{"id":163774,"date":"2017-05-31T08:59:07","date_gmt":"2017-05-31T06:59:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=163774"},"modified":"2017-05-31T08:59:41","modified_gmt":"2017-05-31T06:59:41","slug":"klasse-9d-der-alexander-von-humboldt-schule-spendet-425-euro-an-ein-waisenheim-in-zimbabwe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=163774","title":{"rendered":"Klasse 9d der Alexander-von-Humboldt-Schule spendet 425 Euro an ein Waisenheim in Zimbabwe"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2-\u00fcbergabe.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2-\u00fcbergabe-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-163787\" \/><\/a>Es ist nun zwar schon eine ganze Reihe von Jahren her, dass Gerhard Steinebach als Lehrer mit einigen anderen deutschen P\u00e4dagogen drei Jahre lang in Zimbabwe unterrichtet hat, losgelassen haben ihn das Land und seine Menschen jedoch nie. Zu sehen, unter welch schweren Bedingungen die Menschen in dem von Korruption und extrem hoher Arbeitslosigkeit gepr\u00e4gten Land bis heute leben und dennoch irgendwie versuchen, das Beste daraus zu machen, hat ihn nachhaltig beeindruckt, auch weil er wei\u00df, dass es nur ein gro\u00dfes Gl\u00fcck ist, woanders geboren zu sein und so viel besser zu leben.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber sprach er mit seinen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der Klasse 9d der Alexander-von-Humboldt-Schule im Englischkurs. Das Thema passte zum Unterrichtsstoff und schnell war die Idee geboren, den Menschen in Zimbabwe zu helfen. Ein passendes Projekt war schnell gefunden, denn seit langem k\u00fcmmern sich Steinebach und seine damaligen Kollegen immer noch ganz besonders um ein Waisenheim in der Stadt Gweru. \u201eIm Midlands Children Home Rosedale werden gut 60 Kinder und Jugendliche betreut\u201c, berichtet Steinebach. \u201eIhre Eltern sind gr\u00f6\u00dftenteils an AIDS gestorben, ihre Verwandten leben nicht mehr oder k\u00f6nnen sich nicht um die Kinder k\u00fcmmern.\u201c Denn Zimbabwe ist ein armes Land: Als Folge jahrzehntelanger Misswirtschaft unter dem Machtapparat des inzwischen 93-j\u00e4hrigen Pr\u00e4sidenten Mugabe haben sich eine Hyperinflation und eine Arbeitslosigkeit von mehr als 90% entwickelt. Geld spielt in dem Land im Alltag kaum eine Rolle, die Menschen behelfen sich meist untereinander &#8211; irgendwie. Allerdings kostet beispielsweise ein Schulbesuch Geld, auch Unterrichtsmaterialien sind nicht kostenlos. Geld, das insbesondere die Waisenkinder nicht haben. Das Midlands Children Home Rosedale stellt seinen jungen Bewohnern Wohnraum und Bildung zur Verf\u00fcgung, es existiert nur von Spenden. \u201eDie allerdings gehen ohne Umwege direkt dorthin\u201c, verspricht Steinebach, der selbst mit der Antoniuspfarrei, dem Partner der Heimleitung, zusammenarbeitet und die Spende der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler stellvertretend entgegennahm. \u201eWir bekommen von dort auch immer sehr detaillierte Berichte \u00fcber die Verwendung der Spendengelder\u201c, so Steinebach, der wei\u00df, dass f\u00fcr den Unterhalt des Heims hohe Summen anfallen.<\/p>\n<p>Doch wie kam die gespendete Summe \u00fcberhaupt zustande? \u201eWir haben anstelle eines Charity-Laufs ein Charity-Vokabelprojekt gestartet\u201c, berichten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der 9d. Dabei ging es darum, in 30 Minuten englische Vokabeln und ihre deutsche Bedeutung aufzuschreiben \u2013 aus dem Kopf; W\u00f6rter, die die Jugendlichen bisher im Englischunterricht gelernt hatten und die ihnen spontan einfielen. In den Familien wurden Sponsoren gesucht, die f\u00fcr jedes richtige Wortpaar eine bestimmte Summe boten. 5 bis 10 Cent pro Vokabel riefen die Eltern, Gro\u00dfeltern oder Freunde der Familie auf, sodass bei den guten Leistungen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler am Ende die sch\u00f6ne Summe von 425 Euro zustande kam. Die besten Teilnehmer kamen \u00fcbrigens auf 216 Wortpaare in 30 Minuten, also gut sieben pro Minute! Auch dieses Ergebnis kann sich sehen lassen.<\/p>\n<p>\u201eDie Bereitschaft, sich f\u00fcr diesen Vokabel-Marathon anzustrengen, war hoch, ebenso die Spendenbereitschaft in den Familien\u201c, freut sich der engagierte Lehrer, \u201eniemals h\u00e4tte ich mit so einer gro\u00dfen Summe gerechnet.\u201c Dass das so war, lag sicher auch an der guten Vorbereitung: Gerhard Steinebach hatte selbst Bild- und Filmmaterial mitgebracht. Seine Berichte von Besuchen vor Ort beeindruckten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, fragen konnten direkt beantwortet werden. \u201eDa bleibt wirklich mehr h\u00e4ngen, als wenn man einfach nur was liest oder einen Film ohne pers\u00f6nlichen Bezug schaut\u201c, best\u00e4tigen sie, und: \u201eUns ist einmal mehr bewusst geworden, wie gut wir hier leben.\u201c F\u00fcr sie ist \u201eIrgendwo in Afrika\u201c jetzt ihr Waisenheim in Zimbabwe. Mit den Kindern und Jugendlichen dort wollen sie einen Briefverkehr aufbauen, erste Kontakte sind gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Bild: 425 Euro! Den gro\u00dfen Scheck \u00fcbergaben die Klassensprecher Florian Farkas und Shanti Ortmann an Gerhard Steinebach zu direkten Weiterleitung an das Waisenheim<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Es ist nun zwar schon eine ganze Reihe von Jahren her, dass Gerhard Steinebach als Lehrer mit einigen anderen deutschen P\u00e4dagogen drei Jahre lang in Zimbabwe unterrichtet hat, losgelassen haben ihn das Land und seine Menschen jedoch nie. Zu sehen, unter welch schweren Bedingungen die Menschen in dem von Korruption und extrem hoher Arbeitslosigkeit gepr\u00e4gten &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":163786,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-163774","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/163774","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=163774"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/163774\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":163790,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/163774\/revisions\/163790"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/163786"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=163774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=163774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=163774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}