{"id":164015,"date":"2017-06-05T12:38:43","date_gmt":"2017-06-05T10:38:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=164015"},"modified":"2017-06-05T12:38:43","modified_gmt":"2017-06-05T10:38:43","slug":"delegationsreise-zu-behindertenhilfeprojekten-in-die-west-ukraine-mit-der-caritas-partnerschaft-fulda-iwano-frankiwsk-schon-viel-positives-bewegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=164015","title":{"rendered":"Delegationsreise zu BehindertenhilfeProjekten in die West-Ukraine: Mit der Caritas-Partnerschaft Fulda \u2013 Iwano-Frankiwsk schon viel Positives bewegt"},"content":{"rendered":"<p>Von den positiven Eindr\u00fccken aus den Projekten und von den vielen pers\u00f6nlichen Begegnungen und fruchtbaren Gespr\u00e4chen \u201einhaltlich wie menschlich enorm bereichert\u201c kehrte eine vierk\u00f6pfige Fuldaer Caritas-Delegation aus dem westukrainischen Iwano-Frankiwsk zur\u00fcck. Zu der Delegation geh\u00f6rten der Gesamtleiter Berufswege und Werkst\u00e4tten Bernd Wystrach, Holger Schwan und Daniel Druschel von der Caritas-Behindertenhilfe sowie Pressereferent Dr. Christian Scharf. Seit acht Jahren besteht inzwischen die osthessisch-westukrainische Kooperation in Sachen Behindertenhilfe. In einem  gemeinsamen Projekt geht es um den Ausbau von auf Menschen mit Behinderung zugeschnittene Arbeitsangebote und die grunds\u00e4tzliche gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung \u2013 hier musste und konnte die Caritas des osteurop\u00e4ischen Landes viel Pionierarbeit leisten. In einem zweiten Projekt, das weitgehend durch Mittel der Aktion Mensch finanziert wird, steht der Auf- und Ausbau von Selbsthilfestrukturen f\u00fcr die Menschen mit Handicap, ihre Familien und Angeh\u00f6rigen im Mittelpunkt. Auch dieses Projekt zielt nat\u00fcrlich auf einen Denkwandel zu mehr Teilhabe und Inklusion in der ukrainischen Gesellschaft ab. Eines ist bei den Gespr\u00e4chen vor Ort sehr deutlich geworden: Die betroffenen Familien sind sehr dankbar f\u00fcr die Gemeinschaft und den Erfahrungsaustausch, die sie jetzt erfahren, nachdem sie zuvor oft v\u00f6llig isoliert gelebt haben. Hilfreich ist auch die Beratung der Caritas vor Ort.  Vereinbart wurde von den deutsch-ukrainischen Projektpartnern in diesem Zusammenhang, dass zwei Mitglieder des Elternbeirates am n\u00e4chsten Besuch der Caritas Iwano-Frankiwsk in Fulda werden teilnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Fuldaer Caritas-Vertreter, die sich auf die 1.500 Kilometer lange Strecke zu ihren Partnern nach Osten gemacht hatten, wurden gleich am ersten Abend in Iwano-Frankiwsk vom Ortsbischof der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Volodymyr Vijtyshyn, herzlich empfangen, Mit dabei war auch eine Caritas-Delegation vom Landesverband Mecklenburg, die ebenfalls Hilfsprojekte in der Westukraine unterh\u00e4lt. Gemeinsam mit Caritasdirektor Wolodymyr Chornij konnten die Fuldaer dann am Folgetag der feierlichen Einweihung von neuen R\u00e4umen f\u00fcr eine Behindertenhilfe-Selbsthilfegruppe im Ort Roshniativ unmittelbar am Rande der Karpaten beiwohnen: Mit der neuen Einrichtung verf\u00fcgen die Familien der jungen Menschen mit Handicap vor Ort nun \u00fcber einen eigenen geeigneten Raum f\u00fcr Treffen, Austausch und gemeinsame Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Zwei junge Deutsche als Freiwillige bei der Caritas\u00e2\u20ac\u00a8Einen Tag ihres Aufenthaltes nutzte die Fuldaer Caritas-Delegation f\u00fcr eine Fahrt s\u00fcdw\u00e4rts nach Tysmenicja und Kolomyja: Dort sind die beiden, vom Bistum Fulda entsandten Weltw\u00e4rts-Freiwilligen Paula Oswald und Sophie Lotz bei der lokalen Caritas t\u00e4tig. Beide jungen Frauen stellten den Fuldaer G\u00e4sten ihre eigenen Projekte vor. So lernte die  Delegation aus Hessen die Aktivit\u00e4ten der Selbsthilfegruppe in Tysmenicja kennen, die f\u00fcr die Kinder und Jugendlichen mit Handicap Betreuung und Freizeitaktivit\u00e4ten organisiert und zusammen mit den Pfarrern des Ortes die Interessen der Menschen mit Behinderung auch in die \u00d6ffentlichkeit hinein vertritt. Noch trifft sich die Gruppe w\u00f6chentlich in der Sakristei der \u00f6rtlichen Kirche. Zuk\u00fcnftig soll die Gruppe jedoch mehr Platz zur Verf\u00fcgung haben, weshalb auf dem kirchlichen Grundst\u00fcck zurzeit R\u00e4ume extra hergerichtet werden. Auch das gro\u00dfe Au\u00dfengel\u00e4nde rund um die Kirche mit einer Rasenfl\u00e4che darf f\u00fcr Aktivit\u00e4ten wie Sportangebote und Spiel genutzt werden.<br \/>\nDie Freiwillige Paula Oswald unterst\u00fctzt die Gruppe in Tysmenicja in ihrem Engagement. Au\u00dferdem arbeitet sie in Iwano-Frankiwsk bei der Betreuung von Kindern mit, die aus Fl\u00fcchtlingsfamilien oder Familien stammen, in denen ganz unterschiedliche Problemlagen bestehen.\u00c2\u00a0In Kolomyja, dem Bischofssitz in der s\u00fcdlichen Nachbardi\u00f6zese, arbeitet die Freiwillige Sophie Lotz in verschiedenen Projekten mit \u2013 unter anderem in einer Armenk\u00fcche sowie in einem Projekt zur Unterst\u00fctzung von M\u00e4dchen aus sozial schwachen Familien. Au\u00dferdem trainiert Sophie, selber Fu\u00dfballspielerin, eine Fu\u00dfballmannschaft aus Stra\u00dfenkindern, die sogar an einem Turnier in Kiew teilnehmen soll. Im Juli werden die beiden jungen Frauen ihren Einsatz beenden und nach Deutschland zur\u00fcckkehren. In Bezug auf den Freiwilligendienst sind sich alle Beteiligten bereits einig: Die Aussendung ist ein gro\u00dfer Erfolg; sowohl das Bistum Fulda, die Caritas in der Ukraine als auch die jungen Menschen profitieren von solchen Erfahrungen, die Begegnung und Austausch auf ganz besonderer Ebene erm\u00f6glichen. 2018 plant das Bistum Fulda daher erneut Freiwillige zur Caritas in die Westukraine zu entsenden.\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>In einer abschlie\u00dfenden Gespr\u00e4chsrunde bewerteten die ukrainischen und deutschen Caritas-Vertreter den Stand der Projektentwicklung und legten die weitere Vorgehensweise fest: So hofft man das Projekt dahingehend weiter entwickeln zu k\u00f6nnen, dass langfristig auch Formen eines begleiteten Wohnens f\u00fcr Menschen mit handicap m\u00f6glich sein werden, um ihnen noch mehr individuelle Entfaltungsm\u00f6glichkeit zu geben. Im Bereich der Teilhabe an Arbeit zielt die Kooperation nun darauf ab, Arbeitsfelder zu erschlie\u00dfen, in denen die Caritas in eigener Regie Arbeitspl\u00e4tze auf professionellem  Niveau einrichten kann. Ein Beispiel daf\u00fcr ist eine Kerzengie\u00dferei, mit  der vier Menschen mit Behinderung Besch\u00e4ftigung haben, und deren Produkte innerhalb der Kirchengemeinden Abnahme finden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Von den positiven Eindr\u00fccken aus den Projekten und von den vielen pers\u00f6nlichen Begegnungen und fruchtbaren Gespr\u00e4chen \u201einhaltlich wie menschlich enorm bereichert\u201c kehrte eine vierk\u00f6pfige Fuldaer Caritas-Delegation aus dem westukrainischen Iwano-Frankiwsk zur\u00fcck. 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