{"id":167815,"date":"2017-09-18T13:21:36","date_gmt":"2017-09-18T11:21:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=167815"},"modified":"2017-09-18T13:21:36","modified_gmt":"2017-09-18T11:21:36","slug":"aufruf-des-familienbundes-der-katholiken-zur-bundestagswahl-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=167815","title":{"rendered":"Aufruf des Familienbundes der Katholiken zur Bundestagswahl 2017"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende tagten das Pr\u00e4sidium und der Hauptausschuss des Familienbundes der Katholiken im Fuldaer Bonifatiushaus. Unter Beteiligung des Landesverbandes Hessen und seines Vorsitzenden Hubert Schulte aus Fulda verabschiedete die Versdammlung nachfolgenden Aufruf:<\/p>\n<p>\u201eUnsere parlamentarische Demokratie braucht engagierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Nur wer sich an Wahlen beteiligt, entscheidet mit \u00fcber die politische Ausgestaltung unserer Lebenswelt: F\u00fcr gute und sichere Arbeitspl\u00e4tze, f\u00fcr Kinderg\u00e4rten und Schulen, f\u00fcr Familien. Der Nutzen zu w\u00e4hlen, ist oft ganz konkret. Wer w\u00e4hlt, \u00fcbernimmt Verantwortung f\u00fcr unser aller Leben in Freiheit und W\u00fcrde. Und f\u00fcr die Demokratie als Frieden und Wohlstand sichernde Grundlage unserer pluralen Gesellschaft. Der Familienbund der Katholiken ruft deshalb die Wahlberechtigten in Deutschland nachdr\u00fccklich auf, sich am 24. September an der Bundestagswahl 2017 zu beteiligen!<\/p>\n<p>Zu w\u00e4hlen hei\u00dft sich zu entscheiden. Dies erfordert, sich ein Bild von den Parteien und ihren Positionen zu machen. Der Familienbund der Katholiken hat f\u00fcr all jene, f\u00fcr die Familienpolitik wahlentscheidend ist, eine Synopse zu den familienpolitischen Positionen der etablierten Parteien ver\u00f6ffentlicht: eine klare und systematische Kartografie der aktuellen familienpolitischen Ideen in Deutschland. Als Pr\u00fcfstein politischer Versprechen erweist sich aber oft erst der R\u00fcckblick in die politische Praxis. Schauen Sie deshalb nicht nur auf aktuelle Wahlprogramme, sondern auch auf die konkrete politische Arbeit der Parteien in der Vergangenheit. Pr\u00fcfen Sie: Wie gro\u00df ist die Kluft zwischen dem tats\u00e4chlichen politischen Handeln und den Versprechen der Parteien?<\/p>\n<p>Die Mitglieder des Familienbundes der Katholiken erteilen als Christinnen und Christen jeder Form von Populismus und Rassismus eine entschiedene Absage! Wir treten ein f\u00fcr einen fairen politischen Diskurs, der sich an der L\u00f6sung von Sachfragen orientiert. Ohne Diffamierungen Andersdenkender. Mit klarem Bekenntnis zur repr\u00e4sentativen, parlamentarischen Demokratie, zur Gewaltenteilung und zur Rechtsstaatlichkeit. Wir wenden uns gegen Versuche, unsere rechtsstaatlichen Prinzipien zu entwerten oder gar zu beseitigen.<\/p>\n<p>Der Familienbund der Katholiken setzt sich ein f\u00fcr eine am Wohl aller Familien orientierte Politik. Paare und Familien brauchen die Freiheit, das von ihnen gew\u00fcnschte Familienmodell zu leben, ihre Kinderw\u00fcnsche zu erf\u00fcllen und Familie und Beruf gem\u00e4\u00df ihren jeweils aktuellen Bed\u00fcrfnissen zu vereinbaren. Voraussetzung daf\u00fcr ist auch eine gerechte Abgabenbelastung. F\u00fcr den Familienbund der Katholiken sind deshalb folgende familienpolitische Positionen zentral: <\/p>\n<p>1.  Einkommensschw\u00e4chere Familien st\u00e4rken:<br \/>\nDas Kindergeld muss deutlich erh\u00f6ht werden. Es darf nicht voll auf die Grundsicherung angerechnet werden. Der Kinderzuschlag muss reformiert und vereinfacht werden.<\/p>\n<p>2. Kosten f\u00fcr Kinder realit\u00e4tsgerecht abbilden:<br \/>\nDer steuerrechtliche Kinderfreibetrag muss auf die H\u00f6he des Erwachsenenfreibetrages angehoben werden.<\/p>\n<p>3. Benachteiligung von Familien beseitigen:<br \/>\nWir fordern die Einf\u00fchrung von Kinderfreibetr\u00e4gen in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Denn Eltern leisten durch ihre Erziehung einen unverzichtbaren Beitrag f\u00fcr die umlagefinanzierte Sozialversicherung. Daher ist die Einf\u00fchrung von Kinderfreibetr\u00e4gen auch in der Sozialversicherung gerecht und verfassungsrechtlich erforderlich.<\/p>\n<p>4. Alleinerziehende besser unterst\u00fctzen:<br \/>\nDas Kindergeld darf nur noch h\u00e4lftig auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet werden.<\/p>\n<p>5. Mehr Zeit f\u00fcr Familien erm\u00f6glichen:<br \/>\nDer Elterngeldbezug muss verl\u00e4ngert und weiter flexibilisiert werden, damit Eltern sich Zeit f\u00fcr ihre Familie nehmen k\u00f6nnen. Familien m\u00fcssen w\u00e4hrend der gesamten dreij\u00e4hrigen Elternzeit unterst\u00fctzt werden \u2013 zumindest mit einer Leistung in H\u00f6he von monatlich 300 Euro. Zudem brauchen Eltern einen Anspruch auf befristete Teilzeit mit R\u00fcckkehrgarantie zur fr\u00fcheren Arbeitszeit.<\/p>\n<p>6. Qualit\u00e4t der Kinderbetreuung verbessern:<br \/>\nDer Bund muss die L\u00e4nder bei der Verbesserung der Kinderbetreuung und bei den Investitionen in zus\u00e4tzliches qualifiziertes Personal st\u00e4rker unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>7. Pflege von Angeh\u00f6rigen in der Familie f\u00f6rdern:<br \/>\nEs muss eine Lohnersatzleistung f\u00fcr wegfallendes Einkommen eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>8. Sorgearbeit am Anfang und am Ende des Lebens anerkennen:<br \/>\nN\u00f6tig ist ein klares politisches Bekenntnis zu einer \u201esorgenden Gesellschaft\u201c. Menschen, die f\u00fcr andere da sind, verdienen Unterst\u00fctzung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Am Wochenende tagten das Pr\u00e4sidium und der Hauptausschuss des Familienbundes der Katholiken im Fuldaer Bonifatiushaus. Unter Beteiligung des Landesverbandes Hessen und seines Vorsitzenden Hubert Schulte aus Fulda verabschiedete die Versdammlung nachfolgenden Aufruf: \u201eUnsere parlamentarische Demokratie braucht engagierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. 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