{"id":166652,"date":"2017-08-24T06:12:04","date_gmt":"2017-08-24T04:12:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=166652"},"modified":"2017-08-24T06:12:04","modified_gmt":"2017-08-24T04:12:04","slug":"durch-mitdenken-und-fragen-fehler-vermeiden-aok-hessen-zu-patientensicherheit-im-gesundheitswesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=166652","title":{"rendered":"Durch Mitdenken und Fragen Fehler vermeiden &#8211; AOK Hessen zu Patientensicherheit im Gesundheitswesen"},"content":{"rendered":"<p>Die moderne Medizin wird immer komplexer und hochtechnisierter. Wenn etwas schief l\u00e4uft, kann es sich um eine Verkettung kritischer Faktoren handeln. Zwar sind Fehler menschlich, sollten aber im medizinischen Bereich nicht vorkommen. Viele Fehler w\u00e4ren auch vermeidbar, wenn auf bestimmte Dinge im Vorfeld geachtet w\u00fcrde.  K\u00f6nnen Patienten dazu beitragen, dass weniger Fehler passieren? Die AOK Hessen meint: Ja &#8211; eine ganze Menge!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Patientensicherheit sind in erster Linie die Profis verantwortlich. Operations-Checklisten kommen zum Einsatz, es gibt Ma\u00dfnahmen zur H\u00e4ndedesinfektion, Risikomanagement und Fehlermeldesysteme im Krankenhaus. Sich auf das medizinische Versorgungssystem vollst\u00e4ndig verlassen im Glauben, es werde bestimmt alles glimpflich oder gar bestm\u00f6glich ausgehen, w\u00e4re jedoch zu kurz gedacht. \u201eDie Versorgungsqualit\u00e4t in Deutschland ist zweifelsohne gut. Patienten sollten trotzdem aufmerksam sein, ihre Diagnose und den Sinn ihrer Therapie verstehen, im besten Falle sogar zu einem Experten ihres speziellen Krankheitsbildes werden\u201c, meint Susanne Strombach, Patientenkoordinatorin der AOK Hessen.<\/p>\n<p>Buch f\u00fchren hilft<br \/>\nZwar w\u00fcrden Patienten immer Laien bleiben, doch funktioniert die Aufkl\u00e4rung \u00fcber Therapie-Optionen durch die \u00c4rztin besser, wenn grundlegende Begriffe oder sogar Wirkungsweisen von eingenommenen Arzneimitteln bekannt sind. So sollte man seine behandelnden Mediziner sowohl \u00fcber Medikamentenallergien und -unvertr\u00e4glichkeiten informieren und dar\u00fcber hinaus \u00fcber alles, was t\u00e4glich sonst noch eingenommen wird. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen  sich Arzneimittel gegenseitig beeinflussen. Sinnvoll ist es regelrecht \u00fcber seine Krankheit \u201eBuch zu f\u00fchren\u201c, alles Wichtige in einem Heft notieren, damit auch nichts vergessen wird. F\u00fcr die eingenommenen Medikamente gibt es einen Medikationsplan, den jeder Arzt ausstellen muss, wenn der Patient dies w\u00fcnscht. Bei jedem Praxis- oder Klinikbesuch sollte man beides dabei haben.<\/p>\n<p>Souver\u00e4ner werden<br \/>\nDas Grundprinzip sollte sein: So viele Fragen stellen wie m\u00f6glich, um ein klareres Bild zu erlangen. \u201eDamit ist vor allem Nachhaken gemeint, wenn etwas nicht verstanden wurde. Viele \u00e4ltere Patienten haben da zuweilen noch Hemmungen, die v\u00f6llig unbegr\u00fcndet sind\u201c, so Strombach. Jeder  Patient sollte sich gen\u00fcgend Zeit nehmen, die jeweils n\u00e4chsten Schritte zu planen und zu \u00fcberdenken. Ist dieser Eingriff wirklich notwendig? Ben\u00f6tige ich eine Zweitmeinung? Welches Krankenhaus ist das Richtige f\u00fcr mich? Gibt es therapeutische Alternativen, die ich ansprechen k\u00f6nnte? \u201eMehr zu wissen bedeutet, souver\u00e4ner zu werden und auch entsprechend aufzutreten\u201c, sagt Strombach. Das kann im Einzelfall auch die Patientensicherheit erh\u00f6hen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die moderne Medizin wird immer komplexer und hochtechnisierter. Wenn etwas schief l\u00e4uft, kann es sich um eine Verkettung kritischer Faktoren handeln. Zwar sind Fehler menschlich, sollten aber im medizinischen Bereich nicht vorkommen. Viele Fehler w\u00e4ren auch vermeidbar, wenn auf bestimmte Dinge im Vorfeld geachtet w\u00fcrde. K\u00f6nnen Patienten dazu beitragen, dass weniger Fehler passieren? 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