{"id":168006,"date":"2017-09-25T08:14:26","date_gmt":"2017-09-25T06:14:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=168006"},"modified":"2017-09-25T08:14:26","modified_gmt":"2017-09-25T06:14:26","slug":"business-talk-der-arbeitsagentur-zum-thema-digitalisierung-weiterbildung-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=168006","title":{"rendered":"Business Talk der Arbeitsagentur zum Thema Digitalisierung \/ Weiterbildung im Fokus"},"content":{"rendered":"<p>Schenkt man Peter Clever, Mitglied der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) Glauben, so steht der viel diskutierte Prozess der \u201eDigitalisierung\u201c nicht mehr nur als Zukunftsvision bevor, sondern Gesellschaft und Betriebe befinden sich bereits mitten drin. Beim \u201eBusiness Talk\u201c der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda im Fuldaer Stadtschloss f\u00fchrte der alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit vor etwa 100 G\u00e4sten aus Politik und Wirtschaft aus, welche Folgen zu erwarten sind, wenn die Arbeit von Menschen zunehmend durch Computer ersetzt wird: F\u00fcr die T\u00e4tigkeiten, die weiterhin von Menschen ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, werde man tendenziell mehr h\u00f6her qualifizierte Personen ben\u00f6tigen.  Demnach komme der Qualifizierung und Weiterbildung eine immer gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zu und damit auch der F\u00f6rderung durch die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA). \u201eDie BA sollte sich allerdings davor h\u00fcten, zu stark in dieses Thema einzusteigen\u201c, warnte Peter Clever. Arbeitgeber in Deutschland investierten jedes Jahr 33 Milliarden Euro in die Fortbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieses funktionierende System d\u00fcrfe man nicht \u00e4ndern, um es der Allgemeinheit zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Dr. Katharina Dengler vom Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ging auf die Substituierbarkeit von Berufst\u00e4tigkeiten durch Computer ein. \u201eUnsere Studien zeigen, dass in Helfer- wie in Fachkraftberufen T\u00e4tigkeiten in gleichem Ma\u00df bereits heute von Computern \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend dies f\u00fcr Spezialisten und Experten weniger gilt\u201c, erkl\u00e4rte die Expertin. Generell erwarte man nicht, dass Berufe g\u00e4nzlich wegfallen; jedoch w\u00fcrden sich die Anforderungen ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Dies best\u00e4tigten auch die Teilnehmer der anschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion: Hans-Wilhelm Saal (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg), Dr. Christian Gebhardt (Dr. Gebhardt + Moritz Steuerberatungsgesellschaft mbH) und<br \/>\nMatthias Walter (Herbert Maschinenbau, H\u00fcnfeld). Im Handwerk, in der Industrie sowie im Handel-und Dienstleistungsgewerbe stehe man vor der Herausforderung, die sich wandelnden Anforderungen mit dem vorhandenen Potenzial an Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, machte deutlich, dass sowohl demographischer Wandel als auch Digitalisierung bereits eingesetzt haben, ihre Auswirkungen  auf den Arbeitsmarkt in Zukunft jedoch st\u00e4rker sein werden.<\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld hatte die G\u00e4ste im Stadtschloss begr\u00fc\u00dft und auf die Anforderungen der Digitalisierung in der Region und der Stadtverwaltung hingewiesen.<br \/>\nModeriert wurde die Veranstaltung von hr-Redakteur Hermann Diel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Schenkt man Peter Clever, Mitglied der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) Glauben, so steht der viel diskutierte Prozess der \u201eDigitalisierung\u201c nicht mehr nur als Zukunftsvision bevor, sondern Gesellschaft und Betriebe befinden sich bereits mitten drin. 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