{"id":168694,"date":"2017-10-18T07:06:47","date_gmt":"2017-10-18T05:06:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=168694"},"modified":"2017-10-18T07:06:47","modified_gmt":"2017-10-18T05:06:47","slug":"aktueller-konjunkturbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=168694","title":{"rendered":"Aktueller Konjunkturbericht"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie wirtschaftliche Lage in Osthessen d\u00fcrfte auch in den kommenden Monaten stabil bleiben\u201c, erl\u00e4utert Stefan Schunck, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Industrie- und Handelskammer Fulda, die Ergebnisse der Herbst-Konjunkturumfrage im Bezirk der IHK Fulda. Eine gute derzeitige Gesch\u00e4ftslage haben \u2013 der Umfrage zufolge \u2013 rund 40 der Unternehmen; 55 Prozent der Betriebe sprechen von einem befriedigenden Gesch\u00e4ftsverlauf. Das sind jeweils unwesentlich weniger als in der vergangenen Umfrage vom Mai 2017. Eine schlechte Gesch\u00e4ftslage beklagen nur 5 Prozent der Betriebe.<\/p>\n<p>Und auch in den kommenden Monaten wird sich an dieser guten Lage kaum etwas \u00e4ndern. Die Zahl der Unternehmen, die eine weitere Verbesserung in den kommenden Monaten erwarten, hat leicht abgenommen und liegt nun bei 14,5 Prozent (Mai 2017: 18,8 Prozent), daf\u00fcr rechnen \u00fcber 72 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Betriebe mit einer Fortsetzung der guten Entwicklung (Mai 2017: 71 Prozent). 13 Prozent der Firmen blicken etwas skeptischer in die Zukunft und gehen von einer nachlassenden Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit aus.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsklimaindex, der sich aus den Einsch\u00e4tzungen der derzeitigen wie der zuk\u00fcnftigen Gesch\u00e4ftslage zusammensetzt, liegt aktuell mit 117 Punkten nach wie vor auf hohem Niveau, aber etwas niedriger als in der vergangenen Umfrage von Mai 2017 (123,4 Punkte).<\/p>\n<p>Zwischen den einzelnen Branchen gibt es leichte Unterschiede.<\/p>\n<p>Bei den Industriebetrieben ist eine etwas zur\u00fcckhaltendere Einsch\u00e4tzung gegen\u00fcber der Mai-Umfrage sp\u00fcrbar. Von 42,4 Prozent wird die Lage als gut und von immer noch \u00fcber 50 Prozent als befriedigend bezeichnet. 6 Prozent der Unternehmen in dieser Branche sprechen von einer schlechten Gesch\u00e4ftsentwicklung. Mit einer weiteren Verbesserung in den kommenden Monaten rechnen knapp 12 Prozent der Firmen, das sind rund 10 Prozentpunkte weniger als in der Mai-Umfrage. Demgegen\u00fcber ist die Zahl der Skeptiker von rund 9 auf knapp 18 Prozent angestiegen. Hier k\u00f6nnten sich Unsicherheiten \u00fcber die weitere weltwirtschaftliche Situation bemerkbar machen, von der die Industriebetriebe traditionell sehr abh\u00e4ngig sind. <\/p>\n<p>Beim Handel hingegen hat sich die Stimmung weiter aufgehellt: \u00dcber 31 Prozent verzeichnen derzeit eine gute Gesch\u00e4ftslage (Mai 2017: 28 Prozent) und 62 Prozent beurteilen ihre derzeitige Situation als befriedigend. Und auch die Erwartungen f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit sind sehr positiv: Ein Viertel der Betriebe geht von steigenden Ums\u00e4tzen aus, 69 Prozent sehen eine etwa gleichbleibende Entwicklung. Mit rund 6 Prozent sind die Negativmeldungen recht niedrig. Das kommende Weihnachtsgesch\u00e4ft scheint dem Handel bereits jetzt weiteren Auftrieb zu geben.<\/p>\n<p>Auch bei den Dienstleistungen bleibt die Stimmung positiv. 40 Prozent der Betriebe haben eine gute, 60 Prozent eine befriedigende aktuelle Gesch\u00e4ftslage. F\u00fcr die kommenden Monate erwarten 16 Prozent der Betriebe noch einen weiteren Aufschwung, \u00fcber 70 Prozent gehen von gleichbleibender Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit aus, 12 Prozent der Dienstleistungsfirmen rechnen mit einer nachlassenden Entwicklung.<\/p>\n<p>In der aktuellen Konjunkturumfrage f\u00e4llt auf, dass die kleinen Unternehmen deutlich skeptischer als der Durchschnitt aller Betriebe sind. Bei den IHK-Mitgliedern mit bis zu 20 Besch\u00e4ftigten erwarten rund 22 Prozent einen R\u00fcckgang der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit in den kommenden Monaten. Auch die Bewertung der aktuellen Gesch\u00e4ftslage f\u00e4llt hier zur\u00fcckhaltender aus. Immerhin knapp 17 Prozent der Firmen in dieser Betriebsgr\u00f6\u00dfenklasse sprechen von einer schlechten Lage.<\/p>\n<p>Die Investitionsneigung in den regionalen Unternehmen insgesamt ist nach wie vor ordentlich. \u00dcber ein Viertel rechnen mit zunehmenden Investitionen (Mai 2017: 29 Prozent), bei 63 Prozent der Betriebe bleiben die Investitionsplanungen in etwa gleich (Mai 2017: 56 Prozent), 11 Prozent gehen von r\u00fcckl\u00e4ufiger Investitionst\u00e4tigkeit aus. Auch die Besch\u00e4ftigung wird in Osthessen auf hohem Niveau bleiben. \u00dcber 14 Prozent der Unternehmen wollen ihre Mitarbeiterzahl erh\u00f6hen (Mai 2017: 18 Prozent). Bei 73,5 Prozent der Firmen bleibt die Besch\u00e4ftigtenzahl voraussichtlich konstant und lediglich 12 Prozent der Betriebe gehen von einer Reduktion aus.<\/p>\n<p>Als die wichtigsten Risiken f\u00fcr die weitere wirtschaftliche Entwicklung werden von den Unternehmen an erster Stelle der drohende Fachkr\u00e4ftemangel, gefolgt von einer nachlassenden Inlandsnachfrage und steigende Arbeitskosten genannt. Das Hauptmotiv f\u00fcr die Suche nach Fachkr\u00e4ften ist bei den Unternehmen der Ersatz von altersbedingt ausscheidenden Mitarbeitern und die steigenden Qualifikationen am jeweiligen Arbeitsplatz. Als m\u00f6gliche Folgen des Fachkr\u00e4ftemangels sehen die Unternehmen vorrangig eine Mehrbelastung der vorhandenen Mitarbeiter und das Risiko, dass das Wachstumspotenzial des Unternehmens nicht ausgesch\u00f6pft werden kann, weil Auftr\u00e4ge nicht zeitgerecht abgearbeitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eEs ist nicht alles Gold, was gl\u00e4nzt\u201c, sagt IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Schunck zu den aktuell guten Fuldaer Konjunkturdaten. \u201eWir m\u00fcssen aufpassen, dass insbesondere die kleinen Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern nicht abgeh\u00e4ngt werden. Ihnen f\u00e4llt es tendenziell schwerer, den digitalen Wandel zu vollziehen und im Wettbewerb um Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte erfolgreich zu sein. Die IHK Fulda wird f\u00fcr diese Unternehmensgruppe ihr Informations- und Beratungsangebot verst\u00e4rken und sich gemeinsam mit den Partnern des Regionalen Standortmarketings daf\u00fcr einsetzen, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eDie wirtschaftliche Lage in Osthessen d\u00fcrfte auch in den kommenden Monaten stabil bleiben\u201c, erl\u00e4utert Stefan Schunck, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Industrie- und Handelskammer Fulda, die Ergebnisse der Herbst-Konjunkturumfrage im Bezirk der IHK Fulda. Eine gute derzeitige Gesch\u00e4ftslage haben \u2013 der Umfrage zufolge \u2013 rund 40 der Unternehmen; 55 Prozent der Betriebe sprechen von einem befriedigenden Gesch\u00e4ftsverlauf. 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