{"id":163622,"date":"2017-05-29T08:03:45","date_gmt":"2017-05-29T06:03:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=163622"},"modified":"2017-05-29T08:03:45","modified_gmt":"2017-05-29T06:03:45","slug":"noch-bis-zum-kommenden-sonntag-dauern-die-4-alsfelder-kulturtage-grosser-abschluss-sunset-jazz-mit-trevor-richards","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=163622","title":{"rendered":"Noch bis zum kommenden Sonntag dauern die 4. Alsfelder Kulturtage \u2013 gro\u00dfer Abschluss: Sunset Jazz mit Trevor Richards"},"content":{"rendered":"<p>Der Endspurt l\u00e4uft \u2013 an diesem Wochenende gehen die 4. Alsfelder Kulturtage zu Ende. Fast schon traditionell gibt Trevor Richards am Sonntagabend das Abschlusskonzert: Jazz vom Feinsten f\u00fcr Freunde dieser vielseitigen Musikrichtung. Doch zuvor ein kleiner R\u00fcckblick:<br \/>\nVom Urknall zur Popkultur \u2013 Und das am Sonntagmorgen! Der Astrophysiker Dr. Kai Noeske war zu Gast im Kaufhaus Alte Molkerei, um den zahlreichen G\u00e4sten in seinem Vortrag die Sch\u00f6nheit des Wissens zu vermitteln. Zu finden ist diese seiner Ansicht nach Lichtjahre entfernt in den unendlichen Weiten des Weltraums; sichtbar wurde sie mit Hilfe des Weltraumteleskops \u201eHubble\u201c, das im April 1990 gestartet wurde. Geschaffen, die Einschr\u00e4nkungen durch die Erdatmosph\u00e4re zu umgehen, deren Molek\u00fcle das Aufl\u00f6sungsverm\u00f6gen auf der Erdoberfl\u00e4che blockieren, erreicht das Teleskop eine bisher nie dagewesene Aufl\u00f6sung und liefert seit Beginn seiner Mission Einblicke in viele Ph\u00e4nomene des Universums: Planeten, Exoplaneten, Sterne, Nebel, schwarze L\u00f6cher, Galaxien, Dunkle Materie und Dunkle Energie; sogar R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Alter des Universums konnten mit seiner Hilfe gezogen werden. Ein Ausflug anhand atemberaubender Bilder, der es in sich hatte, auch wenn deutlich wurde, dass sich die Astrophysik nicht an einem Vormittag erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Aber das hatte auch niemand erwartet. Vielmehr steckte der Wissenschaftler sein Publikum mit seiner Begeisterung f\u00fcr die Sch\u00f6nheit und Unendlichkeit des Universums an und spannte den Boden von der exakten Wissenschaft hin zu den Science-Fiction-Serien und \u2013Filmen, die bis heute noch ihren Platz im Kino und im Fernsehen haben.<\/p>\n<p>Puppen \u2013 So hei\u00dft die Ausstellung des Alsfelder Fotografen Bodo Runte, die am Sonntag im Bistrinna in der Untergasse er\u00f6ffnet wurde und ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Projekt ist: Schwarzwei\u00dffotografien von ausrangierten Schaufensterpuppen, ihre Geschichte erz\u00e4hlt anhand von Gedichten des Lyrikers Martin Krauss. Sieben Fotografien nur, die eine eigene Welt darstellen, zu sehen noch bis zum kommenden Sonntag von 11 bis 14 und von 17 bis 20 Uhr.<br \/>\nWir gr\u00fc\u00dfen mit Musik \u2013 Das schon traditionelle Platzkonzert des Blasorchesters Altenburg unter der Leitung von Sabine Nau fand in diesem Jahr erstmals im B\u00fcrgergarten statt. Unter strahlendem Sonnenschein pr\u00e4sentierten die Musikerinnen und Musiker ihrem treuen Publikum anderthalb Stunden lang M\u00e4rsche und Polkas sowie konzertante, moderne Blasmusik. Der B\u00fcrgergarten erwies sich dabei als ausnehmend sch\u00f6ne Location, einladend f\u00fcr Passanten, die gerne ein paar St\u00fccke lang dort verweilten.<\/p>\n<p>Land und Natur, Inspiration f\u00fcr Romantiker \u2013 Ein so anspruchsvolles wie ansprechendes Programm hatten am Sonntagnachmittag die beiden Musiker Martin M\u00fcller-Weiffenbach und Alexander Urvalov vorbereitet. Sie spielten in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule in der Schillerstra\u00dfe f\u00fcr ihr Publikum auf. Dabei stellten der aus Alsfeld stammende Cellist M\u00fcller-Weiffenbach und der in Alsfeld ans\u00e4ssige Pianist Alexander Urvalov unter Beweis, wie perfekt sie aufeinander eingestimmt sind. Kammermusikwerke aus dem 19. und dem fr\u00fchen 20. Jahrhundert pr\u00e4sentierten sie anl\u00e4sslich der Kulturtage und bezogen mit vielen St\u00fccken auf die Natur \u2013 ganz so wie der Titel ihres Konzerts es versprach.<\/p>\n<p>Kleine Werkschau \u2013 Der Montag hielt eine weitere Vernissage bereit: Vier K\u00fcnstlerinnen, die sich seit einigen Jahren im Aquarell-Atelier Wolfgang Bickel der Kunst des Aquarellierens widmen, stellen f\u00fcr die Dauer der Kulturtage ihre Werke im Antikraum des Kaufhaueses Neue Arbeit aus. Zu sehen sind hier interessante Studien, Naturdarstellungen aus der Region und der Ferne, Stillleben, Portraits und florale Motive. Die Ausstellung ist t\u00e4glich von 15:30 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Die Regentrude \u2013 Ziemlich genau drei\u00dfig Jahre nach der vielbeachteten Auff\u00fchrung der gleichnamigen Oper nach dem M\u00e4rchen von Theodor Storm war sie zur\u00fcck auf Alsfelds B\u00fchne, wenn auch mit weniger Musik und Gesang, daf\u00fcr in einer besonders liebevollen und auch kindgerechten Inszenierung des Figurentheaters Weidringer. Am Dienstagnachmittag fand diese sch\u00f6ne Auff\u00fchrung rund um die Kinder Maren und Andrees, die sich nach einer langen D\u00fcrre aufmachen, die Regentrude zu wecken, in der Stadtb\u00fccherei statt. Schau- und Puppenspielerin Christiane Weidringer lieh allen Figuren ihre Stimme und lie\u00df ein buntes, fast magisches Szenario zwischen den B\u00fcchern entstehen.<\/p>\n<p>Missverst\u00e4ndnis Heimat? \u2013 Das fragte am Dienstagabend Dr. Walter Windisch-Laube seine G\u00e4ste im Freiwilligenzentrum. Anhand zahlreicher Bilder und musikalischer Einlagen stellte der Autor viele Facetten des Heimatbegriffs vor \u2013 ein \u201erelativer, durchwachsener, mehrdeutiger, ja schillernder Begriff\u201c, wie er findet. Ungeachtet der verschiedenen Heimaterfahrungen gerade im vergangenen Jahrhundert, hingen viele Menschen auch heute noch einem althergebrachten Heimatbegriff an, in dem das weitgehend kritiklose \u00dcbernehmen und Fortsetzen von \u00dcberlieferungen, Einstellungen, Haltungen und Gruppenritualen eine gro\u00dfe Rolle spiele. Windisch-Laubes Ausf\u00fchrungen folgte eine angeregte Diskussion mit dem Publikum, das tiefe Einblicke auch in den ganz pers\u00f6nlichen Heimatbegriff erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Auf die Spuren Wilhelm Buschs begab sich am Mittwochnachmittag Arno Fink. Er besch\u00e4ftigt sich hobbym\u00e4\u00dfig mit dem vielseitigen Dichter und Zeichner, dem Urvater des Comics gewisserma\u00dfen, der doch in seinem Werk so viel mehr hinterlassen hat als \u201eMax und Moritz\u201c und \u201eDie fromme Helene\u201c. Mit seinem Ausflug in das Leben und Wirken dieses eigentlich ernsthaften und verschlossenen Menschen stellte Fink seinem Publikum Wilhelm Busch auf sehr pers\u00f6nliche Art vor und pr\u00e4sentierte ihnen einen Mann, den man so sicher kaum gekannt hat.<\/p>\n<p>Faust \u2013 der Film \u2013 Wie man ein inklusives Theaterst\u00fcck inszeniert, probt und mehrfach auff\u00fchrt, damit besch\u00e4ftigte sich ebenfalls am Mittwochnachmittag ein Film, den der Filmemacher Benjamin Kurz in der Werkstatt f\u00fcr Menschen mit Behinderung der Behindertenhilfe Vogelsberg e.V. zeigte. Nichts Geringeres als \u201eFaust\u201c hatten sich die rund 80 Mitwirkenden \u2013 mit ganz unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden, mit und ohne Behinderungen \u2013 vorgenommen. Nach mehr als einj\u00e4hriger Vorbereitungszeit kam das gro\u00dfartige und viel beachtete Ergebnis im Herbst 2015 zur Auff\u00fchrung. Die Entstehungszeit des St\u00fccks hat Benjamin kurz liebevoll begleitet und daraus einen sehr ber\u00fchrenden Film gemacht.<\/p>\n<p>Heart\u00e2\u20ac\u2122n\u00e2\u20ac\u02dcHeavy \u2013 Dieses Motto f\u00fcr die Kulturtage hatten am Mittwochabend die Musiker Willer und die Band The Aqualung ausgegeben. Sie traten in der Clubbar Plan B auf, die erstmals Veranstaltungsort f\u00fcr die Alsfelder Kulturtage war. Mit diesem Konzert wurde auch das musikalische Repertoire der Kulturtage erweitert, sprach es doch eindeutig ein j\u00fcngeres Publikum an. Dabei war dieser Konzertabend an sich schon sehr abwechslungsreich: Schlug zu Beginn des Abends der Singer\/Songwriter Willer eher ruhigere T\u00f6ne an, so \u00fcberzeugten die Musiker von The Aqualung \u2013 Johannes Schwitalla, Claas-Henning D\u00f6rries, Daniel H\u00f6ft und Cornelius Laube mit differenziertem Alternative Rock, von lyrisch-melancholisch bis mitrei\u00dfend-bewegt und gegebenenfalls auch etwas laut. Ein guter Einstieg jedenfalls in den Feiertag, der auch f\u00fcr die Alsfelder Kulturtage wieder einige sch\u00f6ne Programmpunkte bereithielt.<\/p>\n<p>regiomenta 2 \u2013 In Anlehnung an die \u201edocumenta\u201c und seine erste regiomenta vor zehn Jahren er\u00f6ffnete Dr. Walter Windisch-Laube \u2013 zum Auftakt am Donnerstagmorgen musikalisch begleitet von seinem Sohn Cornelius Laube \u2013 seine 100-st\u00fcndige regionale, halbprivate Erg\u00e4nzung zur 100-t\u00e4gigen internationalen Schau in Kassel. Zu den unterschiedlichsten \u00d6ffnungszeiten zeigt der Alsfelder Kulturschaffende in und an seinem Wohnhaus in der Altenburger Stra\u00dfe eine interessante Auswahl von Kunst-Objekten, Installationen und Malerei. Letzte M\u00f6glichkeit, diese zu sehen, ist am Samstag von 9-16 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der Endspurt l\u00e4uft \u2013 an diesem Wochenende gehen die 4. Alsfelder Kulturtage zu Ende. Fast schon traditionell gibt Trevor Richards am Sonntagabend das Abschlusskonzert: Jazz vom Feinsten f\u00fcr Freunde dieser vielseitigen Musikrichtung. Doch zuvor ein kleiner R\u00fcckblick: Vom Urknall zur Popkultur \u2013 Und das am Sonntagmorgen! 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