{"id":167805,"date":"2017-09-18T13:17:36","date_gmt":"2017-09-18T11:17:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=167805"},"modified":"2017-09-18T13:17:36","modified_gmt":"2017-09-18T11:17:36","slug":"es-fehlen-mehr-beruflich-qualifizierte-fachkraefte-als-akademiker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=167805","title":{"rendered":"\u201eEs fehlen mehr beruflich qualifizierte Fachkr\u00e4fte als Akademiker\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Den hessischen Unternehmen fehlen nach Auswertungen des IHK-Fachkr\u00e4ftemonitors aktuell rund 56.000 Fachkr\u00e4fte, davon 14.000 akademisch Qualifizierte und 42.000 beruflich Qualifizierte. \u201eDrei Viertel aller Stellen, die aktuell in hessischen Betrieben nicht besetzt werden k\u00f6nnen, richten sich an beruflich qualifizierte Fachkr\u00e4fte. Diese Zahlen verdeutlichen sehr eindr\u00fccklich, welche Chancen die duale Berufsausbildung Sch\u00fclern und Absolventen bereith\u00e4lt\u201c, erkl\u00e4rte Karen Hoyndorf, stellvertretende Pr\u00e4sidentin der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Eine Prognose der Hessen Agentur im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums zur Ausbildungsnachfrage in Hessen bis 2030 hatte ergeben, dass das Interesse der Jugendlichen, eine duale Berufsausbildung zu absolvieren, r\u00fcckl\u00e4ufig ist. <\/p>\n<p>\u201eDie duale Berufsausbildung muss unseren Unternehmen die Fachkr\u00e4fte von morgen sichern\u201c, so Hoyndorf. Der IHK-Fachkr\u00e4ftemonitor, ein Instrument, mit dem die Industrie- und Handelskammern den Arbeitsmarkt in Hessen analysieren, besagt, dass aktuell 92 Prozent der rund 2,1 Mio. Fachkr\u00e4fte, die in IHK-zugeh\u00f6rigen Unternehmen in Hessen besch\u00e4ftigt sind, beruflich qualifiziert sind. Lediglich acht Prozent sind akademisch qualifiziert. \u201eAuch zuk\u00fcnftig wird sich der \u00fcberwiegende Teil des Fachkr\u00e4ftebedarfs an die beruflich qualifizierten Fachkr\u00e4fte richten\u201c, so Hoyndorf. <\/p>\n<p>Die Studie der Hessen Agentur kommt zu dem Schluss, dass die Nachfrage nach betrieblichen Ausbildungsstellen aufgrund der demografischen Entwicklung weiter zur\u00fcckgehen wird. Zugleich w\u00fcrden die Jugendlichen immer mehr Abitur und Studium anstreben. \u201eAngesichts der hohen Zahl an unbesetzten Stellen ist es unsere Verpflichtung, zus\u00e4tzliche Anstrengungen zu unternehmen, um die duale Ausbildung attraktiver zu machen und die Ausbildungsqualit\u00e4t zu sichern\u201c, so Hoyndorf. <\/p>\n<p>Zur Sicherung der Ausbildungsqualit\u00e4t werden verschiedene Instrumente eingesetzt, die sich in der Praxis bew\u00e4hrt haben. So erh\u00e4lt jeder Auszubildende die Kontaktdaten seines Ansprechpartners bei der IHK zu Beginn des Ausbildungsverh\u00e4ltnisses. Ausbildungsberater, die gegen\u00fcber den Azubis F\u00fcrsorgepflichten haben, f\u00fchren pro Jahr mehr als 2.000 Betriebsbesuche durch. Hinzu kommen mehr als 10.000 weitere Kontakte per Telefon, E-Mail oder in den sozialen Netzwerken. Zum Anfang eines Berufsschuljahres gehen sie in die Schulklassen und stellen sich als erste Ansprechpartner der Azubis vor. Wenn Konflikte bekannt werden, etwa in Sachen \u00dcberstunden, nicht angemessene Verg\u00fctung, Verweigerung des Besuchs der Berufsschule oder dauerhaft ausbildungsfremde T\u00e4tigkeiten, suchen Berater das Gespr\u00e4ch mit dem Betrieb und erteilen Auflagen, die vom Betrieb zu erbringen sind, um den Mangel abzustellen. Zusammen mit den Gewerkschaften streben die IHKs im Rahmen der \u201eAllianz f\u00fcr Aus- und Weiterbildung\u201c die Einrichtung eines gemeinsamen Beschwerdemanagements an. <\/p>\n<p>\u201eDurch das fr\u00fche Erlernen von Spielregeln in Unternehmen haben die jungen Menschen eine gute Startposition f\u00fcr einen erfolgreichen Berufsweg,\u201c sagt Dr. Brigitte Scheuerle, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Aus- und Weiterbildung der IHK Frankfurt am Main. Im Bereich der IHK Frankfurt am Main werden rund 13.500 Azubis in 110 Ausbildungsberufen ausgebildet. F\u00fcr potenzielle Azubis ist die Situation denkbar gut: In der Stadt Frankfurt stehen momentan rund 991 Bewerbern 1.005 offene Ausbildungspl\u00e4tzen gegen\u00fcber; im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg 751 Bewerbern 920 offene Stellen. <\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t der Berufsausbildung sind auch zeitgem\u00e4\u00df ausgestattete Berufsschulen, die dem Fachkr\u00e4ftenachwuchs die Wertsch\u00e4tzung seiner Leistung zeigt. \u201eDie Qualit\u00e4t der Berufsschulen entscheidet mit \u00fcber die Qualit\u00e4t und Leistungsf\u00e4higkeit sp\u00e4terer Fachkr\u00e4fte\u201c, sagte Dr. Scheuerle. \u201eEs ist gut, dass die Politik die Bedeutung der Investitionen in die Ausstattung von Berufsschulen allm\u00e4hlich erkennt.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Den hessischen Unternehmen fehlen nach Auswertungen des IHK-Fachkr\u00e4ftemonitors aktuell rund 56.000 Fachkr\u00e4fte, davon 14.000 akademisch Qualifizierte und 42.000 beruflich Qualifizierte. \u201eDrei Viertel aller Stellen, die aktuell in hessischen Betrieben nicht besetzt werden k\u00f6nnen, richten sich an beruflich qualifizierte Fachkr\u00e4fte. 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