{"id":169087,"date":"2017-11-01T13:14:08","date_gmt":"2017-11-01T12:14:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=169087"},"modified":"2017-11-01T13:14:08","modified_gmt":"2017-11-01T12:14:08","slug":"deutsche-meisterschaften-ein-wechselbad-der-gefuehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=169087","title":{"rendered":"Deutsche Meisterschaften, ein Wechselbad der Gef\u00fchle"},"content":{"rendered":"<p>Vom 13.10 bis zum 15.10, sowie vom 20.10 bis zum 22.10 fanden die beiden allj\u00e4hrigen Deutschen Meisterschaften im Jugend-Kart-Slalom statt. Luca Nappi, Fahrer des MSC Braach hatte sich f\u00fcr beide Rennen gro\u00dfes vorgenommen. Einerseits seinen Titel als Bundesendlaufsieger (Deutsche Meisterschaft des ADAC) zu verteidigen, als auch erstmalig die deutsche Meisterschaft des DMSJ (Deutsche Motorsport Jugend) zu gewinnen. Es sollten zwei spannende Rennwochenden werden&#8230;<\/p>\n<p>Beim Bundesendlauf (bestehend aus einem Probelauf und zwei gewerteten Wertungsl\u00e4ufen), dem ersten der beiden Rennen, ging Luca Nappi als letzter Starter und Mitfavorit ins Rennen. Schon im Probelauf zeigte Luca Nappi seinen Speed und setzte ein dickes Ausrufezeichen. Leider unterlief Luca im ersten Wertungslauf ein kleiner technischer Fehler, weshalb er bei schlechten Gripverh\u00e4ltnissen f\u00fcr einen kurzen Moment das Heck seines Karts verlor und dadurch mehrere Pylonen schmiss, die ihm 12 Strafeskunden kosteten und eine gute Platzierung somit zunichte machten. Im zweiten Wertungslauf fuhr Luca dann befreit auf und konnte zum Trost noch den Preis f\u00fcr die schnellste Einzelfahrzeit in seiner Klasse sichern. Gereicht hat es leider nur f\u00fcr den 50. Platz.<\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter dann die deutsche Meisterschaft des DMSJ (Veranstaltung \u00fcber zwei Tage, mit jeweils einem Probelauf und zwei Wertungsl\u00e4ufen), die ein wahres Wechselbad der Gef\u00fchle werden sollte&#8230;<\/p>\n<p>Nach dem missgl\u00fccktem Wochenende zuvor, wollte Nappi nun zeigen aus welchem Holz er geschnitzt ist und den Titel als deutscher Meister einfahren.<br \/>\nDoch auch hier unterlief ihm im ersten der vier Wertungsl\u00e4ufe ein Fahrfehler, weshalb er nach der ersten Runde nur auf Platz 29 lag. Ein Hauch von Entt\u00e4uschung war in Lucas Antlitz zu erkennen, doch statt den Kopf zu senken, hie\u00df die Taktik f\u00fcr die kommenden drei Wertungsl\u00e4ufe: Durch schnelle und fehlerfrei L\u00e4ufe vorfahren. Luca ging n\u00e4mlich als Hessenmeister an den Start, was bedeutet, dass seine Endplatzierung ausschlaggebend f\u00fcr die L\u00e4nderwertung war, die das Land Hessen als Meister nach dem letzten Jahr erfolgreich verteidigen wollte. Schadensbegrezung betreiben und mit etwas Gl\u00fcck noch in die Top 10 fahren hie\u00df nun das neue Ziel. <\/p>\n<p>Doch es sollte alles anders kommen. Im zweiten Wertungslauf fuhr Luca eine unfassbare Rundenzeit, die mit Abstand schnellste Tageszeit von 31,15 Sekunden aller Klassen, die zirka 1,5 Sekunden schneller war als die durchschnittliche Rundenzeiten in seiner Klasse von 33,00 Sekunden. Kommentator, Zuschauer und Trainer feierten Luca frenetisch nach diesem Lauf. Nachdem er aus dem Kart ausgestiegen ist, war nichts mehr zu sp\u00fcren von Entt\u00e4uschung, ganz im Gegenteil! Nappi hatte Blut geleckt, der zehnte Platz war jetzt in greifbarer N\u00e4he und nicht mehr unrealistisch, bessere Platzierungen gar in Aussicht. Von seinem 2,4 Sekunden R\u00fcckstand, bedingt durch 4 Strafsekunden, auf die Spitze waren nur noch 1,7 Sekuunden verblieben. Nappi holte in durch diesen Wertungslauf sagenhafte 14 Platze auf und beendete den ersten Tag als 15. im Gesamtklassement. <\/p>\n<p>Der zweite Tag sollte \u00e4hnlich spektakul\u00e4r werden. Den dritten Wertungslauf fuhr Nappi \u00e4hnlich rasant und verbesserte sich auf den anf\u00e4nglich auserkorenen zehnten Rang, trotz seiner vier Strafsekunden. Mit nur einer Pylone, also zwei Strafsekunden, w\u00e4re Luca nach dem ersten Lauf sogar F\u00fchrender mit einem Vorsprung von zwei Zehntelsekunden auf den Zweitplatzierten. Dies motivierte Nappi umso mehr f\u00fcr den alles entscheidenden letzten Lauf. Platz 5 war mit 0,7 Sekunden R\u00fcckkstand in nicht allzu weiter Ferne, bei einem Patzer der vor ihm liegenden gar das Podest. Luca setzte noch einmal alles auf eine Karte, doch das Gl\u00fcck blieb ihm leider verwehrt, da er sich eine weitere Pylone einfuhr und nun insgesamt 6 Strafsekunden auf seine Gesamtzeit dazuaddiert bekommen hat. Nichtsdestotrotz verbesserte sich Nappi mit dieser weitern Pylone letztendlich auf Rang 8, was zeigt, wie viel schneller seine Rundenzeiten im Vergleich zu den anderen Fahrern aus ganz Deutschland waren.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Land Hessen hat es ebenfalls nicht ganz gereicht, am Ende wurde das Team dritter in der L\u00e4nderwertung. Sowohl das Team, als auch Nappi sind bereits jetzt schon wieder top motiviert f\u00fcr die kommende Saison. Den \u00e4hnlich wie Nappi, fuhren die anderen Hessen ebenfalls schnelle Rundenzeiten, doch die Pylonen wurden auch den anderen Fahrern zum Verh\u00e4ngnis. Sollten Nappi, als auch die anderen Fahrer des Bundeslandes Hessen kommendes Jahr fehlerfrei durch den Parcours kommen, ist mit ihnen zu rechnen. Nicht umsonst ist das Land Hessen um Luca Nappi Mitfavorit in s\u00e4mtlichen Meisterschaftsl\u00e4ufen. Man darf also schon gespannt auf die kommende Saison schauen, in der es dann wieder hei\u00dft: Angriff!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vom 13.10 bis zum 15.10, sowie vom 20.10 bis zum 22.10 fanden die beiden allj\u00e4hrigen Deutschen Meisterschaften im Jugend-Kart-Slalom statt. Luca Nappi, Fahrer des MSC Braach hatte sich f\u00fcr beide Rennen gro\u00dfes vorgenommen. 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