{"id":167222,"date":"2017-09-05T07:46:40","date_gmt":"2017-09-05T05:46:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=167222"},"modified":"2017-09-05T07:46:40","modified_gmt":"2017-09-05T05:46:40","slug":"verbraucherberatung-fluechtlingsprojekt-uebertrifft-erwartungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=167222","title":{"rendered":"Verbraucherberatung: Fl\u00fcchtlingsprojekt \u00fcbertrifft Erwartungen"},"content":{"rendered":"<p>Ministerium und Verbraucherverb\u00e4nde ziehen Zwischenbilanz nach einem Jahr \/ Ministerin Priska Hinz: \u201eMit unserem Projekt konnten wir Gefl\u00fcchteten ganz praktisch und in ihrem Alltag hier in Hessen helfen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit unserem Beratungsangebot wollen wir Gefl\u00fcchtete nicht nur vor Abzocke und Betrug sch\u00fctzen, sondern auch Grundlagen f\u00fcr das Haushalten in der eigenen Wohnung vermitteln. Nach einem Jahr kann ich sagen: Das war genau die richtige Entscheidung. Denn die Nachfrage nach Beratung und Hilfestellung ist deutlich h\u00f6her als erwartet\u201c, sagte Verbraucherschutzministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. Im September 2016 hatte das Verbraucherschutzministerium gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Hessen (VZH) und dem DHB-Netzwerk Haushalt mit dem Projekt \u201eVerbraucherkompetenz f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge\u201c eine neue Beratung. Die Landesregierung hat f\u00fcr das auf drei Jahre befristete Projekt 400.000 Euro bereitgestellt.<\/p>\n<p>\u201eSeit vergangenem Jahr haben wir knapp 4.000 Personen in rund 250 Veranstaltungen erreicht \u2013 das ist beachtlich. Viel wichtiger aber ist, dass wir mit der Beratung den Gefl\u00fcchteten in ihrem Alltag ganz praktisch helfen konnten\u201c, sagte die Ministerin. In der pers\u00f6nlichen Beratung geht es um Fragestellungen zu Vertragsabschl\u00fcssen, Versicherungen oder Zahlungsverkehr. So werden zum Beispiel aus Unwissen  mehrfache Vertr\u00e4ge mit Mobilfunkunternehmen abgeschlossen. Ein anderes Thema sind die hohen Energiekosten, die Fl\u00fcchtlingsfamilien finanziell belasten.<\/p>\n<p>Beratungsangebote in zw\u00f6lf Sprachen<\/p>\n<p>Eine wichtige Rolle bei der Aufkl\u00e4rung spielen die sogenannten \u201eVerbraucherlotsen\u201c, die den Gefl\u00fcchteten einen verst\u00e4ndlichen und ansprechenden Zugang zu grundlegenden Verbraucherthemen in Deutschland gew\u00e4hren sollen. Die Angebote gibt es in insgesamt zw\u00f6lf Sprachen. Neben Deutsch und Englisch sind dies Arabisch, Persisch (Farsi und Dari), Kurdisch, Somali, Russisch, das pakistanische Urdu sowie die in \u00c4thiopien und Eritrea gesprochenen Sprachen Amharisch, Tigrinya und Oromo. Das Projekt bietet ferner Informationsangebote f\u00fcr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsorganisationen sowie f\u00fcr Ehrenamtliche, die sich in der Fl\u00fcchtlingshilfe engagieren. Sie sind oft die ersten Ansprechpartner und werden \u00fcber die h\u00e4ufigsten Verbraucherprobleme der Gefl\u00fcchteten informiert. Hinzu kommt das Angebot von interkulturellen Schulungen f\u00fcr Beratungskr\u00e4fte der Verbraucherverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>Verbraucherverb\u00e4nde sehen Erfolge<\/p>\n<p>Auch die hessischen Verbraucherverb\u00e4nde zogen eine positive Zwischenbilanz. VZH-Vorstand Andrea Jahnen (Frankfurt) sagte: \u201eDie R\u00fcckmeldungen \u00fcberzeugen uns tagt\u00e4glich von dem Bedarf und der Notwendigkeit des Projekts. Denn gezielte Verbraucherinformationen helfen den Alltag zu meistern und sch\u00fctzen vor unliebsamen Kosten- und Vertragsfallen. Dank dem Zusammenspiel mit vielen Partnern konnten wir eine Vielzahl an Multiplikatoren und Gefl\u00fcchtete erreichen, zudem in Einzelberatungen konkrete und wirkungsvolle Unterst\u00fctzung geben.\u201c<\/p>\n<p>Die Landesvorsitzende des DHB, Anne Mitschulat (Korbach), erg\u00e4nzte: \u201eDie Gefl\u00fcchteten wollen und sollen Eigenverantwortung f\u00fcr ihr neues Lebensumfeld \u00fcbernehmen. Hauswirtschaftliche Themen werden deshalb stark nachgefragt. An einigen Orten f\u00fchren  wir gemeinsam mit Landkreisen und Kommunen Schulungen f\u00fcr den sogenannten Haushalts- oder Wohnungsf\u00fchrerschein mit Zertifikat oder Nachweis durch. Er dient erfolgreich als T\u00fcr\u00f6ffner bei der Wohnungssuche und auch als Vermittlung zwischen der leider oft noch skeptischen Bev\u00f6lkerung und den gefl\u00fcchteten Menschen.\u201c<\/p>\n<p>Hintergrund: Hessische Verbraucherverb\u00e4nde<\/p>\n<p>Die 1959 gegr\u00fcndete Verbraucherzentrale Hessen mit Sitz in Frankfurt am Main unterh\u00e4lt derzeit acht Beratungsstellen: Borken, Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Gie\u00dfen, Kassel, R\u00fcsselsheim und Wiesbaden. Hinzu kommen die Beratungsst\u00fctzpunkte Erbach\/Odenwald und Fritzlar. Das Angebot wurde 2015 um eine Beratung per E-Mail erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Der 1949 gegr\u00fcndete DHB \u2013 Netzwerk Haushalt, Landesverband Hessen, mit Sitz in Korbach bietet Verbraucherberatung in 13 St\u00e4dten: Bebra, Bad Camberg, Bad Hersfeld, Dieburg, Dillenburg, Frankenberg, Gelnhausen, Herborn, Korbach, Limburg, Marburg, Stadtallendorf und Wetzlar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Ministerium und Verbraucherverb\u00e4nde ziehen Zwischenbilanz nach einem Jahr \/ Ministerin Priska Hinz: \u201eMit unserem Projekt konnten wir Gefl\u00fcchteten ganz praktisch und in ihrem Alltag hier in Hessen helfen.\u201c \u201eMit unserem Beratungsangebot wollen wir Gefl\u00fcchtete nicht nur vor Abzocke und Betrug sch\u00fctzen, sondern auch Grundlagen f\u00fcr das Haushalten in der eigenen Wohnung vermitteln. 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