{"id":165325,"date":"2017-07-09T10:03:38","date_gmt":"2017-07-09T08:03:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=165325"},"modified":"2017-07-09T10:03:38","modified_gmt":"2017-07-09T08:03:38","slug":"die-muennerstaedter-buerger-fuehren-zum-90-mal-ihr-historisches-volksschauspiel-die-schutzfrau-von-muennerstadt-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=165325","title":{"rendered":"Die M\u00fcnnerst\u00e4dter B\u00fcrger f\u00fchren zum 90. Mal ihr historisches Volksschauspiel \u201eDie Schutzfrau von M\u00fcnnerstadt\u201c auf"},"content":{"rendered":"<p>Das historische Volksschauspiel \u201eDie Schutzfrau von M\u00fcnnerstadt\u201c erinnert seit nunmehr genau 90 Jahren im Sp\u00e4tsommer an die Rettung der Stadt im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg. Rund 200 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger lassen vor mittelalterlicher Kulisse eine ergreifende Marienlegende wieder lebendig werden. Aufgef\u00fchrt wird das fr\u00e4nkische Freilichtspiel in diesem Jahr am 27. 08, sowie am 03. und 10. 09. <\/p>\n<p>Historische Wahrheit und fromme Legende <\/p>\n<p>Seit dem Jahr 1927 f\u00fchren Laiendarsteller das Heimatspiel auf. Tats\u00e4chlich wurde die Stadt 1641 von den Schweden angegriffen. Die Truppen zogen unvermutet ab, der Grund wurde nicht \u00fcberliefert. Bald entstand die Legende: Die Muttergottes hatte die Gebete der M\u00fcnnerst\u00e4dter erh\u00f6rt. Sie fing die Kanonenkugeln auf, der Feind floh entsetzt vor dieser Erscheinung. <\/p>\n<p>Spiel zu Ehren der Muttergottes<\/p>\n<p>Der Muttergottes zu Ehren erz\u00e4hlt das Freilichtspiel die Geschichte vom fr\u00f6hlichen Erntefest, von der Bedrohung der Stadt und der wundersamen Errettung. Flankiert wird das dramatische Geschehen von der Liebe der B\u00fcrgermeisterstochter zum tapferen Kommandanten. Wie ein roter Faden durchzieht dabei die Rose als christliches Symbol das Spiel. Vor mittelalterlicher Fachwerkkulisse erwecken Stadtknechte zu Pferd, Bauern, B\u00fcrger, Scholaren, M\u00e4her und Schnitterinnen, Musikanten, T\u00e4nzer, Soldaten und R\u00e4te die Legende vor der Originalkulisse des Heimatspielhauses zum Leben.<\/p>\n<p>Vielf\u00e4ltiges Festprogramm an den Spieltagen<\/p>\n<p>Am Sonntag, dem 27. August, findet vor der Auff\u00fchrung ein Gelage im Schloss statt. Am zweiten Spieltag, dem 03. September, lockt der Schutzengelmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag. Am 02. und 03. September steht das Lagerleben mit Speis und Trank am Anger auf dem Programm (Samstag ab 15 Uhr sowie Sonntagvormittag). Am 10. September (Tag des offenen Denkmals) wird das St\u00fcck zum dritten Mal aufgef\u00fchrt. Zudem gibt es Stadtf\u00fchrungen und Nachtw\u00e4chterf\u00fchrungen (am 03. und 10. September). <\/p>\n<p>Kultur und Kurb\u00e4der ganz in der N\u00e4he <\/p>\n<p>Das zentral in Deutschland liegende M\u00fcnnerstadt beherbergt u.a. weltber\u00fchmte Werke von Tilman Riemenschneider und Veit Sto\u00df. Die mittelalterliche Stadt ist idealer Ausgangspunkt f\u00fcr Besuche des Staatsbades Bad Kissingen, der Kurstadt Bad Neustadt, des Naturparks und Biosph\u00e4renreservats Bayerische Rh\u00f6n und der Weltkulturerbest\u00e4tten Bamberg und W\u00fcrzburg. <\/p>\n<p>Bahnanreise und Parksystem<\/p>\n<p>Entspannt anreisen k\u00f6nnen Festspielbesucher aus Richtung Schweinfurt, Bad Neustadt und Meiningen mit der Erfurter Bahn, der Mainfrankenbahn und dem Main-Spessart-Express. Einen Parkplan gibt es unter www.heimatspiel-muennerstadt.de. Behindertenpl\u00e4tze sind ausgewiesen; auf Wunsch gibt es einen Abholservice. <\/p>\n<p>Karten im Vorverkauf<\/p>\n<p>Das Heimatspiel dauert rund anderthalb Stunden. Um 13.45 Uhr startet ein Festzug, um 14.30 ist Spielbeginn. Karten gibt es im Vorverkauf, an der Tageskasse oder als Geschenkgutschein f\u00fcr 13 bzw. 15 Euro. Reisegruppen erhalten Sonderkonditionen und Serviceleistungen zur Programmgestaltung. Tickets und Informationen: Heimatspielgemeinde M\u00fcnnerstadt e.V., Bruno Eckert, 1. Vors., Sch\u00fctzenstr. 4, 97702 M\u00fcnnerstadt, Tel. 09733 13 64, www.heimatspiel-muennerstadt.de, info @heimatspiel-muennerstadt.de, <\/p>\n<p>Hintergrund-Info<\/p>\n<p>Das historische Volksschauspiel \u201eDie Schutzfrau von M\u00fcnnerstadt\u201c von Ludwig N\u00fcdling (1874 \u2013 1947) ist ein Vertreter der seit dem 12. Jahrhundert typischen Marienverehrung. Maria wird als Helferin in allen Notlagen angerufen, besonders in Kriegsgefahr. Sie wird zur Schutzpatronin von L\u00e4ndern, St\u00e4dten, Kirchen und Einrichtungen. \u201eDie Schutzfrau von M\u00fcnnerstadt\u201c z\u00e4hlt mit ihrer Erstauff\u00fchrung im Jahr 1927 zu den \u00e4ltesten Volksschauspielen Frankens. Entstanden ist es auf Betreiben des damaligen Bezirkshauptmanns (Landrats) von Bad Kissingen, Freiherr von Moreau, als Attraktion f\u00fcr die Kurg\u00e4ste und Touristen. Die Stadt beauftragte den erfolgreichen Dichterpfarrer Ludwig N\u00fcdling mit der Ausarbeitung des Stoffs und Alois Sator (Theater W\u00fcrzburg) mit der Regie. Von Anfang an legte man trotz des lokalgeschichtlichen Inhalts gro\u00dfen Wert auf die \u00fcber\u00f6rtliche Bedeutung und zeit\u00fcbergreifende G\u00fcltigkeit der christlichen Botschaft. Diese besagt, dass ein fester Glaube auch in schwersten Zeiten eine entscheidende Hilfe sein kann. Bis auf eine (u.a. kriegsbedingte Pause) wird das St\u00fcck jedes Jahr ausschlie\u00dflich von Laiendarstellern aus M\u00fcnnerstadt und seinen Ortsteilen in der Originalfassung aufgef\u00fchrt. Meist spielen diese ein Leben lang in wechselnden Rollen mit und sorgen so daf\u00fcr, dass ihr Heimatspiel ein fester und wichtiger Anker im Jahreslauf von M\u00fcnnerstadt bleibt. Quelle: H.-Rudolf Becher, \u201eHistorische Volksschauspiele in Franken\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das historische Volksschauspiel \u201eDie Schutzfrau von M\u00fcnnerstadt\u201c erinnert seit nunmehr genau 90 Jahren im Sp\u00e4tsommer an die Rettung der Stadt im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg. Rund 200 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger lassen vor mittelalterlicher Kulisse eine ergreifende Marienlegende wieder lebendig werden. 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