{"id":162770,"date":"2017-05-05T08:27:58","date_gmt":"2017-05-05T06:27:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=162770"},"modified":"2017-05-05T08:27:58","modified_gmt":"2017-05-05T06:27:58","slug":"weihbischof-karlheinz-diez-empfing-polnische-caritas-gaeste-die-als-kinder-und-jugendliche-leid-durch-das-nationalsozialistische-deutschland-erfahren-hatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=162770","title":{"rendered":"Weihbischof Karlheinz Diez empfing polnische Caritas-G\u00e4ste, die als Kinder und Jugendliche Leid durch das nationalsozialistische Deutschland erfahren hatten"},"content":{"rendered":"<p>In Begleitung von Di\u00f6zesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch wurde eine Gruppe polnischer Senioren im Generalvikariat durch Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez empfangen: Die G\u00e4ste \u2013 eine Frau und f\u00fcnf Herren im Alter von 72 bis 90 Jahren \u2013 halten sich im Rahmen eines Programms des Maximilian-Kolbe-Werks zur deutsch-polnischen Auss\u00f6hnung in Hessen auf. Gastgeber in der Region Fulda ist der Di\u00f6zesan-Caritasverband, der \u2013 so unterstrich Caritasdirektor Juch \u2013 diese Aufgabe bereits seit mehreren Jahrzehnten wahrnimmt: \u201eDieser Dienst zur Verst\u00e4ndigung zwischen den mitteleurop\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern sowie zur \u00dcberwindung der dunklen Vergangenheit und der Schuld durch das nationalsozialistische Deutschland ist uns besonders wichtig!\u201c<\/p>\n<p>Alle G\u00e4ste aus der Gruppe hatten als junge Menschen Verfolgung und Gewalt erlitten. Weihbischof Diez lie\u00df die Teilnehmer der sechsk\u00f6pfigen Gruppe ihr jeweiliges Schicksal berichten und zeigte sich sehr ber\u00fchrt. Der J\u00fcngste aus der Gruppe beispielsweise, Bogdan C., war im KZ Ausschwitz-Birkenau geboren worden. Irena S., war als so genanntes Holocaust-Kind von ihrem Kinderm\u00e4dchen gerettet worden, ihre gesamte Familie kam im KZ ums Leben.  Stanislaw A. schlie\u00dflich berichtete, dass ihn ein Lokomotivf\u00fchrer den Wachen eines Todestransportes \u201eabgekauft\u201c hatte, und er so in einer Pflegefamilie aufwuchs, bis er sp\u00e4ter zu seinen Eltern zur\u00fcckkehren konnte.   <\/p>\n<p>\u201eSie haben als Kinder durch viele Menschen B\u00f6ses erfahren, doch andere Menschen haben Ihnen das Leben gerettet und Ihnen Gutes getan\u201c, res\u00fcmierte Weihbischof Diez. \u201eWas hat das in Ihrem Leben bewirkt, wie konnten Sie weiterleben?\u201c Einhellig stellten die Senioren in ihren Antworten den Vers\u00f6hnungsgedanken in den Vordergrund: Das Verzeihen sei auch f\u00fcr sie selbst wichtig gewesen, um ein gutes Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen. \u201eHeute treffen wir mit Menschen in Deutschland zusammen, die mit dieser Vergangenheit nichts zu tun haben\u201c, unterstrich Henryk B. \u201eIch habe mit ganzem Herzen vergeben!\u201c Wichtiger sei es, darin waren sich  alle Teilnehmer der Gespr\u00e4chsrunde einig, mit dem Berichten \u00fcber das Geschehene, auch wenn die Erinnerungen immer wieder Schmerzen verursachten, dazu beizutragen, dass sich in der Zukunft niemals mehr so etwas wiederholen k\u00f6nne. <\/p>\n<p>Mit bisch\u00f6flichen Segen entlie\u00df Weihbischof Diez die G\u00e4ste einschlie\u00dflich ihrer beiden Betreuerinnen, Anneliese Wiegand aus H\u00fcnfeld und Dolmetscherin Marianne Drechsel-Gillner aus Hannover, schlie\u00dflich zu einer Stadt- und Schlossbesichtigung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>In Begleitung von Di\u00f6zesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch wurde eine Gruppe polnischer Senioren im Generalvikariat durch Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez empfangen: Die G\u00e4ste \u2013 eine Frau und f\u00fcnf Herren im Alter von 72 bis 90 Jahren \u2013 halten sich im Rahmen eines Programms des Maximilian-Kolbe-Werks zur deutsch-polnischen Auss\u00f6hnung in Hessen auf. 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