{"id":165745,"date":"2017-07-24T09:07:14","date_gmt":"2017-07-24T07:07:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=165745"},"modified":"2017-07-24T09:07:14","modified_gmt":"2017-07-24T07:07:14","slug":"landkreis-fulda-verleiht-studierenden-der-sozialen-arbeit-an-der-hochschule-fulda-zertifikate-als-ehrenamtliche-betreuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=165745","title":{"rendered":"Landkreis Fulda verleiht Studierenden der Sozialen Arbeit an der Hochschule Fulda Zertifikate als ehrenamtliche Betreuer"},"content":{"rendered":"<p>Jeder kann durch Unfall, Krankheit, Behinderung oder durch altersbedingt nachlassende geistige Kr\u00e4fte die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten des Lebens nicht mehr selbst regeln zu k\u00f6nnen. Aktuell sind in Deutschland mit steigender Tendenz 1,3 Millionen Menschen auf eine Betreuung angewiesen. Aufgrund der immer komplexeren Anforderungen des Alltags, der Zunahme psychischer Erkrankungen und dem R\u00fcckgang traditioneller Familienstrukturen d\u00fcrfte sich diese Zahl weiter erh\u00f6hen. <\/p>\n<p>Die gesetzliche Betreuung ist aus den modernen Sicherungs- und Versorgungssystemen nicht mehr wegzudenken und gerade in der Sozialen Arbeit von besonderer Bedeutung. Personen, die in diesem Bereich t\u00e4tig sind, haben regelm\u00e4\u00dfig Umgang sowohl mit betreuungsbed\u00fcrftigen Menschen und deren Angeh\u00f6rigen als auch dem Betreuungsgericht, der Betreuungsbeh\u00f6rde und (Berufs-)Betreuern. Vor diesem Hintergrund wurde unter Mitwirkung der Betreuungsbeh\u00f6rde des Landkreises im zu Ende gehenden Sommersemester erstmals an der Hochschule Fulda ein Vertiefungsmodul Betreuungsrecht als Wahlpflichtfach des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit angeboten. Die Initiative war vom Direktor des Amtsgerichts H\u00fcnfeld, Dr. Philipp Gescher, ausgegangen, der bereits seit Jahren als Lehrbeauftragter am Fachbereich Sozialwesen an der Hochschule t\u00e4tig ist und f\u00fcr die insgesamt 24 Veranstaltungen zum Thema Betreuung und Betreuungsrecht mit Unterst\u00fctzung der beiden Diplom-Sozialp\u00e4dagoginnen Renate Herche und Anna-Lena Reus von der Betreuungsh\u00f6rde verantwortlich zeichnete.<\/p>\n<p>Im Kreishaus \u00fcberreichte der Leiter der Betreuungsbeh\u00f6rde, G\u00fcnther von Keitz, gemeinsam mit Dr. Gescher, den er als Ideengeber des hessenweiten Pilotprojekts besonders begr\u00fc\u00dfte, sowie Renate Herche und Anna-Lena Reus die Abschlusszertifikate des Landkreises Fulda an 16 Absolventen des Vertiefungsmoduls. Nach seinen Worten h\u00e4tten die Studierenden einen guten Einblick in die Theorie und Praxis des Betreuungswesens erhalten. Die von ihnen als Teil des Studiums erworbenen Kompetenzen seien mit der  Qualifikation  der von den Betreuungsvereinen angebotenen Weiterbildung zum ehrenamtlichen Betreuer vergleichbar, so dass der Landkreis nach dem erfolgreichen Abschluss die Zertifikate verleihen k\u00f6nne. Auch Dr. Gescher sprach mit Blick auf den demografischen Wandel von einem immer wichtiger werdenden Berufszweig der Sozialen Arbeit. Wegen der positiven Resonanz werden er und die Betreuungsbeh\u00f6rde mit dem Fachbereich der Hochschule Fulda die M\u00f6glichkeiten besprechen, dieses Angebot im Vertiefungsbereich zu etablieren.<\/p>\n<p>Foto: Betreuungsrecht als Wahlpflichtfach an der Hochschule Fulda: G\u00fcnther von Keitz (2.v.r.) und Dr. Philipp Gescher (r.) \u00fcbergaben an 16 Absolventen die Abschlusszertifikate des Landkreises. Das Vertiefungsmodul ist vergleichbar mit einer Weiterbildung  zum ehrenamtlichen Betreuer.             Foto: S. Waldmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Jeder kann durch Unfall, Krankheit, Behinderung oder durch altersbedingt nachlassende geistige Kr\u00e4fte die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten des Lebens nicht mehr selbst regeln zu k\u00f6nnen. Aktuell sind in Deutschland mit steigender Tendenz 1,3 Millionen Menschen auf eine Betreuung angewiesen. 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