{"id":165716,"date":"2017-07-24T09:01:19","date_gmt":"2017-07-24T07:01:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=165716"},"modified":"2017-07-24T09:01:19","modified_gmt":"2017-07-24T07:01:19","slug":"landrat-manfred-goerig-besucht-gemuendener-fluechtlingsinitiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=165716","title":{"rendered":"Landrat Manfred G\u00f6rig besucht Gem\u00fcndener Fl\u00fcchtlingsinitiative"},"content":{"rendered":"<p>Die Situation ist verfahren: Auf der einen Seite suchen Vogelsberger Handwerksbetriebe h\u00e4nderingend Fachkr\u00e4fte, auf der anderen Seite gibt es viele Fl\u00fcchtlinge, die nichts lieber machen w\u00fcrden als arbeiten, es aber noch nicht d\u00fcrfen. Wie belastend das ist, schilderten die Betroffenen dem Vogelsberger Landrat Manfred G\u00f6rig (SPD), der am Mittwoch das monatliche Treffen der Fl\u00fcchtlingsinitiative in Burg-Gem\u00fcnden besuchte. Dabei lobte er besonders das Engagement der ehrenamtlichen Helfer. \u201eSie sind ganz wichtig, Sie sind die Vermittler.\u201c<\/p>\n<p>Die Initiative der evangelischen Kirchengemeinden Burg-Nieder-Gem\u00fcnden war im November 2015 ins Leben gerufen worden. Sie will Fl\u00fcchtlinge unterst\u00fctzen, im neuen Leben anzukommen. Es gibt verschiedene konkrete Hilfsangebote und es gibt die monatlichen Begegnungscaf\u00e9s im Dorfgemeinschaftshaus, f\u00fchrte Rainer Lindner aus, der die Arbeit der Gruppe kurz vorstellte. Schnell wurde im lockeren Gespr\u00e4ch mit dem Landrat deutlich, an welche Grenzen die Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit sto\u00dfen. So sei es \u201e\u00fcberwiegend sehr schwierig\u201c, Deutschunterricht zu organisieren, erkl\u00e4rte Lindner. \u201eWir m\u00fcssen sehen, dass wir R\u00e4ume kriegen, wir m\u00fcssen die Kinderbetreuung organisieren, es ist jedes Mal wieder ein Kampf\u201c. Probleme gebe es auch auf dem Wohnungsmarkt. \u201eDa denkt man immer, die halben D\u00f6rfer stehen leer, aber wenn man eine kleine Wohnung sucht, wird es schwierig\u201c, schilderte Lindner. Uli Kill, ebenfalls in der Fl\u00fcchtlingsinitiative aktiv, wies auf ein weiteres Problem hin. Selbst im Vogelsbergkreis sei es schwer, Praktikumspl\u00e4tze oder Qualifizierungsma\u00dfnahmen zu bekommen. Die meisten Betriebe in der Region seien einfach zu klein, h\u00e4tten zu wenig Mitarbeiter, und die eins oder zwei Gro\u00dfbetriebe seien hochtechnisiert.<\/p>\n<p>Landrat Manfred G\u00f6rig erkl\u00e4rte, dass gerade die kleinen und mittelst\u00e4ndischen Betriebe im Vogelsbergkreis Arbeitskr\u00e4fte suchen. \u201eDa gibt es viele Stellen, die nicht besetzt sind.\u201c Dort bestehe durchaus die M\u00f6glichkeit, ein Praktikum oder eine Ausbildung zu machen. Wichtig sei vor allem, zun\u00e4chst Deutschkurse zu besuchen. \u201eDie Sprache ist das A und O\u201c, machte der Landrat deutlich. Er wies zudem darauf hin, dass die Kommunale Vermittlungsagentur (KVA) beim Vogelsbergkreis mit einem speziellen Team Arbeits- und Praktikumspl\u00e4tze f\u00fcr die anerkannten Fl\u00fcchtlinge vermittelt.<\/p>\n<p>Allerdings: \u201eDer Status ist entscheidend\u201c, wies der Landrat auf die rechtlichen Hintergr\u00fcnde hin. Viele Fl\u00fcchtlinge d\u00fcrften noch nicht arbeiten.  \u201eEs ist nicht einfacher geworden, nachdem das Asylrecht versch\u00e4rft wurde.\u201c<\/p>\n<p>Das sp\u00fcren auch die jungen M\u00e4nner, die am Mittwoch an dem Treffen teilnahmen: \u201eIch will unbedingt arbeiten &#8211; egal was, Hauptsache Arbeit!\u201c, sagte einer aus der Runde und alle anderen pflichteten ihm bei. Noch kann er keinen Job annehmen, wie so viele seiner Landsleute. Deshalb wollen sie sich jetzt vor allem darauf konzentrieren, die Sprache zu lernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Situation ist verfahren: Auf der einen Seite suchen Vogelsberger Handwerksbetriebe h\u00e4nderingend Fachkr\u00e4fte, auf der anderen Seite gibt es viele Fl\u00fcchtlinge, die nichts lieber machen w\u00fcrden als arbeiten, es aber noch nicht d\u00fcrfen. Wie belastend das ist, schilderten die Betroffenen dem Vogelsberger Landrat Manfred G\u00f6rig (SPD), der am Mittwoch das monatliche Treffen der Fl\u00fcchtlingsinitiative in &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":165722,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-165716","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165716","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=165716"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165716\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":165723,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165716\/revisions\/165723"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/165722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=165716"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=165716"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=165716"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}