{"id":164060,"date":"2017-06-07T07:50:21","date_gmt":"2017-06-07T05:50:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=164060"},"modified":"2017-06-07T07:50:21","modified_gmt":"2017-06-07T05:50:21","slug":"leitende-pflegefachleute-von-mediana-referieren-auf-altenpflegemesse-in-nuernberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=164060","title":{"rendered":"Leitende Pflegefachleute von Mediana referieren auf Altenpflegemesse in N\u00fcrnberg"},"content":{"rendered":"<p>Auf gro\u00dfes Interesse stie\u00dfen die Fachvortr\u00e4ge von Katja Ketzler-Kreiss, Dipl.-Pflegewirtin und Leiterin des Teams Pflegedienstleitung im Mediana  Pflegestift in Fulda, sowie Hartmut A. Schwab, Einrichtungsleiter des ambulanten Pflegedienstes Mediana Mobil und Fachkrankenpfleger f\u00fcr Gerontopsychiatrie, auf der Branchenmesse \u201eAltenpflege\u201c in N\u00fcrnberg. Die beiden Pflegeexperten beleuchteten in ihren Referaten die F\u00f6rderung und den Erhalt der Mobilit\u00e4t in der Pflege.<\/p>\n<p>Mit rund 28000 Besuchern aus ganz Europa, ist die Messe \u201eAltenpflege\u201c in N\u00fcrnberg einer der gr\u00f6\u00dften Branchentreffs. 660 Aussteller und Dienstleister, Experten aus dem Gesundheitsmanagement, f\u00fchrende Fachleute von mobilen und station\u00e4ren Einrichtungen, Pflegefachkr\u00e4fte, Auszubildende der Altenpflege und viele weitere Experten aus Lehre und Praxis treffen sich einmal im Jahr, um sich \u00fcber Neuerungen, bew\u00e4hrte Erkenntnisse aber auch \u00fcber innovative Ideen zur Verbesserung der Betreuung von Senioren auszutauschen.<\/p>\n<p>Mit den beiden leitenden Pflegefachleuten der Unternehmensgruppe Mediana, die von Fachkommissionen und Verb\u00e4nden wie dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) nach wie vor als Vorreiter f\u00fcr eine qualifizierte und breit aufgestellte Betreuung von \u00e4lteren Menschen gilt, haben die Organisatoren in N\u00fcrnberg zwei hochkar\u00e4tige Referenten f\u00fcr das Vortragsprogramm engagiert. W\u00e4hrend Hartmut A. Schwab sich intensiv dem Thema Erhaltung der Mobilit\u00e4t im h\u00e4uslichen Umfeld widmete, ging Katja Ketzler-Kreiss auf die M\u00f6glichkeiten zur F\u00f6rderung von physischen und geistigen F\u00e4higkeiten der Bewohner station\u00e4rer Einrichtungen ein. Die beiden Fachleute lie\u00dfen gewonnene Erkenntnisse aus der Teilnahme der Mediana Gruppe an einer Studie zur Implementierung des Expertenstandards in ihre Vortr\u00e4ge einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>\u201eDer regul\u00e4re Leistungskatalog macht die Unterst\u00fctzung von hilfebed\u00fcrftigen Menschen, die noch selbst zuhause wohnen, schwierig. Es gibt erhebliche graduelle Unterschiede zwischen bettl\u00e4gerigen Menschen, die eine Rund-um-Betreuung brauchen und Senioren, die viele Dinge noch selbst tun k\u00f6nnen\u201c, erl\u00e4uterte Schwab die gro\u00dfe Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis. Zwar w\u00e4re durch die Einstufung in Pflegegrade seit Anfang dieses Jahres eine detailliertere Bewertung m\u00f6glich, doch m\u00fcsse der Erhalt eigener F\u00e4higkeiten durch Unterst\u00fctzung von au\u00dfen noch mehr gest\u00e4rkt werden, sagte der Leiter von Mediana Mobil. Viele \u00e4ltere Menschen w\u00fcrden mehr und mehr durch Hetze und Ungeduld in Unt\u00e4tigkeit verfallen. \u201eDas beste Beispiel ist das Bezahlen an der Supermarktkasse. Senioren brauchen l\u00e4nger, um ihre Eink\u00e4ufe zu bezahlen und einzuladen. Um nicht aufzufallen, werden Kassierer gebeten, sich das Geld selbst herauszunehmen. Im schlimmsten Fall traut sich der Betroffene nicht mehr selbst zu, einkaufen zu gehen\u201c, schilderte Schwab ein Beispiel aus dem t\u00e4glichen Leben. Dadurch w\u00fcrden feinmotorische F\u00e4higkeiten und zwangsl\u00e4ufig auch die Mobilit\u00e4t derart eingeschr\u00e4nkt, dass ein Kreislauf einsetze, der den \u00e4lteren Menschen in die physische und psychische Unf\u00e4higkeitsfalle treibe. \u201eWir Pflegeexperten im ambulanten Dienst m\u00fcssen verhindern, dass Menschen zu Hause, die nicht durch Bet\u00e4tigung und k\u00f6rperliche F\u00f6rderung wie in einer station\u00e4ren Einrichtung unterst\u00fctzt werden, immer unbeweglicher und kr\u00e4nker werden. Das geht zum einen \u00fcber die M\u00f6glichkeit von Sachleistungen der Pflegekasse, erg\u00e4nzt durch zus\u00e4tzliche, kassenunabh\u00e4ngige Leistungen, vor allem aber \u00fcber intensive Aufkl\u00e4rung und Ermutigung von Betroffenen und der sie betreuenden Angeh\u00f6rigen\u201c, so der Einrichtungsleiter.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Dipl.-Pflegewirtin Katja Ketzler-Kreiss ist die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter der Schl\u00fcssel zum Erfolg. \u201eDie Weiterbildung und Betreuung unserer Pflegekr\u00e4fte in realen Praxissituationen ist eine Voraussetzung, um w\u00e4hrend der t\u00e4glichen Arbeit Defizite erkennen und Hilfestellungen leisten zu k\u00f6nnen\u201c, sagte die Teamleiterin . Um standardisierte Parameter entsprechend umsetzen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten Gesch\u00e4fts- und Einrichtungsleitungen, Dozenten und Koordinatoren eine Arbeitsgruppe bilden und die personellen und zeitlichen Voraussetzungen f\u00fcr das Projekt schaffen.<br \/>\n\u201eWir haben bei Mediana noch den Vorteil, dass die notwendigen Umgebungsfaktoren, r\u00e4umliche und materielle Ressourcen und vor allem das Personal vorhanden ist, um ein solches Projekt erfolgreich umzusetzen\u201c, so Katja Ketzler-Kreiss. In vielen F\u00e4llen klaffe aber eine eklatante L\u00fccke zwischen Theorie und Praxis. \u201eDer Zeitfaktor und die personelle Ausstattung ist seit Jahren ein Thema und auch wir m\u00fcssen uns f\u00fcr die Zukunft weiter gut r\u00fcsten\u201c, erkl\u00e4rte die Dipl.-Pflegewirtin. Sie gab dem Auditorium in N\u00fcrnberg einen \u00dcberblick \u00fcber den t\u00e4glichen Ablauf in den station\u00e4ren Einrichtungen der Mediana Gruppe und die Teilnahme der Unternehmensgruppe an der Forschungsstudie. Jeder pflegebed\u00fcrftige Mensch erhielte eine pflegerische Unterst\u00fctzung, die zur Erhaltung und F\u00f6rderung der Mobilit\u00e4t beitr\u00fcge. Sie ging intensiv auf die Ma\u00dfnahmen zur Studie ein, erkl\u00e4rte dem Fachpublikum Abl\u00e4ufe, Organisationsstrukturen und die Einbeziehung von Externen wie zum Beispiel \u00c4rzte und Physiotherapeuten, informierte aber auch \u00fcber die  Ermittlung von Ist-Zust\u00e4nden und Erkenntnisse aus Personal- und Bewohnerbefragungen.<\/p>\n<p>Ihr Fazit: \u201eDer Expertenstandard l\u00e4sst sich im Alltag eines Pflegeheimes gut umsetzen. Durch ausreichende Hilfsmittel sind alle Voraussetzungen gegeben. F\u00fcr die konsequente Umsetzung ist auf Dauer eine Erh\u00f6hung des Personalschl\u00fcssels zwingend erforderlich.\u201c<\/p>\n<p>BU: Katja Ketzler-Kreiss und Hartmut A. Schwab \u00fcberzeugten ihr Publikum mit Fachwissen und der F\u00e4higkeit, die Inhalte praxisnah und verst\u00e4ndlich zu vermitteln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Auf gro\u00dfes Interesse stie\u00dfen die Fachvortr\u00e4ge von Katja Ketzler-Kreiss, Dipl.-Pflegewirtin und Leiterin des Teams Pflegedienstleitung im Mediana Pflegestift in Fulda, sowie Hartmut A. Schwab, Einrichtungsleiter des ambulanten Pflegedienstes Mediana Mobil und Fachkrankenpfleger f\u00fcr Gerontopsychiatrie, auf der Branchenmesse \u201eAltenpflege\u201c in N\u00fcrnberg. 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