{"id":167641,"date":"2017-09-13T08:25:39","date_gmt":"2017-09-13T06:25:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=167641"},"modified":"2017-09-13T08:25:39","modified_gmt":"2017-09-13T06:25:39","slug":"oberstufen-info-tage-an-der-avh-ziehen-400-junge-menschen-nach-lauterbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=167641","title":{"rendered":"Oberstufen-Info-Tage an der AvH ziehen 400 junge Menschen nach Lauterbach"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWo soll die Reise hingehen?\u201c \u2013 Dieser wesentlichen Frage auf dem Weg in die Zukunft widmete sich in der vergangene Woche zwei Tage lang die Alexander-von-Humboldt-Schule. Sie war Gastgeberin der Oberstufen-Info-Tage, ein Projekt, das jedes Jahr die Oberstufensch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler aus dem ganzen Kreis abwechselnd nach Alsfeld oder nach Lauterbach zieht. Organisiert und durchgef\u00fchrt wird diese hochinformative Veranstaltung von der Agentur f\u00fcr Arbeit, die mit mehreren Mitarbeitern auch vor Ort vertreten war. <\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr nutzten wieder an die 400 junge Leute der Albert-Schweitzer-Schule und der Max-Eyth-Schule aus Alsfeld sowie der Vogelsbergschule und des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums aus Lauterbach dieses au\u00dfergew\u00f6hnliche Angebot, das in ein ausgekl\u00fcgeltes Berufs- und Studienorientierungskonzept (BSO-Konzept) der Schule eingebettet ist, wie Studienleiter Karsten Kr\u00e4mer zur Begr\u00fc\u00dfung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in der Aula der Schule am Mittwochmorgen erl\u00e4uterte. Ab der Jahrgangsstufe 5 werden \u2013 bis hin zu den Oberstufen-Info-Tagen &#8211; altersgem\u00e4\u00dfe Informationsveranstaltungen und Workshops angeboten, die zum Ziel haben, die sp\u00e4tere Ausbildungs- und Berufswahl in sichere Bahnen zu lenken. Beide Gymnasien im Kreis seien f\u00fcr dieses Engagement bereits mit dem OloV-Zertifikat ausgezeichnet worden, so Kr\u00e4mer \u00fcber die Anstrengungen, die mit Blick auf den extremen Wandel in der Arbeitswelt und angesichts der hochkomplexen Zukunftsthemen auch n\u00f6tig seien. Kr\u00e4mer zeigte sich erfreut dar\u00fcber, dass mit Marco Sankewitz und Gerrit Lepper zwei erfahrene Berater f\u00fcr akademische Berufe der Arbeitsagentur mit an Bord seien, die neben ihren regelm\u00e4\u00dfigen Einzelberatungsangeboten an den beiden Gymnasien auch diesen Tag federf\u00fchrend organisiert hatten. \u201eWir sind sehr dankbar f\u00fcr dieses Angebot, das die Arbeitsagentur unseren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern allj\u00e4hrlich zur Verf\u00fcgung stellt\u201c, unterstrich Kr\u00e4mer.<\/p>\n<p>\u201eMit den Oberstufen-Info-Tagen komprimieren wir das Ausbildungs- und Studienangebot der Region und erm\u00f6glichen somit einen guten \u00dcberblick mit f\u00fcr Sie \u00fcberschaubarem Einsatz\u201c, skizzierte Sankewitz die Idee hinter der Veranstaltung. Gerrit Lepper erg\u00e4nzte, dass es angesichts 10.000 Bachelor-Studieng\u00e4nge in Deutschland, 1.100 M\u00f6glichkeiten des Dualen Studiums und 350 Berufsausbildungen n\u00f6tig sei, f\u00fcr \u00dcbersicht zu sorgen und den jungen Leuten ein umfangreiches, verst\u00e4ndliches Bild zu liefern, das ihnen bei der Antwort auf die Frage \u201eWohin soll die Reise gehen?\u201c behilflich sein k\u00f6nne. \u201eWir wollen Entscheidungskompetenz schaffen und haben daf\u00fcr die Expertise von Menschen aus den verschiedensten Ausbildungs- und Arbeitsumfeldern eingeladen\u201c, f\u00fchrte Lepper aus. Zus\u00e4tzlich rundeten einige Info-St\u00e4nde von Universit\u00e4ten und Anbietern von Freiwilligendiensten die Informationstage ab. Mehr als 60 Referenten und Experten konnte man schlie\u00dflich im umfangreichen Programm der Oberstufen-Info-Tage z\u00e4hlen. Eine Hebamme berichtete \u00fcber Ausbildung und Berufsalltag, genauso wie ein Bauingenieur oder Rechtsanwalt. Es gab Einblicke in das Berufsbild der \u00d6kologischen Landwirtschaft oder Hinwiese zu den Einstiegswegen in die Medienbranche. Auch viele verschiedene Duale Studieng\u00e4nge wurden vorgestellt, darunter nicht nur diejenigen von in der Region ans\u00e4ssigen Firmen, sondern auch die Studieng\u00e4nge bei Polizei, Zoll oder Bundeswehr. Neben zahlreichen Referenten von verschiedenen Universit\u00e4ten waren auch Vertreter von Ausbildungsbetrieben der Region vor Ort. Die meisten dieser Betriebe bieten zwar ebenfalls ein Duales Studium an, stellten aber auch ihre Ausbildungsberufe vor.<\/p>\n<p>Und Neuigkeiten gab es viele f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Abiturienten. So war es f\u00fcr einige von ihnen vielleicht \u00fcberraschend, ausgerechnet von einem BWL-Professor einen unterhaltsamen Vortrag \u00fcber die Wirtschaftswissenschaften zu h\u00f6ren, der mit der Aussage begann, dass ein Beruf in erster Linie Spa\u00df machen muss. Dazu gab es von Prof. Hubert Jung von der THM auch Ausblicke in die Zukunft: Er sieht die Kombination von IT und BWL angesichts der Industrialisierung 4.0 auf dem Vormarsch. Gro\u00dfes Interesse herrschte auch bei der Veranstaltung der Polizei. Dass der Beruf des Polizisten in Statistiken immer noch als Traumjob gef\u00fchrt wird, verwundert Kriminalkommissar Marco Hohmann keineswegs. Sehr begeistert und aufgeschlossen stellte er das Berufsbild des Polizisten und den Weg dorthin vor und beantwortete im Anschluss an seinen Vortrag viele interessierte Fragen. Auch das Ingenieurswesen erfreute sich gro\u00dfen Zuspruchs. Prof. Dr. Helmut Meyer-Abich erl\u00e4uterte vor den sicher 50 jungen Menschen, die dieses Thema aus sieben verschiedenen Angeboten zum selben Zeitpunkt ausgew\u00e4hlt hatten, was die Bauwirtschaft mit Menschenkenntnis zu tun hat, und wieso es weniger ums Rechnen als viel mehr ums Verstehen geht. Informativ, unterhaltsam und sehr abwechslungsreich waren die knapp f\u00fcnfzig Vortr\u00e4ge und Pr\u00e4sentationen, so dass der Tenor unter den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern auch insgesamt positiv war: Sie rechneten durchaus mit einem Wissenszuwachs und freuten sich sehr, Einblicke in Berufsbilder zu bekommen, mit denen sie bisher wenig in Ber\u00fchrung gekommen sind.<\/p>\n<p>Oliver Stoy, seit Beginn dieses Schuljahres an der AvH verantwortlich f\u00fcr die BSO, zeigte sich erfreut \u00fcber den Zuspruch, auch aus anderen Schulen. So sind die Oberstufen-Info-Tage auch dazu angetan, den Austausch der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie der Schulen untereinander zu f\u00f6rdern.<br \/>\nEs gibt sicher viel, was die jungen Leute von diesen Tagen mitnehmen k\u00f6nnen \u2013 nicht zuletzt ein ganz besonderer Rat: Prof Meyer-Abich n\u00e4mlich forderte sie auf, jetzt schon immer wieder mal Vorlesungen zu besuchen, die man f\u00fcr sp\u00e4ter interessant findet. Und auch nach dem Abitur, wenn man den Numerus clausus f\u00fcr seinen Wunschstudiengang vielleicht noch nicht geschafft habe, k\u00f6nne man sich schon in die Vorlesungen setzen und zuh\u00f6ren. \u201eNiemand kann Sie daran hindern, schlauer zu werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eWo soll die Reise hingehen?\u201c \u2013 Dieser wesentlichen Frage auf dem Weg in die Zukunft widmete sich in der vergangene Woche zwei Tage lang die Alexander-von-Humboldt-Schule. Sie war Gastgeberin der Oberstufen-Info-Tage, ein Projekt, das jedes Jahr die Oberstufensch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler aus dem ganzen Kreis abwechselnd nach Alsfeld oder nach Lauterbach zieht. 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