{"id":164236,"date":"2017-06-12T07:52:39","date_gmt":"2017-06-12T05:52:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=164236"},"modified":"2017-06-12T07:52:39","modified_gmt":"2017-06-12T05:52:39","slug":"erfolgreiche-brandschutz-uebung-mit-120-beteiligten-klinikum-fulda-und-gefahrenabwehrkraefte-testen-den-ernstfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=164236","title":{"rendered":"Erfolgreiche Brandschutz-\u00dcbung mit 120 Beteiligten: Klinikum Fulda und Gefahrenabwehrkr\u00e4fte testen  den Ernstfall"},"content":{"rendered":"<p>Das Szenario: Ein Brand im 2. Untergeschoss des Klinikums Fulda sorgt f\u00fcr starke Rauchentwicklung. Blitzschnell kommt es zu einer Verrauchung in diesem Areal, in dem sich auch die Warentransportanlage des Hauses befindet, die der Versorgung des gesamten Bettenhauses mit medizinischen G\u00fctern und der Patientenverpflegung dient. Ein Mitarbeiter der Technik konnte sich am Brandherd noch rechtzeitig ins Freie retten, ein Kollege wird vermisst. Aufgrund der baulichen Struktur erreicht der Rauch nun auch die 1. Etage. Hier wurde der  ambulante Aufwachraum in eine Intensivstation umgewidmet. Dort befinden sich 12 Patienten, von denen zwei   intensivpflichtig sind und beatmet werden. Sechs weitere Patienten sind nicht gehf\u00e4hig und bed\u00fcrfen der \u00dcberwachung.<\/p>\n<p>Dieses Szenario wurde am von wenigen Eingeweihten gestellt, damit die heutige  \u00dcbung so realit\u00e4tsnah  wie m\u00f6glich f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums durchgef\u00fchrt werden konnte. Der erste Alarm erfolgte um 9.00 Uhr \u00fcber die automatische Brandmeldeanlage des Klinikums. Nach nur wenigen Minuten informierte ein Mitarbeiter aus dem Aufwachraum die zentrale Leitstelle \u00fcber den Brandgeruch, der \u00fcber die Klimaanlage durchdrang. Kurze Zeit sp\u00e4ter konstituierte sich die prim\u00e4re Krankenhauseinsatzleitung. <\/p>\n<p> Ma\u00dfgeblich f\u00fcr solche Szenarien sind der Feuerwehrplan und der Krankenhauseinsatzplan des Klinikums, die unter der Leitung von Dr. Petra Zahn (Direktorin der Zentralen Notaufnahme),  dem Sicherheitsingenieur Werner H\u00fcfner und der Abteilung Vorbeugender Brandschutz der Feuerwehr Fulda erstellt wurden. Diese Pl\u00e4ne f\u00fcr den Brand- und Katastrophenschutz beinhalten u.a. Objektbeschreibungen, Lagepl\u00e4ne, Geschosspl\u00e4ne, alle notwendigen Angaben f\u00fcr eine rasche Orientierung f\u00fcr Brandbek\u00e4mpfungs- bzw. Rettungsma\u00dfnahmen und konkrete Verfahrens- und Handlungsanweisungen zur wirksamen Bew\u00e4ltigung von internen und externen Gefahrenlagen. Die Verantwortlichen der Krankenhauseinsatzleitung werden \u00fcber die Rufzentrale und Mobiltelefon alarmiert. Die Einsatzleitungen von Feuerwehr und Rettungsdienst besetzten die neu geschaffene Anlaufstelle zum Einleiten von Ma\u00dfnahmen zur Gefahrenabwehr.  Die Krankenhauseinsatzleitung koordiniert die Vorbereitungen f\u00fcr die Evakuierung der 12 intensivpflichtigen Patienten (Komparsen, die zuvor realit\u00e4tsnah geschminkt wurden).<\/p>\n<p>Es erfolgt eine enge Abstimmung zwischen der  technischen Einsatzleitung der Feuerwehr, der Einsatzleitung Rettungsdienst und der Krankenhauseinsatzleitung. Ein Konferenzraum des Klinikums wurde in ein Einsatzzentrum umfunktioniert. Die Verf\u00fcgbarkeiten der Zentralen Notaufnahme, des Schockraums, der Radiologie, des Zentral-OP, der Intensivstationen und vieles mehr werden abgefragt und dokumentiert. Auch Mitarbeiter des OP, der An\u00e4sthesie, Unfallchirurgie und Pflegekr\u00e4fte werden kontaktiert, die erwartete Ankunftszeit abgefragt und die Bettenkapazit\u00e4ten \u00fcberpr\u00fcft. Die Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr k\u00f6nnen den Brandherd schnell identifizieren, eine Brandbek\u00e4mpfung durchf\u00fchren und eine Entrauchung der betroffenen Areale veranlassen. <\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Dr.Heiko Wingenfeld machte sich vor Ort ein Bild von der Einsatzlage und betonte die Wichtigkeit und Notwendigkeit solcher Gro\u00df\u00fcbungen.<\/p>\n<p>Die gesetzten \u00dcbungsziele klappten weitgehend reibungslos: u.a. Bildung und Zusammenarbeit einer technischen Einsatzleitung, Einberufung der Krankenhauseinsatzleitung, Bildung von Einsatzabschnitten, \u00dcberpr\u00fcfung der Kommunikationseinrichtungen, Funktions\u00fcberwachung der Anlaufstelle der Feuerwehr, Entrauchung des Areals, personelle Verf\u00fcgbarkeiten in der Notaufnahme, von Pflegekr\u00e4ften, \u00c4rzten, Bettenkapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Um 11:09 Uhr wurde die \u00dcbung f\u00fcr alle Beteiligten beendet. \u201eDies war eine sehr gute und erfolgreiche Brandschutz\u00fcbung f\u00fcr den Notfall\u201c, so Dr. Petra Zahn und Thomas Helmer, Leiter der Feuerwehr Fulda, einhellig. Klinikumsvorstand Andr\u00e9 Eydt: \u201cMein herzlicher Dank gilt allen, die sich an diesem Samstagmorgen im Klinikum eingefunden haben, insbesondere an die Einsatzleitungen, die 120 Beteiligten von Feuerwehr und Rettungsdienst, die Komparsen sowie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Fulda. Wir haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen und Investitionen in den vorbeugenden Brandschutz unternommen, um die Sicherheit f\u00fcr unsere Patientinnen und Patienten weiter zu erh\u00f6hen. \u00dcbungen dienen dem erfolgreichen Zusammenspiel und dem Test der bestehenden Systeme und Organisationsanweisungen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das Szenario: Ein Brand im 2. Untergeschoss des Klinikums Fulda sorgt f\u00fcr starke Rauchentwicklung. Blitzschnell kommt es zu einer Verrauchung in diesem Areal, in dem sich auch die Warentransportanlage des Hauses befindet, die der Versorgung des gesamten Bettenhauses mit medizinischen G\u00fctern und der Patientenverpflegung dient. 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