{"id":166600,"date":"2017-08-21T20:41:42","date_gmt":"2017-08-21T18:41:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=166600"},"modified":"2017-08-21T20:41:42","modified_gmt":"2017-08-21T18:41:42","slug":"das-groesste-wunder-ist-die-verbundenheit-der-buerger-zu-ihrem-spiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=166600","title":{"rendered":"Das gr\u00f6\u00dfte Wunder ist die Verbundenheit  der B\u00fcrger zu ihrem Spiel"},"content":{"rendered":"<p>90 Jahr und quicklebendig: Seit dem Jahr 1927 singen, tanzen und spielen die M\u00fcnnerst\u00e4dter beim Heimatspiel \u201eDie Schutzfrau von M\u00fcnnerstadt\u201c. Wie eh und je wird das Freilichtspiel auch in diesem Jahr dreimal auf dem Anger vor der historischen Kulisse des Heimatspielhauses aufgef\u00fchrt. Zur ersten Auff\u00fchrung formiert sich der Festzug am 27. August.<br \/>\nWeitere Spieltage sind am 3. und 10. September. Karten gibt es mit Platzreservierung im Vorverkauf oder an der Tageskasse. <\/p>\n<p>Von umfangreichen Jubil\u00e4umsveranstaltungen zum 90-j\u00e4hrigen Bestehen will Vorstand Bruno Eckert nichts h\u00f6ren. Anstelle eines Festprogramms sind im Herbst ein Ausflug und ein Festvortrag geplant. Das soll ein Dank f\u00fcr die zahlreichen Aktiven sein, sagt der resolute langj\u00e4hrige Kopf der Spielerschar. Es ist seine letzte Spielsaison nach \u00fcber 50 Jahren als Heimatspieler \u2013 davon ca. 45 Jahre als 1. Vorstand. Traurig ist der 70-j\u00e4hrige M\u00fcnnerst\u00e4dter nicht. Nur davon tief ber\u00fchrt, dass es das Spiel schon seit neun Jahrzehnten gibt. <\/p>\n<p>\u201eDas gr\u00f6\u00dfte Wunder f\u00fcr mich ist, dass das Heimatspiel nach dem 2. Weltkrieg trotz 15-j\u00e4hriger Pause, enormer Zerst\u00f6rung und harten Zeiten wiederaufgenommen worden ist\u201c, sagt der engagierte Vorstand der Heimatspieler. Nahezu eine Sensation ist es f\u00fcr ihn, dass das auf einer frommen Legende beruhende Spiel bis heute von den M\u00fcnnerst\u00e4dtern inbr\u00fcnstig gelebt wird. Gar nicht zu reden von den vielen, vielen Helfern im Hintergrund, die \u2013 so Eckert mit einem dankbaren L\u00e4cheln \u2013 auftauchen, anpacken, wieder gehen und mit einem \u201eDankesch\u00f6n\u201c zufrieden sind. \u201eDas Heimatspiel ist einfach in den K\u00f6pfen der M\u00fcnnerst\u00e4dter drin\u201c, versucht er die Verbundenheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu erkl\u00e4ren. <\/p>\n<p>In der dieser Spielsaison gibt es neue Gesichter auf der B\u00fchne zu sehen. F\u00fcr mehr als 30 M\u00fcnnerst\u00e4dter Familien ist das Heimatspiel fest verwurzelter Brauch und bis heute \u00fcbernehmen die S\u00f6hne und T\u00f6chter gerne erste Rollen und sp\u00e4ter auch wichtige Positionen im Spiel. So zum Beispiel Steffen W\u00fcst, der die Rolle des Pfarrers gestalten wird oder Dominik Lieb, der erstmals den Michel Stapf gibt. Neu dabei auch Elmar Wiener als Schwedenobrist, der gleich sein eigenes Pferd mitbringt. Oder auch Wolfgang Joa als Senator. <\/p>\n<p>\u201eGott sei Dank gibt es Nachwuchs\u201c, betont Bruno Eckert. Doch bis ein Interessent auf der B\u00fchne steht, ist einiges an Proben f\u00fcr die geeignete Rolle notwendig. \u201eDie Spieler m\u00fcssen zu ihrer Rolle passen, um auf dieser riesigen B\u00fchne glaubw\u00fcrdig zu erscheinen\u201c, erkl\u00e4rt Eckert. Nur so beh\u00e4lt das Heimatspiel sein erstklassiges Format. <\/p>\n<p>Im Hinblick auf die lange Tradition l\u00e4sst die Heimatspielgemeinde das fr\u00fcher so beliebte Lagerleben am mittleren Spielwochenende (2.\/3. September) wiederaufleben. Am Samstag, 2. September, dreht sich ab 15 Uhr das Rad der Zeit um ein paar hundert Jahre zur\u00fcck. Besucher reisen mit den M\u00fcnnerst\u00e4dtern in die Vergangenheit und feiern wie anno dazumal bei Wein und gutem Essen bis in den Abend hinein. Am Sonntag, 3. September, dauert das Lagerleben noch am Vormittag an, flankiert vom Marktsonntag in der ganzen Stadt. Um 13 Uhr schlie\u00dfen sich die Pforten und das eigentliche Heimatspiel beginnt. <\/p>\n<p>INFO<br \/>\nDas Spiel mit Tanz und Gesang, eindringlichen Gebeten und spannenden Dialogen dauert rund anderthalb Stunden. Beginn ist jeweils um 13.45 Uhr mit einem Festzug, um 14.30 ist Spielbeginn. Karten gibt es im Vorverkauf und an der Tageskasse f\u00fcr 13 oder 15 \u00e2\u201a\u00ac. F\u00fcr Reisegruppen gelten Sonderkonditionen. Wer aus Richtung Schweinfurt, Bad Neustadt und Meiningen mit der Erfurter Bahn (www.erfurter-bahn.de), Mainfrankenbahn oder Main-Spessart-Express (www.bahn.de\/regio-franken) anreist, erh\u00e4lt eine Erm\u00e4\u00dfigung auf den Eintritt. Tickets und weitere Informationen: Heimatspielgemeinde M\u00fcnnerstadt e.V., Bruno Eckert, 1. Vorsitzender, Sch\u00fctzenstr. 4, 97702 M\u00fcnnerstadt, Tel. 09733 13 64, info@heimatspiel-muennerstadt.de, www.heimatspiel-muennerstadt.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>90 Jahr und quicklebendig: Seit dem Jahr 1927 singen, tanzen und spielen die M\u00fcnnerst\u00e4dter beim Heimatspiel \u201eDie Schutzfrau von M\u00fcnnerstadt\u201c. Wie eh und je wird das Freilichtspiel auch in diesem Jahr dreimal auf dem Anger vor der historischen Kulisse des Heimatspielhauses aufgef\u00fchrt. Zur ersten Auff\u00fchrung formiert sich der Festzug am 27. August. 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