{"id":163064,"date":"2017-05-14T10:54:18","date_gmt":"2017-05-14T08:54:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=163064"},"modified":"2017-05-14T10:54:18","modified_gmt":"2017-05-14T08:54:18","slug":"3-gesundheitskonferenz-aerztliche-versorgung-zukunftssicher-gestalten-gemeinsame-suche-nach-dem-vogelsberger-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=163064","title":{"rendered":"3. Gesundheitskonferenz: \u00c4rztliche Versorgung zukunftssicher gestalten &#8211; Gemeinsame Suche nach dem Vogelsberger Weg"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/PodiumDiskussionTeilr\u00e4ume.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/PodiumDiskussionTeilr\u00e4ume-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-163070\" \/><\/a>&#8220;Herausforderungen annehmen &#8211; \u00c4rztliche Versorgung zukunftssicher gestalten&#8221; &#8211; unter diesem Motto stand die dritte Gesundheitskonferenz, zu der Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak nach Herbstein ins &#8220;Haus des Gastes&#8221; eingeladen hatte. Im Mittelpunkt sollten die Fragen stehen, wie die wohnortnahe medizinische Prim\u00e4rversorgung im Landkreis gesichert werden kann und welche Versorgungsstrukturen dazu notwendig sind. Es gebe bereits verschiedenste Modelle, die von Gesundheitszentren bis zur mobilen Patientenversorgung durch Gemeindeschwestern reichten. \u00dcber solche Ideen m\u00fcsse geredet werden, um den \u201eVogelsberger Weg\u201c zu finden.<\/p>\n<p>Dr. Sigrid Stahl von der Fachstelle f\u00fcr Gesundheitliche Versorgung stellte vor, was im Kreis bereits unternommen wurde und skizzierte die Erwartungen junger Mediziner: Diese bevorzugten flexible Arbeitszeiten, wollten lieber angestellt als selbstst\u00e4ndig arbeiten, gerne im Team und mit einem ausgewogenen Verh\u00e4ltnis zwischen Beruf, Freizeit und Familie. Um eine faktenbasierte Grundlage f\u00fcr die weitere Diskussion zu erhalten, hatte der Vogelsbergkreis eine Studie durchf\u00fchren lassen, deren Ergebnisse auf der Konferenz von Dr. Antje Erler (Universit\u00e4t Frankfurt\/Main) und Jan Bendler (Institut Quaestio, Bonn) pr\u00e4sentiert wurden.<br \/>\nDiese Pr\u00e4sentation war der zentrale Punkt und wurde von der \u00c4rzteschaft sehr kritisch diskutiert: Weil von der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung keine Daten zur Verf\u00fcgung gestellt worden waren, hatten die Forscher ihre Analysen auf Zahlen aufbauen m\u00fcssen, die ihnen von der AOK geliefert worden waren &#8211; mit einem Versichertenanteil von 52 Prozent aller Vogelsberger zwar sehr aussagekr\u00e4ftig, doch nicht so belastbar wie von allen erhofft und gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Anhand ihrer Daten kamen die beiden zu folgenden Erkenntnissen: Etwa 60 Prozent der Vogelsberger gehen zu Haus\u00e4rzten innerhalb der eigenen Gemeinde, 15 Prozent zu \u00c4rzten innerhalb des Landkreises und 25 Prozent au\u00dferhalb des Kreises. Die Auswertung von Bewegungen von Patienten ergab, dass 90 Prozent ihren Arzt innerhalb von zehn Minuten erreichen k\u00f6nnen, pro Jahr summierten sich die Arztfahrten auf 76 Minuten pro Kopf.<\/p>\n<p>Um auch zuk\u00fcnftig kurze Arztwege zu erhalten, wurden vier Teilregionen vorgeschlagen, innerhalb derer man sich \u00fcber L\u00f6sungen vor Ort auseinandersetzen sollte. Der Vorschlag: Teilregion 1: Antrifttal, Romrod, Alsfeld, Schwalmtal und Grebenau; Teilregion 2: Schlitz, Lauterbach, Wartenberg und Lautertal; Teilregion 3: Herbstein, Grebenhain, Freiensteinau und Schotten; Teilregion 4: Ulrichstein, Feldatal, M\u00fccke, Gem\u00fcnden, Homberg und Kirtorf. Wobei Schotten einen Gro\u00dfteil an &#8220;Auspendlern&#8221; zu \u00c4rzten im Nachbarkreis habe und deshalb gesondert betrachtet werden sollte.<\/p>\n<p>Dr. Jens Mischak und Landrat Manfred G\u00f6rig nahmen die Kritik an den zugrunde gelegten Daten an, hielten diese jedoch f\u00fcr belastbar genug, um mit dem entstandenen Modell weiter zu arbeiten: Man habe nat\u00fcrlich auf die besseren Daten der KV gehofft. Die vorgeschlagenen Teilregionen seien aber auch &#8220;nicht in Stein gemei\u00dfelt&#8221; und lediglich ein Vorschlag, den es nun gemeinsam zu \u00fcberpr\u00fcfen gelte. N\u00e4chster Schritt seien nun Gespr\u00e4che in den Teilr\u00e4umen, um dort jeweils passende M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Zukunft zu erarbeiten. Danach wolle man wieder in gro\u00dfer Runde zusammen kommen. Erste Gespr\u00e4che sollen bereits Ende Mai\/ Anfang Juni stattfinden, sp\u00e4testens im Herbst soll mit der Umsetzung der konkreten Gesundheitsplanung begonnen werden.<\/p>\n<p>Inzwischen konnte Folgendes gekl\u00e4rt werden: Der Studie liegen Daten der AOK Hessen zugrunde, die sich  aus tagesgenauen Geb\u00fchrenordnungspositionen ergeben, also Leistungen, die f\u00fcr einen Patienten X am Tag Y abgerechnet wurden. Die in der Diskussion angesprochenen fallbezogenen Daten waren nicht Gegenstand der Analyse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>&#8220;Herausforderungen annehmen &#8211; \u00c4rztliche Versorgung zukunftssicher gestalten&#8221; &#8211; unter diesem Motto stand die dritte Gesundheitskonferenz, zu der Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak nach Herbstein ins &#8220;Haus des Gastes&#8221; eingeladen hatte. 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