{"id":164788,"date":"2017-06-26T09:06:49","date_gmt":"2017-06-26T07:06:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=164788"},"modified":"2017-06-26T09:06:49","modified_gmt":"2017-06-26T07:06:49","slug":"weltfluechtlingstag-eine-malteser-medaille-als-dank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=164788","title":{"rendered":"Weltfl\u00fcchtlingstag: Eine Malteser-Medaille als Dank"},"content":{"rendered":"<p>An die gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingswelle, die vor zwei Jahren auch Fulda erreichte, erinnerten die Malteser am Welt-Fl\u00fcchtlingstag. Viele Mitarbeiter des Hilfsdienstes krempelten damals  ihre \u00c4rmel hoch und haben gem\u00e4\u00df der Leitlinie der Malteser \u201eWeil N\u00e4he z\u00e4hlt\u201c mit gro\u00dfer Hingabe Fl\u00fcchtlingen geholfen. Als Dank gab es f\u00fcr sie im Rahmen einer Feierstunde in der Rettungswache Petersberg die  \u201eRefugee Aid Medal\u201c des internationalen Malteser-Ritterordens, \u00fcberreicht von Malteser-Di\u00f6zesanleiter Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin und Landrat Bernd Woide. <\/p>\n<p>Landrat Woide erinnerte an die angespannte Situation im Sommer 2015, als t\u00e4glich 26 Fl\u00fcchtlinge aufgenommen werden mussten. Zu Beginn seiner Amtszeit, im Jahr 2006, waren im ganzen Jahr gerade einmal 26 Fl\u00fcchtlinge im Landkreis angekommen. Der \u00f6ffentliche Dienst habe eine Menge geleistet, aber \u201ewir h\u00e4tten diese Hilfe niemals ohne die Hilfsorganisationen stemmen k\u00f6nnen\u201c, dankte Woide den Maltesern f\u00fcr ihren unerm\u00fcdlichen Einsatz, ihr au\u00dfergew\u00f6hnliches Engagement  und die gute Zusammenarbeit. <\/p>\n<p> \u201eWir helfen, wo Not am Mann ist\u201c, erkl\u00e4rte  Di\u00f6zesanleiter Dr. von Brandenstein. \u201eDie Malteser besitzen die Struktur und Ausbildung,  mit dem Fl\u00fcchtlingsansturm umgehen zu k\u00f6nnen. Wir haben auch viele neue Helfer in der Fl\u00fcchtlingsarbeit gewonnen\u201c. Von Brandenstein und der Leiter der Fl\u00fcchtlingshilfe, J\u00fcrgen Diegelmann, lobten das gute Miteinander und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Landkreisbeh\u00f6rden. Di\u00f6zesangesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Peffermann erbat die  Unterst\u00fctzung des Landkreises f\u00fcr die weitere Arbeit der Malteser, die das Geb\u00e4ude der Rettungswache in Petersberg gekauft haben und zum Notfallzentrum ausbauen werden, um die Einsatzdienste auch f\u00fcr die Zukunft fit zu machen. <\/p>\n<p>Einen R\u00fcckblick auf die Fl\u00fcchtlingshilfe der Malteser im Landkreis gab Presse-Referentin Renate Reus. Am 21. 8. 2015 wurde der Katastrophenschutz alarmiert und arbeitete im Stab des Landkreises mit. Bis Ende August 2015 betreuten die Malteser zusammen mit dem DRK die Notunterkunft in der Zeltstadt in Fulda-Haimbach. Im September \u00fcbernahmen sie bis zum Mai 2016 den Betrieb der Notunterkunft auf der Wasserkuppe. Im Dezember 2015 kam die Notunterkunft in Flieden bis Juli 2016 hinzu. Von Juni bis Dezember 2016 \u00fcbernahmen die Malteser die soziale Betreuung in der Gemeinschaftsunterkunft Pilgerzell.<\/p>\n<p>Drei Malteser-Mitarbeiter schilderten ihre Eindr\u00fccke zur Fl\u00fcchtlingsarbeit. Notfallsanit\u00e4terin<br \/>\nSabrina Schmid (25) war als Hauptamtliche in der Notunterkunft Wasserkuppe aktiv. Sie<br \/>\nerinnerte sich an ihre anf\u00e4nglichen Bedenken, was sie dort erwarten w\u00fcrde, auch wegen<br \/>\nm\u00f6glicher Infektionen und der Sprachbarriere. Bei der Arbeit im Kontakt mit rund 800<br \/>\nFl\u00fcchtlingen wurden alle Bef\u00fcrchtungen hinf\u00e4llig. Die 18j\u00e4hrige Sch\u00fclerin Freya Diel kam \u00fcber ihre bei den Maltesern arbeitende Mutter zur Fl\u00fcchtlingshilfe. Sie bastelte in der Gemeinschaftsunterkunft Pilgerzell mit den Kindern, fuhr als Betreuerin bei Ausfl\u00fcgen mit und half bei der Registrierung von Neuank\u00f6mmlingen. Sie war erstaunt, wie schnell gerade die Fl\u00fcchtlingskinder die deutsche Sprache erlernten. Der 18j\u00e4hrige Mahmoud Aldwedi aus Syrien beeindruckte die Zuh\u00f6rer mit seinem Lebenslauf. Bis 2012 lebte er gl\u00fccklich mit seiner Familie in Damaskus. Dann kam der Krieg, die Familie floh nach \u00c4gypten und sp\u00e4ter in die T\u00fcrkei. \u00dcberall ging er zur Schule und machte die Abschl\u00fcsse. Mit seinem Bruder machte er sich im Sommer 2015 auf den Weg nach Deutschland und landete in H\u00fcnfeld. In Pilgerzell fand die Familie mit Hilfe der Malteser wieder zusammen, Mahmoud absolvierte ein Praktikum bei den Maltesern und lie\u00df sich zum Integrationslotsen schulen. Er ging zur Schule, machte seinen Hauptschulabschluss und plant, die Realschule zu besuchen und eine Ausbildung zu beginnen. Mahmoud dankte allen f\u00fcr die Hilfe f\u00fcr seine Familie. Ein besonderer Dank ging an die  Malteser f\u00fcr ihre intensive Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Welche Dimensionen die Fl\u00fcchtlingsarbeit jetzt einnimmt, erl\u00e4uterte Renate Reus: bisher haben die Malteser in der Di\u00f6zese \u00fcber 200 Menschen als Integrationslotsen gewonnen, die ehrenamtlich den Gefl\u00fcchteten helfen, in Deutschland Fu\u00df zu fassen. Di\u00f6zesanleiter von Brandenstein bat die G\u00e4ste, f\u00fcr dieses neue Ehrenamt zu werben und selbst mitzumachen.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wurden die Medaillen an 65 Helfer \u00fcbergeben. Mit der syrischen Musikgruppe \u201ePalmyra\u201c klang die Feier aus.<\/p>\n<p>Foto: Als Dank f\u00fcr ihren Einsatz in der Fl\u00fcchtlingshilfe erhielten engagierte Ehren- und Hauptamtliche eine besondere Medaille des internationalen Malteser-Ordens, \u00fcberreicht von Landrat Woide und Di\u00f6zesanleiter von Brandenstein. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>An die gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingswelle, die vor zwei Jahren auch Fulda erreichte, erinnerten die Malteser am Welt-Fl\u00fcchtlingstag. Viele Mitarbeiter des Hilfsdienstes krempelten damals ihre \u00c4rmel hoch und haben gem\u00e4\u00df der Leitlinie der Malteser \u201eWeil N\u00e4he z\u00e4hlt\u201c mit gro\u00dfer Hingabe Fl\u00fcchtlingen geholfen. Als Dank gab es f\u00fcr sie im Rahmen einer Feierstunde in der Rettungswache Petersberg die &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":164797,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-164788","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=164788"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164788\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":164798,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164788\/revisions\/164798"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/164797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=164788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=164788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=164788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}