{"id":168177,"date":"2017-09-28T08:50:45","date_gmt":"2017-09-28T06:50:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=168177"},"modified":"2017-09-28T08:50:45","modified_gmt":"2017-09-28T06:50:45","slug":"5-jahre-behindertenbeirat-in-der-stadt-fulda-was-konnte-erreicht-werden-und-wie-geht-es-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=168177","title":{"rendered":"5 Jahre Behindertenbeirat in der Stadt Fulda Was konnte erreicht werden und wie geht es weiter?"},"content":{"rendered":"<p>Am 13. Februar 2012 hatte die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Fulda die Satzung f\u00fcr den Behindertenbeirat der Stadt Fulda beschlossen. Damit wurde auch in Fulda ein Beirat ins Leben gerufen, der als st\u00e4dtisches Gremium die Interessen der Menschen mit Behinderungen in der Stadt Fulda vertreten soll. Der Behindertenbeirat soll den Magistrat und die Gremien der Stadt Fulda in allen wichtigen Angelegenheiten, die Menschen mit Behinderungen und deren Interessen betreffen, beraten und unterst\u00fctzen. Ebenso soll der Beirat Menschen mit Behinderungen beraten.<\/p>\n<p>Der Magistrat der Stadt Fulda soll den Behindertenbeirat rechtzeitig vor solchen Beschlussfassungen unterrichten, deren Kenntnis zur Erledigung seiner Aufgaben erforderlich ist. Der Beirat wiederum kann zu konkreten Angelegenheiten, die die Belange der behinderten Menschen in Fulda betreffen, Vorschl\u00e4ge an den Magistrat richten.<\/p>\n<p>Bevor der Behindertenbeirat durch die st\u00e4dtische Satzung in das Leben gerufen wurde, mussten so manche Barrieren in den K\u00f6pfen der Verantwortlichen beseitigt werden. Jetzt ist der Behindertenbeirat f\u00fcr eine Vielzahl von Themenfeldern zust\u00e4ndig. Er ist die Interessenvertretung von ca. 10.000 Menschen mit Behinderung in der Stadt Fulda. Sehr bald stellte sich heraus, dass die Mehrzahl der Anliegen der betroffenen B\u00fcrger die bauliche Barrierefreiheit ber\u00fchrt. Verkehrswege und Gehwege, \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude, Kinderg\u00e4rten und Schulen, Wohnanlagen, Bushaltestellen, \u00f6ffentliche Toiletten, Behindertenparkpl\u00e4tze, Parkanlagen und Friedh\u00f6fe sollen barrierefrei geplant und gebaut werden. Hier konnten erste wichtige Akzente gesetzt und die selbstst\u00e4ndige Teilhabe der Betroffenen erm\u00f6glicht werden. Dazu hat der Vorsitzende des Behindertenbeirats Hanns-Uwe Theele, in zahlreichen pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen mit Planern der Stadt, Stadtverordneten, privaten Investoren, Architekten und Projektentwicklern f\u00fcr Barrierefreiheit geworben und viele Hinweise und Hilfestellungen geben k\u00f6nnen. Der Behindertenbeirat hat in seinen Sitzungen konkrete Vorschl\u00e4ge an den Magistrat formuliert. Besonders positiv sind hier die Barrierefreiheit der Bushaltestellen, der barrierefreie Ausbau von Kreuzungen und Ampelanlagen, die Kapelle im Vonderau-Museum, die Aula der Dalbergschule, der Roccoco-Saal im Palais Altenstein und der Ausbau der Karlstra\u00dfe zu nennen. <\/p>\n<p>\u201eHierf\u00fcr erhalte ich immer wieder viel Zuspruch von Betroffenen, die davon profitieren, aber auch vereinzelt die Kritik, dass ich viel zu wenig erreiche\u201c, sagt der Vorsitzende des Behindertenbeirates der Stadt Fulda, Hanns-Uwe Theele, der erst k\u00fcrzlich wieder einstimmig zum neuen Vorsitzenden f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre gew\u00e4hlt wurde. \u201eDiese Kritik wird mir Ansporn sein, mich in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren noch intensiver f\u00fcr Inklusion und Barrierefreiheit einzusetzen, von der nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern eine Vielzahl von anderen B\u00fcrgern in unserer sch\u00f6nen Stadt profitiert\u201c, sagt Theele.<\/p>\n<p>Inklusion und Barrierefreiheit kann aber nicht nur an baulichen Ma\u00dfnahmen gemessen werden. Hier sieht der Vorsitzende des Behindertenbeirates auch den gr\u00f6\u00dften Nachholbedarf. Inklusion muss von den handelnden Personen im Magistrat, den Stadtverordneten und der Verwaltung tats\u00e4chlich gelebt und mit Leben gef\u00fcllt werden. Es geht darum, zum Wohle der Menschen mit Behinderung in unserer Stadt zu handeln, weil die selbstst\u00e4ndige Teilhabe in allen Lebensbereichen wichtig ist, und nicht nur in den F\u00e4llen, wo F\u00f6rdert\u00f6pfe winken. Deshalb hat der Vorsitzende auch den Antrag gestellt, in der Stadtverordnetenversammlung \u00fcber die Arbeit des Behindertenbeirates berichten zu d\u00fcrfen, um bei den Verantwortlichen direkt f\u00fcr Inklusion und Barrierefreiheit zu werben. Unsere Themen geh\u00f6ren nicht nur in die Hinterzimmer der Amtstuben, sondern m\u00fcssen in der Chefetage der Stadt und in der Stadtverordnetenversammlung als politische Vertretung der Fuldaer B\u00fcrger geh\u00f6rt werden. Die Stadt Fulda hat in den ersten f\u00fcnf Jahren mit einem Behindertenbeirat f\u00fcr alle B\u00fcrger an Lebensqualit\u00e4t gewonnen. Das darf aber nicht bedeuten, sich wegen dieser ersten Erfolge zufrieden zur\u00fcck zu legen, sondern muss jetzt dazu f\u00fchren, an Intensit\u00e4t, Kraft und Schnelligkeit zuzulegen. Auch stehen mit dem Stadtjubil\u00e4um 2019, dem Hessentag und der Landesgartenschau wichtige Veranstaltungen an. Hierf\u00fcr m\u00fcssen schon jetzt die Weichen f\u00fcr eine selbstst\u00e4ndige Teilhabe gelegt werden. Bei Fragen und Anregungen kann man sich t\u00e4glich unter Tel. 0661-8339600 oder E-Mail Behindertenbeirat@fulda.de an den Vorsitzenden Hanns-Uwe Theele wenden.<\/p>\n<p>Die Mitglieder des k\u00fcrzlich neu gew\u00e4hlten Behindertenbeirates<br \/>\nFoto von links: Mathias B\u00f6cken, Robert Herrlich (stv. Vorsitzender), Martin G\u00fcnzel, Christian Strunz, Hanns-Uwe Theele (Vorsitzender), Irmgard Bischof-Schmitt, Volker B\u00fcchel, Manuela Pletterscheck, Werner Auth (stv. Vorsitzender), Elvira Storch, Lea Widmer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Am 13. Februar 2012 hatte die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Fulda die Satzung f\u00fcr den Behindertenbeirat der Stadt Fulda beschlossen. Damit wurde auch in Fulda ein Beirat ins Leben gerufen, der als st\u00e4dtisches Gremium die Interessen der Menschen mit Behinderungen in der Stadt Fulda vertreten soll. 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