{"id":162281,"date":"2017-04-20T08:57:07","date_gmt":"2017-04-20T06:57:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=162281"},"modified":"2017-04-20T08:57:07","modified_gmt":"2017-04-20T06:57:07","slug":"loewe-vergibt-rund-671-millionen-euro-fuer-forschung-und-entwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=162281","title":{"rendered":"LOEWE vergibt rund 671 Millionen Euro f\u00fcr Forschung und Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute eine Bilanz zum Forschungsf\u00f6rderprogramm LOEWE (<strong>L<\/strong>andes-<strong>O<\/strong>ffensive zur <strong>E<\/strong>ntwicklung <strong>W<\/strong>issenschaftlich-\u00f6konomischer <strong>E<\/strong>xzellenz) gezogen. Demnach hat die Hessische Landesregierung von 2008 bis 2016 insgesamt rund 671 Millionen Euro f\u00fcr das bundesweit einmalige Programm bereitgestellt.<\/p>\n<p>Hinzu kommen rund 760 Millionen Euro aus Drittmitteln der EU, des Bundes sowie der Wirtschaft. Au\u00dferdem haben Unternehmen, die sich an LOEWE-KMU-Verbundvorhaben beteiligen, im Zeitraum 2008 bis 2016 insgesamt weitere rund 64 Millionen Euro Eigenmittel f\u00fcr Forschung und Entwicklung zur Verf\u00fcgung gestellt. Insgesamt hat das Land Hessen mit LOEWE somit Investitionen von mehr als 1,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung ausgel\u00f6st. In diesem Jahr betr\u00e4gt das LOEWE-Budget rund 58 Millionen Euro.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftsminister Boris Rhein<\/strong>: \u201eLOEWE erm\u00f6glicht interdisziplin\u00e4re und standort\u00fcbergreifende Forschung auf Spitzenniveau \u2013 nicht nur in der Grundlagenforschung, sondern auch in der angewandten Forschung. Mehrere hundert externe Gutachterinnen und Gutachter haben sich bisher an den LOEWE-Auswahlrunden beteiligt. Das Land Hessen erh\u00e4lt dabei gro\u00dfe Anerkennung f\u00fcr das LOEWE-Programm, denn kein anderes Bundesland verf\u00fcgt \u00fcber ein solches F\u00f6rderprogramm. Darauf sind wir sehr stolz.\u201c<\/p>\n<p>Die exzellente wissenschaftliche Qualit\u00e4t der Projekte best\u00e4tigte auch Prof. Dr. Karl Max Einh\u00e4upl, der Vorsitzende des LOEWE-Programmbeirats. Er betonte auf der Pressekonferenz das strikt wettbewerbliche Verfahren nach Ma\u00dfst\u00e4ben wissenschaftlicher Qualit\u00e4t und auf Basis externer Gutachten, mit dem die Projekte ausgew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p><strong>Vorstellung Jahresbericht 2015<\/strong><\/p>\n<p>Details zum LOEWE-Programm finden sich im Jahresbericht 2015, den Wissenschaftsminister Boris Rhein auf der Pressekonferenz vorstellte. Der Bericht informiert \u00fcber die elf LOEWE-Zentren und 35 LOEWE-Schwerpunkte der 1. bis 7. F\u00f6rderstaffel sowie \u00fcber die 219 gef\u00f6rderten Projekte der LOEWE-KMU-Verbundvorhaben.<\/p>\n<p>Neu sind die zahlreichen Grafiken und Tabellen, die erstmals f\u00fcr den Bericht entworfen wurden. Sie veranschaulichen f\u00fcr die laufenden Zentren und Schwerpunkte die LOEWE-Bewilligungen, Drittmitteleinnahmen und -einwerbungen, Besch\u00e4ftigtenzahlen, abgeschlossene Promotionen, ver\u00f6ffentlichte Artikel und B\u00fccher, Fachvortr\u00e4ge und wissenschaftliche Tagungen sowie angemeldeten Patente. Dazu hat das Hessische Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst erstmals eine statistische Erhebung bei den Zentren und Schwerpunkten f\u00fcr den Zeitraum 2008 bis 2015 durchgef\u00fchrt. Diese Statistik wird nun j\u00e4hrlich fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Rettungsroboter als Beispiel<\/strong><\/p>\n<p>Einen Eindruck von der Vielf\u00e4ltigkeit der gef\u00f6rderten Projekte gab ein Rettungsroboter, der auf der Pressekonferenz gezeigt wurde. Er geh\u00f6rt zum LOEWE-Schwerpunkt \u201eNICER\u201c der Universit\u00e4ten Darmstadt, Kassel und Marburg. Die Forschenden unter Professor Dr.-Ing. Matthias Hollick (TU Darmstadt) arbeiten dort an der Frage, wie Menschen in Krisenf\u00e4llen, wie Naturkatastrophen oder Terroranschl\u00e4gen, vernetzt werden k\u00f6nnen, wenn die Infrastrukturen zusammengebrochen sind. Wenn bestehende Kommunikationssysteme massiv \u00fcberlastet sind oder gar die Kommunikations- und Energieversorgungsstrukturen langfristig ausfallen, sind Menschenleben, die \u00f6ffentliche Sicherheit im betroffenen Gebiet und die Wirtschaft \u00fcberregional bedroht. \u201eNICER\u201c erarbeitet wissenschaftliche und technologische Grundlagen, um langfristig die Leistungsf\u00e4higkeit von infrastrukturloser Kommunikation zu steigern.<br \/>\nZu den Forschungsthemen z\u00e4hlt die Integration von Rettungsrobotern in die Krisenbew\u00e4ltigung. Sie erm\u00f6glichen in komplexen, lebensbedrohlichen Schadenslagen die Lokalisierung und Rettung Verletzter und Versch\u00fctteter.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftsminister Boris Rhein<\/strong>: \u201eDer Rettungsroboter ist ein anschauliches Beispiel f\u00fcr die hochaktuellen Fragestellungen, auf die in LOEWE-Vorhaben Antworten gesucht werden. Und es gibt noch weitere: Das LOEWE-Zentrum \u201eAdRIA\u201c etwa forscht unter der Federf\u00fchrung des Fraunhofer LBF in Darmstadt, wie Menschen vor gesundheitssch\u00e4digendem L\u00e4rm gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Und im LOEWE-Zentrum, Zell- und Gentherapie\u00e2\u20ac\u02dc an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt arbeiten Forscher daran, die Heilkraft von Stammzellen zu steigern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Erfolgreich bei Drittmittelgebern und als Arbeitgeber<\/strong><\/p>\n<p>Die innovativen Forschungsprojekte von LOEWE sind bei Drittmittelgebern sehr gefragt: So haben allein die LOEWE-Zentren und -Schwerpunkte der 1. bis 8. F\u00f6rderstaffel bis 2016 nach eigenen Angaben Drittmittel im Gesamtumfang von fast 760 Millionen Euro mit Laufzeiten bis maximal 2021 eingeworben. Zudem schafft LOEWE zus\u00e4tzliche Arbeitspl\u00e4tze in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft. Im Jahr 2016 waren in den LOEWE-Projekten insgesamt 1.330 Personen in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zus\u00e4tzlich t\u00e4tig, darunter 185 Professoren und Professorinnen.<\/p>\n<p><strong>LOEWE-Zentren und -Schwerpunkte<\/strong><\/p>\n<p>Nach aktuellem Stand wurden seit 2008 elf Zentren und 42 Schwerpunkte zur F\u00f6rderung ausgew\u00e4hlt (1. bis 9. F\u00f6rderstaffel). An den Zentren und Schwerpunkten sind alle sechs hessischen Universit\u00e4ten, drei Fachhochschulen, eine Hochschule besonderen Typs (Hochschule Geisenheim) und 21 au\u00dferuniversit\u00e4re Forschungseinrichtungen beteiligt. Gef\u00f6rdert wird Grundlagenforschung ebenso wie anwendungsorientierte Forschung.<\/p>\n<p><strong>F\u00f6rderung des Mittelstandes <\/strong><\/p>\n<p>Neben den LOEWE-Zentren und -Schwerpunkten f\u00f6rdert die Landesregierung auch den Mittelstand mit der dritten LOEWE F\u00f6rderlinie: Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind im internationalen Wettbewerb h\u00e4ufig gezwungen, nach neuen, besseren L\u00f6sungen zu suchen und diese m\u00f6glichst schnell marktf\u00e4hig zu machen. Die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist dabei eine wichtige Basis, um am Grundlagenwissen zu partizipieren und bestehende Forschungskapazit\u00e4ten zu nutzen.<\/p>\n<p>Besonders rasant hat sich der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien in der LOEWE-F\u00f6rderlinie 3 entwickelt. Hessen ist auf diesem Gebiet eine der f\u00fchrenden Regionen in Europa. Die Informations- und Kommunikationstechnologie mit ihrem breiten Anwendungs- und Themenspektrum z\u00e4hlt zu den Branchen, aus der mit 62 Projekten die meisten Projektideen bei LOEWE vertreten sind.<\/p>\n<p>\u201eLOEWE schafft ein forschungs- und innovationsfreundliches Umfeld, in dem unsere leistungsf\u00e4higen Hochschulen, die zahlreichen au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungseinrichtungen und innovationsbereite Unternehmen wachsen und ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit ausbauen k\u00f6nnen\u201c, so<strong>Wissenschaftsminister Boris Rhein<\/strong> abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute eine Bilanz zum Forschungsf\u00f6rderprogramm LOEWE (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-\u00f6konomischer Exzellenz) gezogen. Demnach hat die Hessische Landesregierung von 2008 bis 2016 insgesamt rund 671 Millionen Euro f\u00fcr das bundesweit einmalige Programm bereitgestellt. 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