{"id":165085,"date":"2017-06-29T21:06:16","date_gmt":"2017-06-29T19:06:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=165085"},"modified":"2017-06-29T21:06:16","modified_gmt":"2017-06-29T19:06:16","slug":"helios-st-elisabeth-klinik-huenfeld-uebernimmt-die-behandlung-von-zwei-angolanische-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=165085","title":{"rendered":"HELIOS St. Elisabeth Klinik H\u00fcnfeld \u00fcbernimmt die Behandlung von zwei angolanische Kindern"},"content":{"rendered":"<p>Kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland holen \u2013 das hat sich die Organisation Friedensdorf seit bereits 50 Jahren zur Aufgabe gemacht. In diesem Jahr werden bereits zum dritten Mal zwei Kinder aus Angola in H\u00fcnfeld behandelt.<\/p>\n<p>Mit Gehst\u00fctzen geht es schon z\u00fcgig voran \u2013 Ezepuiel und Emidio genie\u00dfen die Sonne im Park der HELIOS St. Elisabeth Klinik H\u00fcnfeld. Die beiden 8- und 12-J\u00e4hrigen sind seit Mai zur Behandlung in H\u00fcnfeld und machen  bereits gro\u00dfe Fortschritte. \u201eIch arbeite bereits seit 1992 mit Friedensdorf zusammen und habe in unterschiedlichen Kliniken ungef\u00e4hr 35 Kinder versorgt\u201c, erl\u00e4utert der Chefarzt der Unfallchirurgie\/Orthop\u00e4die\/Sporttraumatologie, Dr. Andreas R\u00fcgamer. Er hat w\u00e4hrend des Aufenthalts das Sorgerecht f\u00fcr die beiden Kinder und k\u00fcmmert sich gemeinsam mit den Schwestern der Station 3 liebevoll um sie. <\/p>\n<p>Dr. R\u00fcgamer erl\u00e4utert: \u201eDas Gesundheitssystem in Angola ist f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung kaum zug\u00e4nglich. Ezepuiel und Emidio litten beide unter einer Knochenvereiterung des Oberschenkels. Unsere Aufgabe war es, die Beine der Kinder zu erhalten, die Entz\u00fcndung im Knochen operativ und antibiotisch zu sanieren.\u201c, erkl\u00e4rt Dr. R\u00fcgamer. \u201eDas war nach mehreren Operationen erfolgreich. Neue Proben haben ergeben, dass keine Keime mehr vorhanden sind.\u201c, freut er sich. Die beiden bleiben noch ein paar Tage in der HELIOS St. Elisabeth Klinik H\u00fcnfeld und kommen danach wieder ins Friedensdorf nach Oberhausen. Dort sind m\u00f6glichst heimatnahe Lebensgewohnheiten wie beispielsweise Ern\u00e4hrung, Besch\u00e4ftigung und Sprache sichergestellt. Zur Kontrolle ihrer Wunden kommen die Kinder zwischenzeitlich nochmal nach H\u00fcnfeld, bevor es dann im November wieder zur\u00fcck geht in die ca. 10.000  Kilometer entfernte Heimat. <\/p>\n<p>\u00c4rzte und Pflegepersonal verst\u00e4ndigen sich mit Ezepuiel und Emidio mit \u201eH\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen\u201c. Beide k\u00f6nnen aber auch schon ein bisschen Deutsch sprechen. Eine Dolmetscherin kommt zudem regelm\u00e4\u00dfig und \u00fcbersetzt den beiden, was in der Klink auf sie zukommt. Ebenso schaut der Malteser Kinderbesuchsdienst t\u00e4glich f\u00fcr Sprach\u00fcbungen und Spiele vorbei, was den sonst sch\u00fcchternen Kindern viel Spa\u00df bereitet. \u201eGerne \u00fcbernehmen wir die Behandlungskosten f\u00fcr die beiden Kinder aus Angola. Ich finde es wichtig, dass wir unsere medizinische Kompetenz auch einsetzen, um denjenigen zu helfen, in deren L\u00e4ndern eine Gesundheitsversorgung nicht in dem Ma\u00dfe wie bei uns gew\u00e4hrleistet ist.\u201c sagt Sandra Henek, Klinikgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland holen \u2013 das hat sich die Organisation Friedensdorf seit bereits 50 Jahren zur Aufgabe gemacht. 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