{"id":167690,"date":"2017-09-15T08:46:34","date_gmt":"2017-09-15T06:46:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=167690"},"modified":"2017-09-15T08:46:34","modified_gmt":"2017-09-15T06:46:34","slug":"gelungene-premiere-wandelkonzert-der-musikschule-im-vonderau-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=167690","title":{"rendered":"Gelungene Premiere: Wandelkonzert der Musikschule im Vonderau-Museum"},"content":{"rendered":"<p>Zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Konzert haben sich die Musikschule der Stadt Fulda und das Vonderau-Museum erstmals zusammengefunden: In den historisch eingerichteten R\u00e4umen des Museums konnten die Zuh\u00f6rer ein Wandelkonzert durch 500 Jahre Kulturgeschichte erleben. <\/p>\n<p>Die Leiterin des Museums, Dr. Sabine Fechter, und Musikschulleiterin Natalya Oldenburg f\u00fchrten gemeinsam durch das Programm. Ihre kurzen, gut ausgew\u00e4hlten Erl\u00e4uterungen erg\u00e4nzten einander auf das Beste und erhellten wichtige Hintergr\u00fcnde der Musik, die in solchem Ambiente auf neue Weise zu klingen begann.<\/p>\n<p>Die Musikschul-Formation \u201eDie Spielleute\u201c er\u00f6ffnete das Konzert mit englischer Renaissancemusik. Zum klangsch\u00f6nen Spiel auf Blockfl\u00f6te, Violine und Harfe gesellte sich im zweiten St\u00fcck \u201eShe rose and let me in\u201c der anr\u00fchrende Gesang von Anne Reumann. Die Barockzeit war durch drei Musikst\u00fccke vertreten: F\u00fcr Glanz und Prunk der Epoche erklang beispielhaft der \u201eMarche for the Prince of Denmark\u201c von Jeremiah Clarke, gespielt von Johanna Tegel (Trompete). Die insbesondere durch Kompositionsauftr\u00e4ge des Adels vorangetriebene Entwicklung der Instrumentalmusik wurde erlebbar in einem Duo f\u00fcr zwei Traversfl\u00f6ten von Joseph Bodin de Boismortier, lebendig und mit sch\u00f6nen Verzierungen vorgetragen von Sigrid Sch\u00e4fer und Christina Mackenrodt. Im Barockzimmer des Museums erklang eine Sonate f\u00fcr drei Fl\u00f6ten von Joseph Joachim Quantz, in perfektem Zusammenspiel dargeboten von Annika Br\u00fcckner, Viviane G\u00f6b und Sira Gr\u00e4tz. <\/p>\n<p>Der im Museum wiederaufgebaute Festsaal des Fuldaer B\u00fcrgervereins ist Ausdruck des in klassischer Zeit gewachsenen neuen b\u00fcrgerlichen Selbstbewusstseins. Er bot den idealen Rahmen f\u00fcr ein Werk von Georg Abraham Schneider, der im selben Jahr wie Ludwig van Beethoven geboren wurde. Paulina Kraus, Celina B\u00f6hm, Franziska M\u00fcller, Dorothea Br\u00fcdigam und Stephanie Vautz spielten das Adagio aus seinem dritten Fl\u00f6tenquartett mit viel Gesp\u00fcr f\u00fcr die ausdrucksvolle Melodik. <\/p>\n<p>Das sehns\u00fcchtige Liebeslied \u201eErev shel shoshanim\u201c und das lebensfrohe \u201eAle Brider\u201c, mit ansteckender Spielfreude musiziert von der Klezmer- and Folkband, standen beispielhaft f\u00fcr das Leben der j\u00fcdischen Gemeinde in Fulda. Der Rundgang endete im Ausstellungsraum \u201eModerne Industrie\u201c mit Musikbeispielen aus der Gegenwart. Lea Widmer und Alexander Klinke (Marimba) spielten teils solistisch, teils gemeinsam vier Titel von Paul Desmonds \u201eTake Five\u201c bis zu einem Werk des 1958 geborenen Matthias Schmidt.<\/p>\n<p>Der zweite Teil des Konzerts begann in der Kapelle des Museums. Konrad Kaffanke (Klavier) \u00fcberzeugte im Charakterst\u00fcck \u201eAuf den Feldern\u201c von Reinhold Gli\u00e8re durch freie agogische Gestaltung. Klar und durchsichtig erklang \u201eRegen\u201c von Viktor Kossenko in der Interpretation von Clara Vogel (Klavier). Jakob Richter (Horn) meisterte bravour\u00f6s die schnellen L\u00e4ufe in Georg Philipp Telemanns \u201eDie Tapferkeit\u201c, am Klavier begleitet von seiner Schwester Hanna. Anschlie\u00dfend spielte er zusammen mit Marina Gajda (Klavier) ausdrucksvoll die Romanze F-Dur von Camille Saint-Sa\u00c3\u00abns.<\/p>\n<p> Herausragend war der Beitrag von Sophie Hunold (Sopran) die, von ihrer Mutter Renate Hunold am Klavier begleitet, das traumverlorene \u201eBeim Schlafengehen\u201c von Richard Strauss und das temperamentvolle \u201eLes filles de Cadix\u201c von Leo D\u00e9libes darbot. Johanna Moormann (Cello) spielte mit beweglicher Bogentechnik das \u201eAllegro appassionato\u201c von Saint-Sa\u00c3\u00abns und gefiel anschlie\u00dfend im ber\u00fchmten \u201eDer Schwan\u201c desselben Komponisten durch ihre kantable Tongebung. Schwungvoll und lebendig spielten Eileen Tolsdorf und Letizia Bott vierh\u00e4ndig am Klavier zwei T\u00e4nze von Franz Schubert und Anton Arensky. <\/p>\n<p>Im Ausstellungsraum vor der Kapelle hatten sich unterdessen die gr\u00f6\u00dferen Ensembles der Musikschule aufgebaut. Das Trompetenensemble \u201eTrombi Crescendo\u201c erfreute das Publikum mit zwei Hits von Andrew Lloyd Webber und Seiichiro Uno. Gut gelaunt pr\u00e4sentierte das Quartetto Allegro (Sarah Meyer, Emely Koch, Amelie Becker und Carolin Gilbert) einen Boogie for Strings von Manfred Schmitz. Mit \u201ePalladio\u201c von Karl Jenkins, gespielt vom Streichorchester \u201eHarmonie\u201c unter Leitung von Lidia Koch, klang das Konzert, das zugleich die erfolgreiche Premiere in der Kooperation zwischen Musikschule und Museum darstellte, festlich aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Konzert haben sich die Musikschule der Stadt Fulda und das Vonderau-Museum erstmals zusammengefunden: In den historisch eingerichteten R\u00e4umen des Museums konnten die Zuh\u00f6rer ein Wandelkonzert durch 500 Jahre Kulturgeschichte erleben. Die Leiterin des Museums, Dr. Sabine Fechter, und Musikschulleiterin Natalya Oldenburg f\u00fchrten gemeinsam durch das Programm. 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