{"id":165448,"date":"2017-07-13T21:33:17","date_gmt":"2017-07-13T19:33:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=165448"},"modified":"2017-07-13T21:33:17","modified_gmt":"2017-07-13T19:33:17","slug":"afrikanische-schweinepest-einschleppung-in-hessische-tierbestaende-muss-verhindert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=165448","title":{"rendered":"Afrikanische Schweinepest: Einschleppung in hessische Tierbest\u00e4nde muss verhindert werden"},"content":{"rendered":"<p>Umweltministerin Priska Hinz: \u201eIm Sinne des Tierseuchenschutzes ist nun wichtig, Schweinefleischprodukte aus betroffenen Regionen nicht ins Land zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in den Wildschweinbest\u00e4nden der betroffenen Regionen in Osteuropa immer weiter aus (Polen, Baltikum, Moldawien und Ukraine). Auch Hausschweinebest\u00e4nde stecken sich immer wieder an. Das gab Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden bekannt. Ende Juni wurde der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Tschechien beim internationalen Tierseuchenamt gemeldet. Die Krankheit hat sich damit etwa 400 Kilometer nach Westen ausgebreitet und ist nur noch etwa 300 Kilometer von Deutschland entfernt.  <\/p>\n<p>Es wird vermutet, dass aus dem bisherigen Infektionsgebiet Wurst- oder Fleischwaren nach Tschechien verbracht, dort unsachgem\u00e4\u00df entsorgt und dann von den Wildschweinen gefressen wurden. \u201eDer aktuelle Fall in Tschechien zeigt, wie schnell sich diese gef\u00e4hrliche Tierseuche ausbreitet\u201c, sagte Hinz. \u201eEine m\u00f6gliche Quelle f\u00fcr die Einschleppung der Krankheit nach Deutschland ist die Verf\u00fctterung oder der Kontakt zu nicht oder ungen\u00fcgend erhitzten, virushaltigen Fleisch- oder Speiseabf\u00e4llen, also zum Beispiel Schinken oder Salami\u201c, sagte die Ministerin. Sie wies nachdr\u00fccklich darauf hin, dass Schweinefleischprodukte aus Regionen, die bereits von der Afrikanischen Schweinepest betroffen sind, nicht mitgebracht werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Eine besondere Gefahr geht von Wildschweinen aus, die sich zum Beispiel an M\u00fclltonnen bedienen und dadurch an Nahrungsmittel aus L\u00e4ndern kommen k\u00f6nnen, in denen Schweinepest vorkommt. Hierzu geh\u00f6ren M\u00fclltonnen an Autobahnen oder in gro\u00dfen St\u00e4dten.  \u201eWer seinen Urlaub in Osteuropa verbringt, sollte sich vorher \u00fcber die Lage vor Ort informieren. Die Krankheit ist zwar f\u00fcr den Menschen ungef\u00e4hrlich, f\u00fchrt allerdings bei Haus- und Wildschweinen zu hohen Verlusten und verl\u00e4uft in der Regel t\u00f6dlich\u201c, so Hinz.<\/p>\n<p>Nutztierhalter, J\u00e4ger und Tier\u00e4rzte besonders gefordert<\/p>\n<p>\u201eBei der Verhinderung der Einschleppung und gegebenenfalls der Verschleppung der Seuche kommt der Einhaltung strikter Hygiene-Richtlinien in der Schweinehaltung eine ganz entscheidende Rolle zu\u201c, sagte die zust\u00e4ndige Ministerin. \u201eWerden empfohlene Biosicherheitsma\u00dfnahmen streng eingehalten, bietet dies den Landwirtinnen und Landwirten einen guten Schutz der von ihnen gehaltenen Schweine. Flankierend dazu m\u00fcssen Nutztierhalterinnen und -halter, J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger sowie Tier\u00e4rzte ihre Aufmerksamkeit auf die Fr\u00fcherkennung eines m\u00f6glichen Seucheneintrags richten und unklare Erkrankungs- oder Todesf\u00e4lle von Haus- \u00c2\u00adoder Wildschweinen umgehend der zust\u00e4ndigen Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde mitteilen\u201c, so Hinz.<\/p>\n<p>Auch sei die J\u00e4gerschaft angehalten, die seit Jahren durchgef\u00fchrte Untersuchung von erlegten Wildschweinen intensiv zu unterst\u00fctzen. Neben der stichprobenartigen Untersuchung der regul\u00e4ren Jagdstrecke mittels Blutproben komme der Untersuchung von verendet aufgefundenem Wild, Unfallwild oder krank erlegten Tieren eine besondere Rolle zu. In Zweifelsf\u00e4llen ist das Veterin\u00e4ramt zu verst\u00e4ndigen. Dar\u00fcber hinaus trage eine intensive Schwarzwildbejagung zu einer Reduktion des Infektionspotentials durch hohe Populationsdichten bei.<\/p>\n<p>Hintergrundinformationen:<\/p>\n<p>Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine) mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitsh\u00e4ufigkeit (Morbidit\u00e4t) und hoher Sterblichkeit (Mortalit\u00e4t). Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus (Virus der Afrikanischen Schweinepest, ASP-Virus).<\/p>\n<p>Die Bek\u00e4mpfung bei Hausschweinen erfolgt durch T\u00f6tung der Best\u00e4nde und der Festlegung weitr\u00e4umiger Sperrma\u00dfnahmen mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen infolge von Handelsrestriktionen. Die Bek\u00e4mpfung der Seuche bei Schwarzwild ist nur durch Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der Populationsdichte und durch die unsch\u00e4dliche Beseitigung verendeter beziehungsweise infizierter Tiere als Reinfektionsquelle m\u00f6glich. Die Seuche kommt seit L\u00e4ngerem in Wei\u00dfrussland, der Ukraine und Russland vor, ohne dass verl\u00e4ssliche Daten \u00fcber ihr Ausma\u00df vorliegen. Seit dem Jahr 2014 tritt die Afrikanische Schweinepest auch in den baltischen Staaten und Polen auf.<\/p>\n<p>Zur Fr\u00fcherkennung eines m\u00f6glichen Eintrags nach Hessen wird ein fl\u00e4chendeckendes Monitoring bei Wildschweinen durchgef\u00fchrt, welches auch die Untersuchung auf die Afrikanische Schweinepest miteinschlie\u00dft. Weitere Informationen finden sie auch auf der Internetseite des Ministeriums unter https:\/\/umwelt.hessen.de\/verbraucher\/tiergesundheit-tierseuchen\/tierkrankheiten-tierseuchen\/schweinepest<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Umweltministerin Priska Hinz: \u201eIm Sinne des Tierseuchenschutzes ist nun wichtig, Schweinefleischprodukte aus betroffenen Regionen nicht ins Land zu bringen.\u201c Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in den Wildschweinbest\u00e4nden der betroffenen Regionen in Osteuropa immer weiter aus (Polen, Baltikum, Moldawien und Ukraine). Auch Hausschweinebest\u00e4nde stecken sich immer wieder an. Das gab Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-165448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=165448"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":165451,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165448\/revisions\/165451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=165448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=165448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=165448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}