahren intensiv besch\u00e4ftigt, stellte dabei heraus, dass man in der globalisierten Welt durchaus mehrere Heimaten haben k\u00f6nne und dass Heimat nicht unbedingt nur ein Ort sei. Heimat, so subsummierte sie es auf eine kurze Formel, empfinde man dort, \u201ewo ich die Menschen um mich herum kenne, und wo die Menschen mich kennen und anerkennen!\u201c<\/p>\n<p>Gru\u00dfworte f\u00fcr Stadt und Landkreis Fulda kamen von der Stadtr\u00e4tin Sibylle Herbert und der Kreisbeigeordneten Daniela B\u00f6schen. Beide Frauen w\u00fcrdigten im Zusammenhang mit der Preisverleihung ausdr\u00fccklich  die Wichtigkeit des Caritas-Themas \u201eZusammen wird wir Heimat\u201c und die Bedeutung des freiwilligen Beitrags vieler Menschen zur Integration der Fl\u00fcchtlinge. Als Moderatorin hatte Caritas-Referentin Daniela Manke durch die Veranstaltung gef\u00fchrt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Ein rundum gelungene Veranstaltung zu Ehren der zwei Preistr\u00e4ger des Elisabeth-Preises 2017: Gemeinsam feierte man im gut gef\u00fcllten Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses bei einem Festakt die Gewinner und ihre herausragenden Hilfsprojekte. 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