{"id":167807,"date":"2017-09-18T13:19:04","date_gmt":"2017-09-18T11:19:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=167807"},"modified":"2017-09-18T13:19:04","modified_gmt":"2017-09-18T11:19:04","slug":"gruselromatik-samstag-30-september-2017-19-30-uhr%e2%80%a8orangerie-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=167807","title":{"rendered":"GRUSELROMATIK Samstag, 30. September 2017, 19.30 Uhr\u00e2\u20ac\u00a8ORANGERIE FULDA"},"content":{"rendered":"<p>\u201eRomantik\u201c &#8211; das steht erst einmal f\u00fcr Wohlklang, Genuss und Harmonie. Sturm, Feuer und Hexenritte sorgen jedoch daf\u00fcr, dass der Zuh\u00f6rer beim diesj\u00e4hrigen Herbstkonzert des St\u00e4dtischen Konzertchores dazwischen immer wieder in schaurig-sch\u00f6nen Grusel versetzt wird. Am 30. September l\u00e4dt die Winfridia mit der Erzgebirgischen Philharmonie Aue um 19.30 Uhr in die Fuldaer Orangerie zur \u201eGruselromantik\u201c ein.<\/p>\n<p>ST\u00dcRMISCHER BEGINN<br \/>\nSo beginnt dann auch das Konzert mit den Worten Heinrich Heines: \u201eDer Sturm spielt auf zum Tanze, Er pfeift und saust und br\u00fcllt\u201c. Erich Wolfgang Korngold ist mit seinem kleinen Werk \u201eDer Sturm\u201c eine kompositorisch grandiose Umsetzung gelungen: lebhaft, gar ungest\u00fcm, fegen die Windst\u00f6\u00dfe, die er musikalisch eindr\u00fccklich entfesselt, \u00fcber das Publikum hinweg. Korngold, der in seiner Kindheit und Jugend europaweit als musikalisches Wunderkind gefeiert wurde, komponierte das jugendlich-\u00fcbermutige St\u00fcck 1913, als er gerade einmal 16 Jahre alt war.<\/p>\n<p>&#8220;ICH RASE WIE EIN VULKAN&#8221;<br \/>\n\u201eRaserei\u201c, \u201eEkstase\u201c, \u201eEruption von Musik\u201c \u2013 all diese Begriffe beschreiben das Schaffen von Hugo Wolf, Komponist des \u201eFeuerreiters\u201c. Einzigartig an seiner Arbeitsweise zwischen H\u00f6henfl\u00fcgen und totaler Erlahmung sind \u00e4u\u00dferst intensive Schaffensphasen in Auseinandersetzung mit jeweils einem einzelnen Dichter. So vertonte Wolf 1888 nicht nur das gleichnamige, sondern \u00fcber 40 weitere Gedichte Eduard M\u00f6rikes. War der Feuerreiter zuerst als Klavierlied entstanden, goss Wolf den Feuerritt f\u00fcr Chor und Orchester noch einmal in die schillerndsten musikalischen Farben.<\/p>\n<p>LIEBE UND TOD<br \/>\nSchumanns Chorballade \u201eVom Pagen und der K\u00f6nigstochter\u201c entstand im Sommer 1852, als er schon unter den ersten Anzeichen jener Geisteskrankheit litt, die sp\u00e4ter zu seinem Aufenthalt in der Psychiatrie f\u00fchrte. Textliche Basis des Werks sind vier hochromantische Balladen Emanuel Geibels, die den gesamten schaurig-sch\u00f6nen Bereich des Gruseligen zwischen Liebe und Tod mit lyrischen Mitteln auskosten. Die von Robert Schumann selbst bearbeitete und neu zusammenstellte Geschichte erz\u00e4hlt von einem Chor der Wassernixen, fr\u00f6hlichen Jagd- und Hochzeitsgesellschaften, aber vor allem von der verbotenen Beziehung zwischen einer K\u00f6nigstochter und einem Pagen.<\/p>\n<p>ZWISCHEN DEM NAT\u00dcRLICHEN UND DEM \u00dcBERNAT\u00dcRLICHEN<br \/>\nAls Johann Wolfgang von Goethe die Ballade \u201eDie erste Walpurgisnacht\u201c 1799 verfasste, gab er diese sogleich zur Vertonung frei. Karl Friedrich Zelter, Goethes Freund und bevorzugter Komponist, versuchte zun\u00e4chst, das Gedicht in Musik umzusetzen. Nach f\u00fcnfzehn Jahren gestand sich Zelter ein, dazu nicht in der Lage zu sein und gab die Aufgabe an seinen Sch\u00fcler Felix Mendelssohn-Bartholdy weiter.<br \/>\nWir kennen die Walpurgisnacht heute als n\u00e4chtliches Gelage im Fr\u00fchling, das auf der mehr oder weniger fantastischen Vorstellung eines Hexensabbats beruht. Konzertbesucher sind sich meist allerdings nicht dar\u00fcber im Klaren, dass jene Nacht f\u00fcr Goethe, Mendelssohn und deren Zeitgenossen eine Feier war, die an Jahrhunderte des Unfriedens, der Konflikte und der Gewalt gemahnte sowie an die Mysterien vergangener Zeiten erinnerte. Im Wesentlichen ging es um religi\u00f6se Intoleranz und die d\u00fcsteren Grenzen zwischen dem Nat\u00fcrlichen und dem \u00dcbernat\u00fcrlichen, zwischen Gewissheiten und dem, was wir nicht wissen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>PREISTR\u00c4GERINNEN UND PREISTR\u00c4GER DES PODIUMS JGS<br \/>\nNachdem in der Vergangenheit bereits mehrfach Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger des PodiumsJungerGesangsSolisten des Verbandes Deutscher Konzertch\u00f6re (VDKC) als Solisten zu den Konzerten des St\u00e4dtischen Konzertchores Winfridia eingeladen waren, sind auch beim diesj\u00e4hrigen Vorsingen Partien als Sonderpreise ausgelobt worden. So \u00fcbernehmen am 30. September Kathrin Zukowski den Sopran, Bavo Orroi den Bariton und Marcel Raschke den Bass. Erg\u00e4nzt werden die Solisten durch die bekannten Stimmen von Judith Christ (Alt) und Deren Eladag (Tenor). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eRomantik\u201c &#8211; das steht erst einmal f\u00fcr Wohlklang, Genuss und Harmonie. Sturm, Feuer und Hexenritte sorgen jedoch daf\u00fcr, dass der Zuh\u00f6rer beim diesj\u00e4hrigen Herbstkonzert des St\u00e4dtischen Konzertchores dazwischen immer wieder in schaurig-sch\u00f6nen Grusel versetzt wird. Am 30. 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