{"id":169283,"date":"2017-11-07T07:15:44","date_gmt":"2017-11-07T06:15:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=169283"},"modified":"2017-11-07T07:15:44","modified_gmt":"2017-11-07T06:15:44","slug":"grandioser-start-der-soiree-moment-mal-des-hospiz-foerderverein-fulda-mit-dem-philosophen-dr-christoph-quarch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=169283","title":{"rendered":"Grandioser Start der Soir\u00e9e \u201eMoment Mal\u201c des Hospiz-F\u00f6rderverein Fulda mit dem Philosophen Dr. Christoph Quarch"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/MomentMal-Quarch.01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/MomentMal-Quarch.01-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-169288\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/MomentMal-Quarch.01-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/MomentMal-Quarch.01-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/MomentMal-Quarch.01-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/MomentMal-Quarch.01.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Martin Hoogen, zweiter Vorsitzende des Hospiz-F\u00f6rderverein Fulda \u201eLebensWert\u201c begr\u00fc\u00dfte die zahlreichen G\u00e4ste im Rokokosaal des Palais Altenstein mit dem Zitat von Cicely Saunders, der Begr\u00fcnderin der modernen Hospizbewegung: \u201eDu z\u00e4hlst f\u00fcr mich, weil du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben\u201c. Damit er\u00f6ffnete Hoogen die Premiere zur Soir\u00e9e des F\u00f6rdervereins \u201eMoment Mal\u201c, die in loser Folge Vortr\u00e4ge, Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte anbieten wird. \u201eWir wollen Sterbekultur als einen Teil der Lebenskultur erkennbar machen und uns mit ersten und letzten Lebensmomenten besch\u00e4ftigen und den vielen dazwischen.\u201c<\/p>\n<p>Zum Start dieser Reihe verstand es der weithin bekannte Philosoph Dr. Christoph Quarch mit seinem Vortrag \u201eDer erf\u00fcllte Augenblick \u2013 was die Seele wirklich braucht\u201c, die Zuh\u00f6rer in seinen Bann zu ziehen. Dabei ging es um die Frage, was ein gutes Leben ist, wo der Unterschied zwischen Gl\u00fcck und Zufriedenheit liegt und was Erf\u00fcllung und Sinnhaftigkeit des Lebens tats\u00e4chlich bedeutet.<br \/>\nDer Mensch glaubt, so Quarch, er finde seine Erf\u00fcllung darin, gl\u00fccklich zu sein und es liege an ihm, seines Gl\u00fcckes Schmied zu sein. Das aber sei ein Missverst\u00e4ndnis, da selbstgemachtes Gl\u00fcck bestenfalls Zufriedenheit sei, Zufriedenheit aber nicht das ist, was Menschen wirklich erf\u00fcllt. Deshalb sei Zufriedenheit noch kein Indiz daf\u00fcr, dass Menschen gl\u00fccklich sind. Und wenn der World Happiness Report Deutschland auf Platz 16 innerhalb der Weltgl\u00fccksl\u00e4ndern sieht, entbinde das nicht von der Frage: \u201eWenn Medien und Gl\u00fccksforscher so viel Aufhebens um das Gl\u00fcck machen, wie ungl\u00fccklich m\u00fcssen wir sein?\u201c<\/p>\n<p>In mehreren Schritten nahm Quarch seine Zuh\u00f6rer mit ins Hier und Jetzt, denn \u201enur hier k\u00f6nnen wir die Erf\u00fcllung finden\u201c. Das gr\u00f6\u00dfte Hindernis auf dem Weg dorthin liege allerdings in unserem Kopf. Denn gemeinhin verstehe sich der Mensch der Gegenwart nach Ma\u00dfgabe des Homo Oeconomicus, der sich Gl\u00fcck und Erf\u00fcllung davon verspricht, seine Bed\u00fcrfnisse befriedigen zu k\u00f6nnen. \u201eWelch ein Trugschluss\u201c, so Quarch, \u201eist es zu glauben, Gl\u00fcck sei die Befriedigung unserer Bed\u00fcrfnisse, oder wir seien durch unsere technischen F\u00e4higkeiten in der Lage, das Gl\u00fcck herzustellen\u201c. Der Mensch brauche daher ein besseres Menschenbild, \u201evon dem wir hoffen k\u00f6nnen, dass wir nicht nur zufrieden sind, sondern ein erf\u00fclltes Leben f\u00fchren, welches mit Sinn gef\u00fcllt ist.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich n\u00e4mlich gehe es dem Menschen nicht um Gl\u00fcck, sondern um die Erfahrung von Sinn. Und Sinn erschlie\u00dfe sich ihm immer in der Begegnung mir anderen. Sein Ratschlag: kreativ und sch\u00f6pferisch t\u00e4tig sein, miteinander kommunizieren, gegenw\u00e4rtig und offen sein, wahrnehmen. \u201eDer Augenblick h\u00f6chster Pr\u00e4senz im Hier und Jetzt ist die wichtigste Voraussetzung eines erf\u00fcllten Seins.\u201c <\/p>\n<p>Wer mit sich selber und der Welt \u00fcbereinzustimme, wer seine Kraft aus Begegnungen mit anderen sch\u00f6pfe, wer achtsam sei und hinh\u00f6re, der habe die gr\u00f6\u00dften Chancen frei von Berechnungen Kraft zu sch\u00f6pfen und den Augenblick als erf\u00fcllt und sinnhaft zu erleben. \u201eViele dieser Augenblicke erg\u00e4nzen sich zu einem erf\u00fcllten Leben\u201c. <\/p>\n<p>Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz-F\u00f6rdervereins, bedankte sich im Namen der Zuh\u00f6rer f\u00fcr diesen beeindruckenden Vortrag: \u201eSie waren unser Erf\u00fcllungsgehilfe f\u00fcr einen erf\u00fcllten Abend\u201c.<br \/>\nBrand stellte anschlie\u00dfend die Bedeutung und Aufgaben des Hospiz F\u00f6rdervereins vor.<\/p>\n<p>Und wie erf\u00fcllt war der Abend f\u00fcr die Zuh\u00f6rer? O-Ton eines Gastes: \u201eIch habe einen Perspektivwechsel im Denken erlebt.\u201c<\/p>\n<p>Frau Fritz von der Rathausbuchhandlung rundete mit ihrem B\u00fcchertisch den Abend ab, sodass Prof. Quarch B\u00fccher signieren und auf pers\u00f6nliche Anmerkungen eingehen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Martin Hoogen, zweiter Vorsitzende des Hospiz-F\u00f6rderverein Fulda \u201eLebensWert\u201c begr\u00fc\u00dfte die zahlreichen G\u00e4ste im Rokokosaal des Palais Altenstein mit dem Zitat von Cicely Saunders, der Begr\u00fcnderin der modernen Hospizbewegung: \u201eDu z\u00e4hlst f\u00fcr mich, weil du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben\u201c. 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