{"id":169308,"date":"2017-11-08T20:36:19","date_gmt":"2017-11-08T19:36:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=169308"},"modified":"2017-11-08T20:36:19","modified_gmt":"2017-11-08T19:36:19","slug":"religions-und-ethikkurse-der-jahrgangsstufe-5-pflanzen-einen-apfelbaum-auf-der-schulwiese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=169308","title":{"rendered":"Religions- und Ethikkurse der Jahrgangsstufe 5 pflanzen einen Apfelbaum auf der Schulwiese"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWenn ich w\u00fcsste, dass morgen die Welt unterginge, w\u00fcrde ich heute noch ein Apfelb\u00e4umchen pflanzen\u201c, soll Martin Luther einst gesagt haben. Was er damit meinte, war klar: Zum einen soll man die Hoffnung nicht aufgeben, zum anderen soll man die Sch\u00f6pfung respektieren und bewahren. Von Letzterem sind die Menschen 500 Jahre nach Martin Luther weit entfernt \u2013 Grund genug, f\u00fcr die Religions- und Ethikkurse der Jahrgangsstufe 5, den Reformator beim Wort zu nehmen und auf Anregung von Schulpfarrerin Katja D\u00f6rge gemeinsam einen Apfelbaum zu pflanzen. Dies taten sie in einer gro\u00dfen gemeinsamen Aktion zusammen mit ihren Fachlehrern und dem Schulchor einen Tag nach dem Reformationsfest. Schulleiterin Elisabeth Hillebrand hielt ein flammendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr die \u00d6kumene, bevor die Kinder kundtaten, was sie bereits \u00fcber das Schaffen Martin Luthers wussten. Und das war schon eine ganze Menge. Neu gewesen sein mag vielleicht, dass der Reformator auch ein Mensch war, der gerne in der Natur war, wie die Schulpfarrerin ausf\u00fchrte. \u201eDa ist eine besondere Stimmung\u201c, war sie sich mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern einig, \u201eda ist man Gott ganz nah.\u201c Christen sollten die Natur bewahren, so eine Lehre aus dem Wirken Luthers, die sich eben auch in dem Apfelbaum-Zitat manifestiert.<\/p>\n<p>Ein noch ganz junger Baum stand bereit, um von den Zehnj\u00e4hrigen gepflanzt zu werden: W\u00e4hrend es schon mal vorbereitete k\u00f6stliche Apfelst\u00fccke zu essen gab, gruben einige der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ein passendes Loch, bereiteten den Boden vor, d\u00fcngten, gossen an, und der Wunsch, genau die- oder derjenige zu sein, der das B\u00e4umchen schlie\u00dflich setzen durfte, war gro\u00df. Schlie\u00dflich fiel die Wahl auf Chiara, die den frischen Apfelbaum behutsam setzte, bevor ihre Mitsch\u00fclerinnen und Mitsch\u00fcler die Stelle wieder verschlossen. \u201eVerleih uns Frieden gn\u00e4diglich\u201c \u2013 mit diesem Lied, dessen Text aus der Feder Martin Luthers stammt, begleitete der Schulchor unter der Leitung von Christina M\u00fcller die Zeremonie sehr festlich.<\/p>\n<p>Der Baum war gepflanzt, trug aber naturgem\u00e4\u00df noch keine \u00c4pfel. Doch ganz ohne Fr\u00fcchte sollte der Baum nicht bleiben. Und so bereiteten die Kinder Papier\u00e4pfel vor, auf denen sie W\u00fcnsche f\u00fcr die Natur festhielten, die sie vielleicht selbst umsetzen k\u00f6nnen oder die sie f\u00fcr die Zukunft wichtig finden. \u201eDass alles mit Sonnenenergie l\u00e4uft\u201c, war auf den \u201eHoffnungs\u00e4pfeln\u201c zu lesen. \u201eMehr Elektroautos\u201c oder \u201edass Rodungen aufh\u00f6ren.\u201c Sie brachten die W\u00fcnsche zu dem Baum, an dessen d\u00fcnnen \u00c4sten sie sich ein wenig im Herbstwind wiegen k\u00f6nnen und vielleicht hinaus in die Welt ziehen. Eine Aktion, die den Kindern sicher in Erinnerung bleiben wird, eine Reminiszenz an Martin Luther, ein guter Ansto\u00df f\u00fcr mehr Ressourcenbewusstsein und damit auch ein gro\u00dfer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eWenn ich w\u00fcsste, dass morgen die Welt unterginge, w\u00fcrde ich heute noch ein Apfelb\u00e4umchen pflanzen\u201c, soll Martin Luther einst gesagt haben. Was er damit meinte, war klar: Zum einen soll man die Hoffnung nicht aufgeben, zum anderen soll man die Sch\u00f6pfung respektieren und bewahren. 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