{"id":162838,"date":"2017-05-08T08:55:14","date_gmt":"2017-05-08T06:55:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=162838"},"modified":"2017-05-08T08:55:14","modified_gmt":"2017-05-08T06:55:14","slug":"polnische-zeitzeugen-berichteten-ueber-erlebten-ns-terror-gespraeche-mit-schuelergruppen-in-der-caritas-altenpflegeschule-und-im-marianum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=162838","title":{"rendered":"Polnische Zeitzeugen berichteten \u00fcber erlebten NS-Terror \u2013 Gespr\u00e4che mit Sch\u00fclergruppen in der Caritas-Altenpflegeschule und im Marianum"},"content":{"rendered":"<p>Zu einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen und spannenden Begegnung kam es f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Caritas-Altenpflegeschule, als eine Gruppe von polnischen Seniorinnen und Senioren f\u00fcr ein Zeitzeugengespr\u00e4ch im Caritas-Haus St. Elisabeth in der Ratgarstra\u00dfe zu Gast war: Die Senioren sind auf Einladung der Caritas Fulda in Hessen. Ihr Besuch wurde vom Maximilian-Kolbe-Werk im Rahmen eines Programms zur deutsch-polnischen Vers\u00f6hnungsarbeit vermittelt. Alle Teilnehmer der Gruppe hatten in der Kindheit und Jugend mit ihren Familien Gewalt und Verfolgung durch das nationalsozialistische Deutschland erfahren. <\/p>\n<p>Nach einer Begr\u00fc\u00dfung durch Di\u00f6zesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch  und Schulleiterin Dajana Herbst berichteten die sechs Polen zun\u00e4chst \u2013 \u00fcbersetzt durch ihre Dolmetscherin Marianne Drechsel-Gillner \u2013 von ihrem Schicksal. So h\u00f6rte die Sch\u00fclerschaft beispielsweise, wie die Familien mit ihren Kindern aus den H\u00e4usern heraus geholt, zusammengetrieben und dann die Kinder von ihren Eltern getrennt und abtransportiert wurden. Es wurde berichtet, welche Zust\u00e4nde in den Lagern herrschten, und dass die Kinder st\u00e4ndige Angst vor den W\u00e4chtern und ihren Waffen hatten. Die Senioren berichteten \u00fcber Hunger und Entbehrung. Sie sprachen aber auch \u00fcber das Gute, was sie damals durch einzelne Menschen erfahren hatten, und \u00fcber ihre positiven Eindr\u00fccke, die sie nun erhielten, nachdem sie die Vergangenheit f\u00fcr sich abschlie\u00dfen konnten und sich auch wieder zu Reisen nach Deutschland trauen. <\/p>\n<p>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler hatten sich in einem Workshop mit den beiden Geschichtsdozenten Ingo Bartels und Klaus-Ulrich Meier auf das Zeitzeugengespr\u00e4ch vorbereitet und befragten nach den Berichten die polnischen Senioren. So interessierte sie zum Beispiel, ob es f\u00fcr die Kinder irgendeine Betreuung in den Lagern gab, oder ob diese wirklich mehr oder weniger auf sich allein gestellt waren. Caritasdirektor Juch unterstrich in einem Schlussres\u00fcmee, wie wichtig Zeitzeugenaussagen seien, und dass man als junger und aufgeweckter Mensch sich f\u00fcr die politischen Entwicklungen der Gegenwart interessieren sollte und  wachsam bleiben m\u00fcsse, um fr\u00fchzeitig eingreifen zu k\u00f6nnen, sollten sich wieder \u2013 wo auch immer in er Welt \u2013 solch Gewaltsysteme entwickeln k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Bereits vor dem Besuch in der Altenpflegeschule hatten die polnischen G\u00e4ste f\u00fcr ein Zeitzeugengespr\u00e4ch vor Zehntkl\u00e4sslern im Marianum zur Verf\u00fcgung gestanden. Dort finden solche Gespr\u00e4chsrunden in Kooperation mit dem Presse-Referat der Caritas traditionell schon  seit mehreren Jahren statt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zu einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen und spannenden Begegnung kam es f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Caritas-Altenpflegeschule, als eine Gruppe von polnischen Seniorinnen und Senioren f\u00fcr ein Zeitzeugengespr\u00e4ch im Caritas-Haus St. Elisabeth in der Ratgarstra\u00dfe zu Gast war: Die Senioren sind auf Einladung der Caritas Fulda in Hessen. 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