{"id":168759,"date":"2017-10-21T11:10:54","date_gmt":"2017-10-21T09:10:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=168759"},"modified":"2017-10-21T11:10:54","modified_gmt":"2017-10-21T09:10:54","slug":"denkmalgeschuetzte-gebaeude-im-barockviertel-sollen-in-staedtische-hand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=168759","title":{"rendered":"Denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude im Barockviertel sollen in st\u00e4dtische Hand"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt Fulda plant den Erwerb des historischen Hotels \u201eKurf\u00fcrst\u201c sowie angrenzender Immobilien. Damit sollen die stadtbildpr\u00e4genden barocken Geb\u00e4ude in st\u00e4dtischer Verantwortung zusammengef\u00fchrt werden. Der Magistrat der Stadt Fulda hat den Pl\u00e4nen bereits zugestimmt, der Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung wird in seiner n\u00e4chsten Sitzung dar\u00fcber beraten und beschlie\u00dfen. <\/p>\n<p>\u201eMit dem Kauf w\u00fcrde das bauliche Kulturerbe unserer Stadt in st\u00e4dtischer Hand weiter zusammengef\u00fchrt\u201c, erl\u00e4uterte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld das Vorhaben. Mit dem Erwerb und einer anschlie\u00dfenden Sanierung des derzeit leerstehenden Geb\u00e4udes Friedrichstra\u00dfe 26 k\u00f6nne die Stadt zudem eine st\u00e4dtebaulich unbefriedigende Situation als Tor zur Friedrichstra\u00dfe und zur Innenstadt l\u00f6sen und gleichzeitig die neu entstehenden Fl\u00e4chen im Haus nutzen, so der OB.<\/p>\n<p>Die \u201eKurf\u00fcrst\u201c-Immobilie sowie die angrenzenden Geb\u00e4ude (Nonnengasse 19 und 21 sowie Friedrichstra\u00dfe 26) geh\u00f6rt bislang dem Unternehmer Dr. Lutz Helmig. Das Hauptgeb\u00e4ude diente viele Jahre lang als Konzernzentrale der Helios-Kliniken und sp\u00e4ter als Sitz der Aton GmbH bzw. ihrer Tochter Edag Engineering GmbH. Die verbliebenen Bereiche des Hotel- und Gastronomiebetriebes dienten bis Anfang 2017 als G\u00e4stehaus f\u00fcr Aton sowie der EDAG und werden aktuell ebenfalls in B\u00fcrofl\u00e4chen umgebaut. Im Zuge einer Neuordnung des Immobilienportfolios des Eigent\u00fcmers, hat Dr. Helmig der Stadt Fulda die Immobilien im Paket zum Kauf angeboten. Falls es zum Kauf kommt, \u00fcbernimmt die Stadt Fulda drei neu abgeschlossene Mietvertr\u00e4ge mit EDAG, FFT und Dr. Helmig.<\/p>\n<p>Hintergrund: Das denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude in der Schlossstra\u00dfe 2 in Fulda (\u201ePalais von der Tann\u201c oder im Volksmund meistens \u201eKurf\u00fcrst\u201c genannt) wurde im Jahr 1737 nach Pl\u00e4nen von Andrea Gallasini erbaut und im 18. Jahrhundert als Adelspalais f\u00fcr Beamte der weltlichen Landesregierung genutzt. Nach mehreren unterschiedlichen Nutzungen wurde das Anwesen 1814 durch Johann Michael M\u00fcller aus Unterfranken erworben, dessen Familie das Geb\u00e4ude seit 1815 zu einem Gasthaus mit Weinhandel machte. Seit 1824 f\u00fchrte dieses den Namen \u201eZum Kurf\u00fcrst\u201c. Insbesondere im 19. Jahrhundert stiegen hier zahlreiche prominente G\u00e4ste ab, u.a. Zar Nikolaus I. oder Queen Victoria. Von 1816 bis 1867 war hier auch die Thurn-und Taxissche Posthalterei untergebracht. 1973 kam es unter dem \u201eBarockexperten\u201c Ernst Kramer zu einer Umgestaltung im Inneren des Hauses. Eine Vergr\u00f6\u00dferung der Hotelkapazit\u00e4t erfolgte durch einen Neubau im Innenhof der Anlage 1981\/82. In den 1990er Jahren wurde das Objekt durch den heutigen Eigent\u00fcmer durchgreifend saniert und zu einem gro\u00dfen Teil zur B\u00fcronutzung umgebaut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Stadt Fulda plant den Erwerb des historischen Hotels \u201eKurf\u00fcrst\u201c sowie angrenzender Immobilien. Damit sollen die stadtbildpr\u00e4genden barocken Geb\u00e4ude in st\u00e4dtischer Verantwortung zusammengef\u00fchrt werden. 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