{"id":165531,"date":"2017-07-14T16:34:11","date_gmt":"2017-07-14T14:34:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=165531"},"modified":"2017-07-14T16:34:11","modified_gmt":"2017-07-14T14:34:11","slug":"publikation-von-guenter-sagan-ueber-sowjetzonenfluechtlinge-in-den-fruehen-nachkriegsjahren-im-raum-fulda-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=165531","title":{"rendered":"Publikation von G\u00fcnter Sagan \u00fcber Sowjetzonenfl\u00fcchtlinge in den fr\u00fchen Nachkriegsjahren im Raum Fulda erschienen"},"content":{"rendered":"<p>Acht B\u00fccher \u00fcber heimatgeschichtliche Themen, die sich vor allem mit der Zeit von 1939 bis 1945 besch\u00e4ftigen, hat G\u00fcnter Sagan im Michael Imhof Verlag herausgebracht. Der neueste Band \u201eSowjetzonenfl\u00fcchtlinge in den fr\u00fchen Nachkriegsjahren in der Region Fulda\u201c befasst sich einer Personengruppe, die in der Geschichtswissenschaft nur relativ wenig Beachtung findet. Gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt und Verleger Dr. Thomas Imhof stellte der 77-J\u00e4hrige die Publikation im Landratsamt vor.<\/p>\n<p>Mit Hilfe von Zeitzeugenberichten und Dokumenten, die einen deutlichen Regionalbezug aufweisen, zeichnet G\u00fcnter Sagan anhand pers\u00f6nlicher Schicksale den Weg der Fl\u00fcchtlinge aus der sowjetischen Besatzungszone nach, die erst mit dem beginnenden Wirtschaftsaufschwung in den f\u00fcnfziger Jahren eine \u00fcberwiegend positive Bewertung bei der einheimischen Bev\u00f6lkerung erfuhren. Dabei ist der fr\u00fchere Geschichtslehrer, Jahrgang 1940 und aus dem th\u00fcringischen Gera stammend, selbst ein Betroffener: F\u00fcnfmal \u00fcberquerte er mit seiner Mutter die Zonengrenze und sa\u00df zweimal wegen illegalen Grenz\u00fcbertritts im Gef\u00e4ngnis (je einmal im Westen und im Osten), bevor er 1950 \u00fcber die britische Besatzungszone nach Niedersachsen und von dort nach Fulda gelangte.<\/p>\n<p>Frederik Schmitt berichtete von einer j\u00fcngst stattgefundenen Begegnung mit Besuchern aus S\u00fcdkorea, die Deutschland um das Wunder der Wiederverneigung beneideten. Die abstrakte Zahl von insgesamt 3,5 Millionen Sowjetzonenfl\u00fcchtlingen, davon 6.500 in der Region Fulda, zeige, dass man immer auf den Einzelfall und die Geschehnisse vor Ort schauen m\u00fcsse, um Geschichte gerade f\u00fcr junge Leute konkret erfahrbar zu machen. Dr. Imhof, der sich beim Autor f\u00fcr die langj\u00e4hrige vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankte, sprach von einem weiteren wichtigen Beitrag zur Regionalgeschichte. G\u00fcnter Sagan f\u00fchrte aus, dass viele pers\u00f6nliche Erlebnisse in die Publikation eingeflossen seien. Auch sah er gewisse Parallelen zur aktuellen Diskussion um die Willkommenskultur in Deutschland.<\/p>\n<p>Info<br \/>\nG\u00fcnter Sagan Sowjetzonenfl\u00fcchtlinge in den fr\u00fchen Nachkriegsjahren in der Region Fulda, 72 Seiten, 72 S\/W-Abbildungen, Broschur, 12,80 Euro (ISBN 978-3-7319-0552-3) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Acht B\u00fccher \u00fcber heimatgeschichtliche Themen, die sich vor allem mit der Zeit von 1939 bis 1945 besch\u00e4ftigen, hat G\u00fcnter Sagan im Michael Imhof Verlag herausgebracht. 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