{"id":168611,"date":"2017-10-13T06:42:41","date_gmt":"2017-10-13T04:42:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=168611"},"modified":"2017-12-17T14:50:44","modified_gmt":"2017-12-17T13:50:44","slug":"gaming-gefaehrlich-oder-paedagogisch-wertvoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=168611","title":{"rendered":"Gaming: Gef\u00e4hrlich oder p\u00e4dagogisch wertvoll?"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Eltern ist es ein Albtraum, wenn ihr Nachwuchs Tage und N\u00e4chte vor dem Bildschirm verbringt. Kein Wunder, Kinder und Jugendliche wachsen mittlerweile wie selbstverst\u00e4ndlich mit Smartphones, Tablets und Notebooks auf. Heute sind es weniger die PlayStation und der Computer, mit denen sie die neusten Spiele zocken, sondern daf\u00fcr vor allem Online-Games auf tragbaren Ger\u00e4ten. Zwar ist die Suchtgefahr auch dabei ein ernstes Thema, die Angst vor ihr jedoch in vielen F\u00e4llen gl\u00fccklicherweise unbegr\u00fcndet. So haben etwa Studien in den letzten Jahren gezeigt, dass Gaming durchaus einen positiven Effekt auf die kindliche Entwicklung haben kann. <\/p>\n<p>PC-Spiele machen grunds\u00e4tzlich weder dumm noch aggressiv. Das ist der aktuelle wissenschaftliche Stand. Seit nicht mehr nur die Risiken, sondern auch die Chancen des Gamings immer mehr diskutiert und erforscht werden, hat sich der Ruf des vor allem bei Teenagern beliebten Hobbys deutlich verbessert. Aber auch <a href=https:\/\/www.biu-online.de\/blog\/2017\/06\/07\/durchschnittsalter-der-deutschen-gamer-steigt-weiter\/>immer mehr Erwachsene in der Altersgruppe ab 50<\/a> tauchen gerne in Fantasiewelten ein und kl\u00fcgeln raffinierte Strategien aus, um bei den Spielen Erfolge zu erzielen. Gaming begeistert dar\u00fcber hinaus l\u00e4ngst nicht mehr nur ein m\u00e4nnliches Publikum: Der Anteil an weiblichen Spielern steigt kontinuierlich. <\/p>\n<h2>Unterschiedliche Spiel-Genres f\u00f6rdern unterschiedliche F\u00e4higkeiten<\/h2>\n<p>P\u00e4dagogisch wertvoll sind nicht nur spezielle Denkspiele, mit denen Kinder und Jugendliche ihre kreativen, analytischen, motorischen und sprachlichen F\u00e4higkeiten trainieren. Auch reine Unterhaltungsspiele sprechen spezielle Hirnareale an und k\u00f6nnen je nach Genre auf unterschiedliche Art und Weise <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/familie\/kinderspiele\/medien\/pc-games-foerdern-geistige-faehigkeiten-schlauer-durch-computerspiele_id_2631625.html\">die kindliche Entwicklung f\u00f6rdern<\/a>. So vermitteln beliebte Titel wie <i>Minecraft<\/i> beispielsweise r\u00e4umliches und abstraktes Denken, Ego-Shooter verbessern die visuelle Wahrnehmung und MMOs <a href=\"https:\/\/www.browsergames.de\/games\/kostenlose-spiele\/mmo\">wie die hier aufgelisteten<\/a> st\u00e4rken das Gemeinschaftsgef\u00fchl, da die Spieler hier mit vielen anderen Gamern in Kontakt kommen. Gar nicht zu zocken, ist <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/harvard-studie-zu-videospielen-nichtspielen-ist-ein-zeichen-fehlender-sozialkompetenz-a-548754.html\">nach Ansicht der Wissenschaftlerin Cheryl K. Olson<\/a> von der Harvard Universit\u00e4t sogar ein Zeichen von mangelnder Sozialkompetenz. Sie ist Leiterin bei einer der gr\u00f6\u00dften Studien zur Auswirkung von Videospielen auf Kinder und Jugendliche, laut der Kinder, die keinen Kontakt zu Videospielen haben, mehr Probleme im Elternhaus und in der Schule haben.  <\/p>\n<h2>Medienp\u00e4dagogik: Gaming in der Schule und zu Hause<\/h2>\n<p>In Deutschland setzen Lehrer inzwischen auf <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/spielend-lernen-pc-games-im-unterricht\/-\/id=660374\/did=17106574\/nid=660374\/edcttg\/index.html\">PC-Spiele in der Schule<\/a>, um Kindern das Lernen schmackhafter zu machen \u2013 etwa als Erg\u00e4nzung zum traditionellen Mathematikunterricht. Die Reaktionen darauf sind gemischt. Zwar ergab die <a href=\"https:\/\/www.divsi.de\/publikationen\/studien\/divsi-u9-studie-kinder-der-digitalen-welt\/6-wie-kinder-in-die-digitalisierte-welt-hineinwachsen\/6-3-lernen-mit-digitalen-medien-und-digitale-medien-in-der-schule\/\">U9-Studie des Deutschen Instituts f\u00fcr Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)<\/a>, dass schon 6- bis 8-J\u00e4hrige lieber und besser lernen, wenn sie daf\u00fcr digitale Medien nutzen d\u00fcrfen statt nur Papier, B\u00fccher und Hefte; ob Gaming in jungen Jahren jedoch wirklich f\u00f6rderlich ist, h\u00e4ngt von der Angemessenheit der konkreten Inhalte in den einzelnen Games ab. Ego- und Action-Shooter beispielsweise, die gewaltt\u00e4tige Szenen enthalten, verbieten Eltern ihren Kindern aus gutem Grund. Erziehungsberechtigte und Lehrer sollten aufgrund ihrer Vorbildfunktion daher die Altersempfehlung der Spielehersteller im Auge haben und sich im Zweifel <a href=\"https:\/\/www.schau-hin.info\/\">auf Websites wie schau-hin.info informieren<\/a> die Tipps zum kindlichen Umgang mit digitalen Medien zu Gem\u00fcte f\u00fchren. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/c2.staticflickr.com\/8\/7432\/9527140076_23172bd168_z.jpg\"><br \/>\nBildrechte: Flickr <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/intelfreepress\/9527140076\/\" rel=\"nofollow\">Kids with Education Tablet Computers<\/a> <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/intelfreepress\/\" rel=\"nofollow\">Intel Free Press<\/a> CC BY-SA 2.0 <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/\" rel=\"nofollow\">Bestimmte Rechte vorbehalten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>F\u00fcr viele Eltern ist es ein Albtraum, wenn ihr Nachwuchs Tage und N\u00e4chte vor dem Bildschirm verbringt. 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