{"id":165743,"date":"2017-07-24T09:05:44","date_gmt":"2017-07-24T07:05:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=165743"},"modified":"2017-07-24T09:05:44","modified_gmt":"2017-07-24T07:05:44","slug":"afrikanische-schweinegrippe-breitet-sich-weiter-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=165743","title":{"rendered":"Afrikanische Schweinegrippe breitet sich weiter aus"},"content":{"rendered":"<p>Die Klassische Schweinepest  (KSP) und die Afrikanische Schweinepest  (ASP) sind hoch ansteckende Viruserkrankungen mit seuchenhaften Verlauf, die ausschlie\u00dflich Haus- und Wildschweine befallen. Ein Ausbruch dieser Seuchen hat  enorme  wirtschaftliche  Sch\u00e4den zur Folge und stellt f\u00fcr schweinehaltende Betriebe eine existenzbedrohende Gef\u00e4hrdung dar. <\/p>\n<p>KSP und ASP erkennt man an hohem Fieber, Appetitlosigkeit, allgemeiner Schw\u00e4che, Atembeschwerden, R\u00f6tungen und Verf\u00e4rbungen der Haut besondere im Bereich von Ohren, Schwanz, unteren Extremit\u00e4ten und Unterbauch, blutigem Durchfall, punkt- und fl\u00e4chenhaften Blutungen in der Haut und den inneren Organen sowie vergr\u00f6\u00dferter Milz. Erste Krankheitssymptome treten zirka 5 bis 15 Tage nach einer Infektion auf. Beide Seuchen sind anzeigepflichtig, eine sichere Diagnose und Unterscheidung ist nur im Labor m\u00f6glich. Im Gegensatz zur KSP gibt es keinen Impfstoff gegen ASP, was die Bek\u00e4mpfung gerade im Wildbestand erheblich erschwert.<\/p>\n<p>\u00dcbertragen werden die Krankheiten durch direkten Kontakt von Tier zu Tier. Ebenso ist eine indirekte \u00dcbertragung \u00fcber virusbehaftete Personen, Jagdhunde, Kleidung, Futtermittel, Schlacht-\/Speiseabf\u00e4lle, G\u00fclle\/Mist, Jagdausr\u00fcstung oder sonstige Gegenst\u00e4nde m\u00f6glich. Bei der Afrikanischen Schweinegrippe kommt der \u00dcbertragung durch Blut oder mit Blut kontaminierten Gegenst\u00e4nden besondere Bedeutung zu. Die ASP breitet sich zurzeit im \u00f6stlichen und s\u00fcd\u00f6stlichen Europa sowie in Afrika weiter aus. Es besteht ein hohes Risiko der Einschleppung \u00fcber den Reiseverkehr und durch Jagdtourismus.<\/p>\n<p>J\u00e4ger k\u00f6nnen vorbeugend t\u00e4tig werden, indem sie die Schwarzwildbest\u00e4nde nachhaltig und deutlich reduzieren, grunds\u00e4tzlich bei jedem St\u00fcck Schwarzwild Proben f\u00fcr die \u00dcberwachungsprogramme der Veterin\u00e4rverwaltung ziehen, m\u00f6glichst jedes als Fallwild gefundene St\u00fcck Schwarzwild zur Untersuchung bringen, bei Auff\u00e4lligkeiten wie mangelnder Scheu oder besonderen Merkmalen an erlegten St\u00fccken unverz\u00fcglich Jagdbeh\u00f6rde\/Veterin\u00e4ramt informieren, nach Jagdreisen die Jagdausr\u00fcstung, insbesondere Schuhe und Stiefel, desinfizieren sowie den Kontakt von Jagdhunden mit Schwarzwild am Streckenplatz unterbinden. <\/p>\n<p>Schweinehalter, die auch J\u00e4ger sind, sollten zur Seuchenvorsorge das Hygienemanagement auf dem Betrieb und die Biosicherheitsma\u00dfnahmen konsequent beachten, das hei\u00dft nicht mit Jagdbekleidung\/-ausr\u00fcstung\/-hund in den Stall gehen, nach der Jagd den Stall erst nach gr\u00fcndlicher Reinigung betreten, lebende und erlegte Wildschweine strikt vom Betrieb fernhalten, m\u00f6glichst keine Wildkammer in Betriebsn\u00e4he betreiben sowie den Kontakt von Hausschweinen zu Blut beziehungsweise blutverunreinigten Gegenst\u00e4nden vermeiden. Auch sollte bei Verdachtsf\u00e4llen sofort Kontakt zum Hoftierarzt beziehungsweise Veterin\u00e4ramt aufgenommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Klassische Schweinepest (KSP) und die Afrikanische Schweinepest (ASP) sind hoch ansteckende Viruserkrankungen mit seuchenhaften Verlauf, die ausschlie\u00dflich Haus- und Wildschweine befallen. Ein Ausbruch dieser Seuchen hat enorme wirtschaftliche Sch\u00e4den zur Folge und stellt f\u00fcr schweinehaltende Betriebe eine existenzbedrohende Gef\u00e4hrdung dar. 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